1970 - 1980

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche


WikiWaldhof-logo.png Geschichts-Tour WikiWaldhof-logo.png
zurück | 1907 - 1910 | 1910 - 1920 | 1920 - 1930 | 1930 - 1940 | 1940 - 1950 | 1950 - 1960 | 1960 - 1970 | 1970 - 1980 | 1980 - 1990 | 1990 - 2000 | 2000 - 2010 | ab 2010 weiter

Geschichte

1970-1971

Mannschaft Saison 1970/71

Im ersten Jahr der Zugehörigkeit der Amateurliga Nordbaden 1970-1971 wurde der SV Waldhof Mannheim souverän Meister. In einer anschließenden Doppelrunde wurde zusammen mit dem FC Emmendingen (Meister Südbaden), der SpVgg Ludwigsburg (Meister Nordwürttemberg) und dem FC Singen 04 (Meister Schwarzwald-Bodensee) der dritte Aufsteiger in die Regionalliga Süd ermittelt. Die Meister der Amateurligen Bayern (SpVgg Bayreuth) sowie Hessen (SV Darmstadt 98) stiegen hingegen direkt auf.

Es folgte eine Entscheidungsrunde der drei punktgleichen Vereine. Das Los bestimmte die erste Begegnung zwischen dem SV Waldhof und dem FC Singen 04, welche für den 17. Juni 1971 in Offenburg angesetzt wurde. Die SpVgg Ludwigsburg hatte Freilos. Vor ca. 10.000 Zuschauern schien das Duell bereits für den FC Singen 04, der knapp 20 Minuten vor dem Ende mit 2:0 in Führung lag, entschieden, doch der SV Waldhof schaffte durch Tore von Rudolf Geyer und Bernd Bartels noch den Ausgleich. Da auch in der anschließenden Verlängerung keine Tore mehr fielen, musste das Elfmeterschießen entscheiden, in welchem der Waldhöfer Torhüter Hans-Dieter Bopp drei Strafstöße hielt. Treffsicherer zeigte sich der SV Waldhof, bei dem Bernd Bartels, Rudolf Geyer und Günter Sebert verwandelten und so den Endstand von 5:3 nach Elfmeterschießen herstellten. Das darauf folgende entscheidende Spiel um den Aufstieg am 20. Juni 1971 in Rastatt verlor der SV Waldhof dann schließlich nach enttäuschender Leistung vor 15.000 Zuschauern mit 1:2 gegen die SpVgg Ludwigsburg und verpasste so den Wiederaufstieg in die Regionalliga Süd.

Ein gewisser Dieter Dollmann, der sich Jahre später als SVW-Geschäftsführer nicht viele Freunde machte, stürmte mit der SpVgg 07 durch einen 2:1-Erfolg in Liga zwei – der Waldhof blieb drittklassig. Da der VfR Mannheim gerade aus der Regionalliga Süd abgestiegen war, titelte der Mannheimer Morgen: „Talfahrt! Was der Fernschreiber gestern abend ungerührt ausspuckte, bedeutet das Ende der Mannheimer Präsenz in der Regionalliga. [...] Zwölfeinhalbstündiger Kampf in der Aufstiegsrunde war nicht von Erfolg gekrönt. Was mag in den Spielern und in Trainer Klaus Sinn vorgegangen sein, als sie gestern abend aus Rastatt zurückkehrten?“


1971-1972

Die Mannschaft von der Saison 1971-1972

Die Saison 1971-1972 schloss der SV Waldhof mit dem 1. Platz in der Tabelle der 1. Amateurliga Nordbaden mit überwältigenden 58-6 Punkten ab. In der Aufstiegsrunde für die Regionalliga Süd bezwangen die Blau Schwarzen nach Punktgleichheit sowie mit dem klar besseren Torverhältnis gegenüber dem FC Singen 04 am 17. Juni 1972 den FC Singen 04 im „Finale“ in Offenburg beim 1:0 und stiegen nach zwei Jahren Amateurliga wieder in die Regionalliga Süd auf und waren somit wieder zweitklassig. Schütze des „goldenen Tores“ war Bernd Bartels.

1972 wurde Chio Chips Hauptsponsor des SV Waldhof und da zur damaligen Zeit Trikotwerbung verboten war, wurde am 27. Juli 1972 der Verein in Chio Waldhof 07 unbenannt.

