Carl-Benz-Stadion

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Carl-Benz-Stadion
Aus Sicht eines Fallschirmspringer ins Stadion
Aus Sicht eines Fallschirmspringer ins Stadion
Daten
Ort Mannheim, Deutschland
Architekt Folker Fiebiger
Verein SV Waldhof Mannheim
Eröffnung 1994
Erstes Spiel SV Waldhof Mannheim - Hertha BSC (2:2)
Kapazität 27.000 Plätze
Sanierungen Juni 2008


Das Carl-Benz-Stadion ist ein im Mannheimer Stadtteil Oststadt gelegenes Fußballstadion. Das Stadion ist komplett überdacht und hat 27.000 Plätze (davon 14.000 Sitzplätze). Es verfügt über Flutlicht, hat aber keine Rasenheizung. Hauptnutzer des Stadions ist der SV Waldhof Mannheim. Das Stadion wurde 1994 eröffnet; es steht neben dem Rhein-Neckar-Stadion des Lokalrivalen VfR Mannheim.

Namensgeber

Das Stadion wurde nach dem Automobilbauer Carl Benz benannt, der in Mannheim seine Werkstatt hatte. Im Zuge der Namensgebung trug das Unternehmen Daimler Benz AG finanzielle Mittel zur Anschaffung einer Anzeigetafel bei. Ähnlich wie beim Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion wurden die Namensrechte ohne zeitliche Befristung vergeben, so dass eine weitere Veräußerung nicht mehr möglich ist.

Veranstaltungen

Das Carl-Benz-Stadion wurde im Februar 1994 mit dem Zweitligaspiel SV Waldhof Mannheim - Hertha BSC (2:2) eröffnet.

Aufgrund von Anwohnerklagen dürfen im Stadion jährlich nur 27 Veranstaltungen stattfinden, so dass es pro Saison immer nur von einem Verein genutzt werden kann. Spiele in europäischen Vereinswettbewerben sind nicht von dieser Begrenzung betroffen. Diese Sonderregelung wurde im Jahre 2001 mit den Anwohnern vereinbart, als der SV Waldhof Chancen hatte, in die Bundesliga aufzusteigen. Die Stadt Mannheim hat verfügt, dass das Stadion immer dem ranghöchsten Mannheimer Fußballklub zur Verfügung gestellt wird. Seit Beginn wurde es daher vom SV Waldhof Mannheim genutzt.

Außerdem fanden im Carl-Benz-Stadion bereits zwei Länderspiele statt und einmal das Endspiel des DFB-Ligapokals.

Die TSG 1899 Hoffenheim trug im Jahr 2008 in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga neun Heimspiele im Carl-Benz-Stadion aus. Um die Bundesliga-Auflagen der Deutschen Fußball Liga zu erfüllen, wurde zuvor eine 400.000 Euro teure Videowand installiert und weitere 600.000 Euro in die bauliche Ertüchtigung, Medienarbeitsplätze und Sicherheitseinrichtungen investiert. Die Kosten übernahm als Stadioneigentümerin die Stadt Mannheim im Vorgriff auf einen Sponsor-Vertrag mit der Daimler AG. Im Juli 2011 wurde im Carl-Benz-Stadion ein deutschlandweiter Zuschauerrekord für ein Oberligaspiel aufgestellt. 18.313 Fans sahen die Partie zwischen dem SV Waldhof und dem FV Illertissen.[1]

Stadionvonaussen.jpg

Stadion-Chronik

Der technische Ausschuss des Gemeinderats beauftragt ein Architekturbüro mit Vorplanungen für den Umbau des Rhein-Neckar-Stadions.

Der Gemeinderat beschließt einen Planungsauftrag für den Ausbau des Waldhof-Stadions am Alsenweg.

Der Ausbau des Waldhof-Stadions am Alsenweg wird aus verkehrstechnischen Gründen abgelehnt. Ein erneuter Planungsauftrag, diesmal für den Ausbau des Rhein-Neckar-Stadion wird verabschiedet.

Der Gemeinderat stimmt gegen den Ausbau des Rhein-Neckar-Stadions ab; Diese Abstimmung wird nur ein Monat später revidiert, allerdings will die Stadt nur 10 Millionen DM für den Umbau bereit stellen.

Die Mehrheit im Gemeinderat (25:22) will das Südweststadion als dauerhafte Heimspielstätte für den SV Waldhof.

Bürgerbegehren des SVW für das Rhein-Neckar-Stadion. Der Verein sammelte 40 000 Unterschriften für den Ausbau.

Eine Mehrheit von 28:19 Stimmen votiert in der inzwischen zwölften Abstimmung zu diesem Thema für einen Umbau des Rhein-Neckar-Stadions. Der kurz darauf beantragte Antrag auf Baugenehmigung beim Regierungspräsidium Karlsruhe wird durch Einsprüche Neuostheimer Bürger immer wieder verzögert.

Auf Grund schlechter Lärmwerte heißt es nun Neu- statt Umbau.

Die Baukosten werden auf 24,4 Millionen Mark festgesetzt.

Der Gemeinderat lehnt den Sofortvollzug der Baugenehmigung ab.

Nach einem erneuten Bürgerantrag des SV Waldhof mit über 20 000 Unterschriften revidieren die Stadträte ihre Meinung.

Das Regierungspräsidium erteilt die Baugenehmigung.

Einspruch der Stadiongegner.

Die Baukosten werden auf 28 Millionen Mark festgelegt. Hinzu kommen 5,2 Millionen Mark für Umfeld- Maßnahmen.

Das Verwaltungsgericht Karlsruhe stoppt nach eingereichten Klagen Neuostheimer Bürger den Stadionbau. Die Stadt Mannheim legte daraufhin Widerspruch vor dem Baden-Württembergischem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim ein.

Der Verwaltungsgerichthof Baden-Württemberg hebt in zweiter Instanz das Urteil auf und ließ keine Revision gegen das Urteil zu. Die Stadiongegener klagten daraufhin beim Bundesverwaltungsgericht in Berlin gegen eine Nichtzulassung der Revision.

Baubeginn.

Das Bundesverwaltungsgericht lehnt die Revision ab. Die Stadiongegner reichten später als letzte Chance beim Petitionsausschuß des Baden-Württembergischen Landtags eine Petition ein, um den Landeszuschuß in Höhe von 14 Millionen DM zu streichen.Diese wird jedoch abgelehnt.

Der Grundstein für das neue Stadion wird gelegt.

Der Gemeinderat gibt dem Neubau den Namen „Carl-Benz-Stadion“, nachdem die Mercedes-Benz AG mit einer Million Mark die Anzeigetafel gesponsert hat.

Die Stadt Mannheim übergibt das Stadion dem Mannheimer Sport.

Eröffnungsgala mit einem 2:2 gegen Hertha BSC.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gemeinderatsvorlage Stadt Mannheim Juni 2008

Weblinks

 <Lang> Commons: Carl-Benz-Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Koordinaten: 49°28′ 46" N 8°30′08" O



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