1939-1940

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SV Waldhof 07, 1939-1940 Endspiel um den Tschammerpokal 1939 am 28.04.1940 im Olympia-Stadion Berlin SV Waldhof - 1.FC Nürnberg 0:2 Waldhof v.l.: Willi Pennig, Georg Siegel, Ludwig Günderoth, Hans Eberhardt, Reinhold Fanz, Hans Mayer, Helmut Schneider, Josef Erb, Karl Ramge, Hubert Fischer, Ernst Heermann

Saisonüberblick

Nach Ausbruch des Kriegs im September 1939 wurde zunächst im Kreis Mannheim eine Kriegsrunde gestartet. Im Oktober wurde dann die Gauliga Nordbaden eingeführt, die Waldhof vor dem VfR gewann. Der SVW konnte sich in den Endspielen um die Badische Meisterschaft genauso durchsetzen wie in den Spielen der Gruppe IV um die Deutsche Meisterschaft.

Halbfinale um die deutsche Meisterschaft

Somit standen die jungen Waldhöfer, die größtenteils jünger als zwanzig Jahre waren, im Halbfinale. 35 000 Zuschauer in der Adolf-Hitler-Kampfbahn in Stuttgart sahen eine Waldhof-Mannschaft, die dem Favoriten aus Schalke lange Paroli bot und durch Josef Erb mit 1:0 in Führung ging. Am Ende siegten die Königsblauen jedoch mit 3:1. Im Spiel um Platz drei in Berlin sahen 90 000 Zuschauer ein 4:4 gegen Rapid Wien. Berliner Journalisten schwärmten von den Waldhof Buben, und schufen damit einen Begriff, der bis in die Gegenwart als Markenzeichen für die Spieler des Vereins steht. Das Wiederholungsspiel im Wiener Praterstadion wurde allerdings mit 2:5 verloren. Ein vierter Platz im Kampf um die Deutsche Meisterschaft stellt die bis heute beste Platzierung der Vereinsgeschichte dar.

Endspiel im Berliner Olympiastadion

Am 28. April 1940 bestritt der SV Waldhof das Endspiel um die Deutsche Pokalmeisterschaft, das leider unglücklich mit 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg wiederum im Olympiastadion Berlin vor 60.000 Zuschauern verloren wurde. In diesem Spiel war der SV Waldhof mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren wohl die jüngste Mannschaft, die je einen solch großen Erfolg erreichte. Dort wurde der Begriff Waldhof Buben in Deutschlands Sportpresse geprägt und ist bis heute jedem Fußball Fan ein Begriff.

Tod eines großen Waldhöfers Bereits am 20. Oktober 1939 verstarb der legendäre Nationalspieler Otto Siffling im Diakonissen-Krankenhaus an den Folgen einer Rippenfellentzündung im Alter von nur 27 Jahren. In 31 Länderspielen erzielte der gebürtige Waldhöfer und WM-Dritte von 1934 17 Tore.



Mannschaft 1939/1940

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Ernst-Ludwig Drayß Deutscher
Erwin Deyhle Deutscher
Hubert Fischer Deutscher
Josef Leist Deutscher
Rudolf Maier Deutscher
Hans Mayer Deutscher
Helmut Schneider Deutscher
Werner Bauder Deutscher
Ernst Heermann Deutscher
Eugen Kuhn Deutscher
Hermann Molenda Deutscher
Ludwig Neudecker Deutscher
Karl Ramge Deutscher
Franz Sättele Deutscher
Gustav Adam Deutscher
Hans Eberhardt Deutscher
Josef Erb Deutscher
Reinhold Fanz Deutscher
Erich Grab Deutscher
Ludwig Günderoth Deutscher
Willi Pennig Deutscher
Georg Siegel Deutscher
Otto Siffling Deutscher