1972-1973

Mannschaft Saison 1972/73

Nachdem der SV Waldhof in der Saison 1969-1970 von der Regionalliga in die 1.Amateurliga Nordbaden abgestiegen war, durften sie sich in der Saison 1972-1973 unter Ihrem neuen Namen Chio Waldhof 07 wieder Regionalligist nennen. In einem Entscheidungsspiel gegen den FC Singen gelang den Blau-Schwarzen durch ein 1:0 der Wiederaufstieg in die Regionalliga Süd. 1972-1973 beendete der Neuling auf einem beachtlichen 7. Platz mit 39:29 Punkten.

Im DFB-Pokal erreichte man nach Heimerfolgen gegen den VfR Heilbronn (2:1) sowie den 1. FC Nürnberg (3:1) die dritte Hauptrunde und unterlag dort auswärts beim Karlsruher SC mit 1:2.


1973-1974

Mannschaft Saison 1973/74

Philipp Rohr übernahm die Trainertätigkeit bei SV Waldhof nach dem zehnten Spieltag der Runde 1973-1974 von Hans Wendlandt. Der Verein konnte zu diesem Zeitpunkt ein Ergebnis von 8:12 Punkten verzeichnen. Das erste Spiel des neuen Trainers fand am 20. Oktober 1973 statt. Es war ein Heimspiel der letzten Runde der Regionalliga Süd. Der Gegner hieß VfR Mannheim. Vor 10.000 Zuschauern endete das Spiel der zwei Stadtrivalen 1:1 Unentschieden. Das Rückspiel gewann Waldhof am 16. März 1974 mit 7:4 Toren. Rohr führte seine Mannschaft, die Nachfolger von Otto Siffling, auf den 7. Tabellenplatz. Der Einzug in die neu installierte 2. Bundesliga Gruppe Süd war somit wie auch dem VfR Mannheim gelungen.

Im DFB-Pokal war nach Auswärtserfolgen beim FC Rastatt (5:1) und dem FC Freiburg (5:2) wiederum in der dritten Hauptrunde Endstation. Am 13.10.1973 unterlag man zuhause dem KSV Hessen Kassel mit 1:3.


1974-1975

Mannschaftsfoto Saison 1974/75

In der Saison 1974-1975 platzierte Philipp Rohr seinen Verein mit 40:36 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Im Dezember 1974 mußte Waldhof den Wechsel Bernd Försters zum FC Bayern München kompensieren. Die Lücke wurde verzuglos gefüllt. Gernot Rohr, Philipp Rohrs jüngster Sohn, wechselte von Bayern München zum SV Waldhof. Ein weiterer Sohn spielte unter der Regie des Vaters: Volker Rohr kam auf 26 Einsätze beim SV Waldhof. Am 19. September 1975 wurde der Vereinsnamens in "SV Chio Waldhof 07" geändert. Auf den Zusatz "SV" war bei der Umbenennung 1972 verzichtet worden, weil man sicherstellen wollte, dass im Hinblick auf den Sponsor "Chio-Chips" in den Medien der Name "Chio" genannt wurde. Doch als der Hauptsponsor Chio Chips den Verein verlässt, wird dieser am 15. September 1978 in SV Waldhof Mannheim 07 unbenannt, der heute noch bestand hat. Der Stadtrivale VfR Mannheim musste sich gleich nach dem ersten Jahr in der 2.Bundesliga wieder in die Drittklassigkeit verabschieden.

Im DFB-Pokal erreichte man nach einem 4:0-Erfolg gegen den Heider SV (Amateuroberliga Nord) die zweite Hauptrunde und unterlag dort überraschend auf eigenem Platz dem SV Sandhausen mit 0:1.


1975-1976

Mannschaftsfoto Saison 1975/76

1975-1976 beendete Waldhof wie im Vorjahr auf Platz Acht, immerhin drei Plätze vor Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart. Am 19. September 1975 wurde der Vereinsname in "SV Chio Waldhof 07" geändert. Auf den Zusatz "SV" war bei der Umbenennung 1972 verzichtet worden, weil man sicherstellen wollte, dass im Hinblick auf den Sponsor "Chio-Chips" in den Medien der Name "Chio" genannt wurde.

Nach Erfolgen gegen den SV Rot-Weiss Cuxhaven (2:1) sowie den TSV 1860 München (4:1) erreichte man im DFB-Pokal die dritte Hauptrunde und unterlag dort auswärts dem FC Homburg mit 0:1.


1976-1977

Mannschaftsfoto Saison 1976/77

1976-1977 landete Waldhof wieder im Mittelfeld der Tabelle. Die Auswärtsschwäche ließ nicht mehr als den elften Platz zu. Am 28.März 1977 feierte der große Mannheimer Sepp Herberger seinen achtzigsten Geburtstag im Mannheimer Schloss. Nur ein Monat später verstarb der ehemalige Bundestrainer.