Trainer
Prof. Dr. Otto Neumann Deutscher

Transfer

Zugang alter Verein Abgang neuer Verein
1. Flagge von GermanyGermany Gustav Adam unbekannt Flagge von GermanyGermany Karl Biehlmeier † im 2.Weltkrieg Juni 1942
2. Flagge von GermanyGermany Werner Bauder unbekannt Flagge von GermanyGermany Ernst unbekannt
3. Flagge von GermanyGermany Erich Grab unbekannt Flagge von GermanyGermany Georg Herbold unbekannt
4. Flagge von GermanyGermany Ludwig Neudecker unbekannt Flagge von GermanyGermany Fritz Kilian † im 2.Weltkrieg August 1941
5. Flagge von GermanyGermany Franz Sättele eigene Jugend Flagge von GermanyGermany Georg Pfeiffer unbekannt
6. Flagge von GermanyGermany Erwin Deyhle Stuttgarter Kickers Flagge von GermanyGermany Oskar Siffling unbekannt

Gauliga Nordbaden

Die Gauliga Baden 1939/40 war die siebte Spielzeit der Gauliga Baden (offiziell nun „Bereichsklasse Baden“) im Fußball. Bedingt durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 konnte die Saison nicht planmäßig beginnen. Es wurde zunächst zur Überbrückung eine Runde um den Goldenen Adler ausgetragen, in Pforzheim, Karlsruhe und Freiburg wurden Stadtmeisterschaften ausgetragen. so dass die Liga in fünf Staffeln mit jeweils nur vier bis sechs Mannschaften aufgeteilt und anschließend eine Endrunde mit sechs Mannschaften ausgetragen wurde. Die Bereichsklasse wurde aufgrund der verkehrstechnischen Umstände und des späten Beginns am 19. November in fünf Staffeln mit maximal sechs Mannschaften aufgeteilt, daran schloss sich eine Endrunde um die Bereichsmeisterschaft an. Den Titel sicherte sich schließlich der SV Waldhof, der auch in der darauffolgenden Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erfolgreich abschnitt und erst im Halbfinale am späteren Meister FC Schalke 04 scheiterte. Da die Bereichsklasse Baden in der Folgesaison 1940/41 wieder eingleisig mit zehn Mannschaften durchgeführt wurde, gab es in dieser Runde zahlreiche „Absteiger“.

Spiele

Sp. Datum Heim Gast Ergebnis
1 3. Dezember 1939 VfR Mannheim SV Waldhof 0:2
2 17. Dezember 1939 Kirchheimer FG SV Waldhof 0:7
3 24. Dezember 1939 SV Waldhof SpVgg Sandhofen 6:1
4 26. Dezember 1939 SV Waldhof Kirchheimer FG 17:0 [1]
5 31. Dezember 1939 VfL Neckarau SV Waldhof 1:2
6 14. Januar 1940 SpVgg Sandhofen SV Waldhof 1:3
7 21. Januar 1940 SV Waldhof VfR Mannheim 1:2
8 23. Januar 1940 SV Waldhof Amicitia Viernheim 6:1
9   SV Waldhof VfL Neckarau 1:0
10   Amicitia Viernheim SV Waldhof 0:3
  1. (historisch höchste Heimsieg)

Abschlusstabelle

Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. SV Waldhof Mannheim  10  9  0  1 048:600 +42 18:20
 2. VfR Mannheim (M)  10  8  0  2 047:900 +38 16:40
 3. SpVgg Sandhofen  10  5  1  4 033:200 +13 11:90
 4. VfL Neckarau  10  4  0  6 018:250  −7 08:12
 5. SV Amicitia Viernheim (N)  10  2  0  8 011:320 −21 04:16
 6. FG 1910 Kirchheim (N)  10  1  1  8 011:760 −65 03:17
Legende
Qualifikation Endrunde
Absteiger in die Bezirksliga
(M) Titelverteidiger
(N) Aufsteiger aus der Bezirksliga

SV Waldhof und VfR Mannheim waren damit für die Endrunde qualifiziert.

Endspiele um die Badische Meisterschaft

Sp. Datum Heim Gast Ergebnis
1 4. Februar 1940 VfR Achern SV Waldhof 1:4
2 11. Februar 1940 Freiburger FC SV Waldhof 1:1
3 18. Februar 1940 1. FC 08 Birkenfeld SV Waldhof 1:2
4 10. März 1940 SV Waldhof VfB Mühlburg 3:0
5 22. März 1940 VfB Mühlburg SV Waldhof 2:0
6 25. März 1940 SV Waldhof 1. FC 08 Birkenfeld 4:0
7 21. April 1940 SV Waldhof VfR Achern 10:1
8 5. Mai 1940 SV Waldhof VfR Mannheim 2:0
9 1. September 1940 VfR Mannheim SV Waldhof 3:0
10   SV Waldhof Freiburger FC n.a.[1]
  1. Fehlendes Spiel zwischen SV Waldhof Mannheim - Freiburger FC wurde nicht mehr ausgetragen.

Abschlusstabelle

Platz Verein Sp. S U N Tore Punkte
1 SV Waldhof 9 6 1 2 26:9 13:5
2 VfB Mühlburg 10 5 2 3 20:10 12:8
3 VfR Mannheim 10 5 1 4 30:16 11:9
4 Freiburger FC 9 3 3 3 12:14 9:9
5 1. FC 08 Birkenfeld 10 4 1 5 17:28 9:11
6 VfR Achern 10 0 4 6 12:40 4:16

Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, Gruppe IV

Sp. Datum Heim Gast Ergebnis
1 12. Mai 1940 Stuttgarter Kickers SV Waldhof 1:0 (1:0)
2 26. Mai 1940 1.FC Nürnberg SV Waldhof 0:0 (0:0)
3 2. Juni 1940 Kickers Offenbach SV Waldhof 1:2 (1:1)
4 9. Juni 1940 SV Waldhof Stuttgarter Kickers 7:2 (2:0)
5 16. Juni 1940 SV Waldhof 1.FC Nürnberg 1:1 (0:0)
6 30. Juni 1940 SV Waldhof Kickers Offenbach 4:0 (1:0)

Abschlusstabelle

Platz Verein Sp. S U N Tore Punkte
1 SV Waldhof 6 3 2 1 14:5 8:4
2 1.FC Nürnberg 6 2 2 2 10:4 6:6
3 Stuttgarter Kickers 6 3 0 3 9:9 6:6
4 Kickers Offenbach 6 2 0 4 3:18 4:8

Halbfinale

Datum Spielpaarung Ergebnis Stadion
14. Juli 1940 FC Schalke 04 SV Waldhof 07 3:1 (2:1) Stuttgart, Adolf-Hitler-Kampfbahn
14. Juli 1940 SK Rapid Wien Dresdner SC 1:2 n.V. (1:0, 1:1) Wien, Praterstadion

Spiel um Platz 3

Datum Spielpaarung Ergebnis Stadion
21. Juli 1940 SV Waldhof 07 SK Rapid Wien 4:4 n.V. (2:4, 4:4) Berlin, Olympiastadion
28. Juli 1940 SK Rapid Wien SV Waldhof 07 5:2 (4:1) Wien, Praterstadion

Tschammerpokal, 1939

Runde Datum Heim Gast Ergebnis Spielort Details
1 20. August Logo des SK Admira Wien SK Admira Wien Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim 0:1 Wien,
Hopfengasse
2 19. September Logo Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim 0:1 n.V. Frankfurt,
Waldstadion
AF. 10. Dezember Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim Logo VfL Osnabrück VfL Osnabrück 4:0 Mannheim,
Stadion am Alsenweg
VF. 7. Januar Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim Logo Hamburger SV Hamburger SV 6:2 Mannheim,
Stadion am Alsenweg
HF. (1) 31. März Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim Logo Wacker Wien Wacker Wien 1:1 Mannheim,
Stadion am Alsenweg
HF. (2) 7. April Logo Wacker Wien Wacker Wien Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim 2:2 Wien,
Stadion an der Rosasgasse
HF. (3) 14. April Logo Wacker Wien Wacker Wien Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim 0:0 [HF 1] Wien,
Stadion an der Rosasgasse
F. 28. April Logo 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg Logo des SV Waldhof Mannheim SV Waldhof Mannheim 2:0 Berlin,
Olympiastadion
mehr
  1. Losentscheid für Mannheim

Freundschaftsspiele

Datum Spielpaarung Ergebnis Stadion
13. August 1939 Stuttgarter Kickers Waldhof Mannheim 2:4 (1:1) Stuttgart

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