Im DFB-Pokal folgte nach Siegen gegen den Bremer SV (6:0) sowie beim SC Viktoria Hamburg (5:2) das Aus in der dritten Hauptrunde durch eine 2:3-Niederlage beim 1. FC Nürnberg.


1977-1978

Mannschaft der Saison 1977-1978

Auch die Saison 1977-1978 verbringt Waldhof im Mittelfeld und wird wieder Achter. Am 30. September 1977 beginnt auf dem Waldhof eine neue Ära. Der erst 29-jährige Wilhelm Grüber wird zum Präsidenten gewählt und sollte dieses Amt bis zum 31. Mai 1994, so lange wie kein anderer, innehaben. Walter Klos und Richard Wirth standen dem Präsidenten die komplette Amtszeit im Vorstand zur Seite. 1978 folgte Manfred Göth in das Präsidium und verblieb dort bis 2001. Es war erstmal Kontinuität beim SV Waldhof angesagt.

Das Aus im DFB-Pokal folgte diesmal in der zweiten Hauptrunde durch eine 1:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin. In der ersten Hauptrunde hatte man den Lüssumer TV mit 12:0 besiegt.


1978-1979

Mannschaftsfoto Saison 1978/79

1978-1979 war das Abstiegsgespenst Gast in Mannheim. Erst am letzten Spieltag konnte der endgültige Klassenerhalt gefeiert werden. Während der Saison wird Trainer Slobodan Cendic durch Georg Gawliczek, einst Assistent von Sepp Herberger, ersetzt. Ihr Debüt in der Waldhof-Elf gaben die A-Jugendlichen Roland Dickgießer, Jürgen Makan und Dieter Schlindwein. Die nicht gerade berauschenden Leistungen ließen eine neue Fusions-Debatte aufkommen. Im DFB-Pokal erreichte der SV Waldhof nach Siegen gegen den SV Hamburg-Börnsen (5:0) und den VfL Neustadt (7:0) die dritte Hauptrunde und unterlag dort beim MSV Duisburg mit 1:2. Am 15. November 1978 wurde der Verein in "SV Waldhof-Mannheim 07" umbenannt.


1979-1980

Mannschaftsfoto Saison 1979/80

1979-1980 konnte sich der SVW auf den elften Platz verbessern. Neuzugang vor der Runde war Karl-Heinz Bührer, der vom Freiburger FC kam. Georg Gawliczek musste aus Gesundheitsgründen zurück treten. Interims-Nachfolger Klaus Sinn war nicht im Besitz der nötigen Trainer-Lizenz, trainierte die Mannschaft aber bis zum Saisonende weiter. Am 12. Juli 1980 errang der SV Waldhof die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft und besiegte im Finale vor 10.000 Zuschauern in Oberhausen den FC Schalke 04 mit 2:1.

Nicht sonderlich erfolgreich schnitt man wieder einmal im DFB-Pokal ab. Nach Erfolgen gegen den TBV Lemgo (5:1) sowie DJK Sportfreunde Freiburg (7:2) schied man in der dritten Hauptrunde durch eine 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt aus.

Gesamtübersicht

Das Jahre

Die Saison


Literatur

  • Dr. med. Helmut Klingen: 50 Jahre SV Waldhof Mannheim. A.Rausch, Heidelberg 1957
  • Rudolf Hahner: 75 Jahre SV Waldhof Mannheim 07 e.V.. Mannheim 1982
  • Joachim Bremser: Wunder Waldhof. Biblis 1983
  • Fritz Glanzner und Kurt Schaller: Günter Sebert - Waldhof ist mein Leben . TIP-Verlag, Lampertheim 1985
  • Günter Rohrbacher-List: Blau und Schwarz - Der SV Waldhof. Waldkirch Verlag, Mannheim 2004, ISBN 3-927455-15-6
  • Günter Rohrbacher-List: das SV WALDHOF lexikon. Waldkirch Verlag, Mannheim 2007, ISBN 978-3-927455-33-7
  • Karl-Heinz Schwarz-Pich: 100 Jahre SV Waldhof Mannheim 1907-2007. Grunert Medien & Kommunikation GmbH, Mannheim 2007, ISBN 978-3-00-019800-7


Weblinks



Hier könnte Ihre Werbung stehen

in allen mehr als 18.000 Artikel