Dietmar Hopp

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Dietmar Hopp

Dietmar Hopp (* 26. April 1940 in Heidelberg) ist ein deutscher Unternehmer und Mitbegründer der SAP AG. Hopp gilt als einer der reichsten Deutschen und wird in der Liste der reichsten Menschen der Welt des Forbes-Magazins geführt. Sein Vermögen wird auf mehr als 6,3 Milliarden Euro geschätzt, wenn man das Vermögen seiner Stiftung mitzählt.[1]

Leben

Nach dem Gymnasium absolvierte er ein Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Karlsruhe, das er 1966 als Diplom-Ingenieur abschloss. Seine erste Anstellung nach dem Studium fand er bei der IBM. Dort arbeitete er zunächst als Software-Entwickler in Stuttgart. Von 1968 bis 1972 war er in der Mannheimer Niederlassung als Systemberater tätig.

SAP

Dietmar-Hopp-Allee vor der SAP-Zentrale in Walldorf

Zusammen mit vier anderen IBM-Kollegen, Hasso Plattner, Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hector und Klaus Tschira, gründete er 1972 das Softwareunternehmen Systemanalyse und Programmentwicklung, aus dem 1988 die SAP AG wurde, deren Vorstandsvorsitzender er von 1988 bis 1998 war. Danach war er bis 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrats und bis Mai 2005 dort einfaches Mitglied. Hopp hielt 2006 immer noch 9,96 % der Aktien von SAP.

Dietmar-Hopp-Stiftung

1995 gründete Hopp die Dietmar-Hopp-Stiftung, eine gemeinnützige GmbH, und übertrug ihr 70 % seiner SAP-Aktien, ca. 28 Millionen Stück im Wert von ca. 4 Milliarden Euro, wodurch sie auf Anhieb zu den größten Stiftungen in Europa gehörte. Aufgaben der Stiftung sind Förderungen in den Bereichen Sport, Medizin, Bildung und Soziales.

Aktuelle geschäftliche Tätigkeiten

Seit seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft der SAP ist Hopp insbesondere als Investor tätig. Er ist Haupteigentümer von Actris und der InterComponentWare AG, mit Beteiligungen an Unternehmen wie der GPC Biotech AG wichtiger Finanzier der deutschen Biotechlandschaft,

Mäzenatentum

Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim
Neubau der Rhein-Neckar-Arena im Januar 2009
Der SAP-Golfplatz in St. Leon-Rot (2006)

Zudem ist er stark als Mäzen in verschiedenen sportlichen Bereichen aktiv. Er unterstützte den Bau der SAP-Arena finanziell und setzt sich ein für die Förderung des Sportnachwuchses im Golf (Golf Club St. Leon-Rot), Eishockey (Adler Mannheim), Handball (Rhein-Neckar Löwen) und Fußball (vor allem bei der TSG 1899 Hoffenheim, aber auch beim FV Lauda). Nachdem sich das erst 1999 von Hopp finanzierte und nach ihm benannte Stadion in Hoffenheim allmählich als zu klein erwies, kündigte Hopp 2006 an, für die TSG ein für die Bundesliga geeignetes Stadion zu finanzieren. Die Rhein-Neckar-Arena wurde ab Mai 2007 an der A 6 gegenüber vom Auto- und Technikmuseum Sinsheim gebaut. Am Ende der Saison 2007/08 stieg die TSG 1899 Hoffenheim in die 1. Fußball-Bundesliga auf. Im Januar 2009 bezog die TSG 1899 Hoffenheim das neue Stadion als Spielstätte ihrer Bundesligaspiele.

Nebenbei unterstützt Hopp medizinische Projekte und ist auch anderweitig engagiert. 2004 gründete er die Stiftung ProJustitia, da er sich nach einer Auseinandersetzung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim als ein von der Justiz Verfolgter sieht.[2] Der Deutsche Richterbund (DRB) hatte die Vorwürfe von Willkür und Machtmissbrauch entschieden zurückgewiesen.[3]

Im Januar 2007 stellte er dem ehemaligen Bundesligisten SV Waldhof Mannheim drei Millionen Euro aus seiner Stiftung für den Bau und Unterhalt eines Jugendstützpunktes zur Verfügung. Eine persönliche Spende von weiteren 300.000 Euro diente zur Abwehr einer möglichen Insolvenz der Mannheimer.[4]

Ehrungen und Auszeichnungen

Dietmar Hopp Sporthalle in Sankt Leon Ortsteil Rot

Zu seinen Ehren wurde im Juni 2005 die Neurottstraße in Walldorf, welche als SAP-Firmensitz gilt, in Dietmar-Hopp-Allee umbenannt. Bis auf weiteres sind, seitens der Stadt Walldorf, beide Straßennamen zulässig.
Das ehemalige Stadion der TSG Hoffenheim trägt ebenso seinen Namen wie die Sporthalle im Teilort Rot der Gemeinde St. Leon-Rot.

  • 1992 Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 1995 BAMBI Kategorie Business (Burda)
  • 1998 Manager Magazin, Hall of Fame
  • 1999 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • 2004 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 2005 Ehrenbürger von Walldorf
  • 2007 Ehrenbürger der Gemeinde St. Leon-Rot
  • 2008 CAPITAL Sport-Manager des Jahres
  • 2008 Weltwirtschaftlicher Preis (Institut für Weltwirtschaft Kiel)

Einzelnachweise

  1. {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Superreiche: Zuwachs im Club der deutschen Milliardäre}} Welt Online, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= zugriff= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= archiv-url= archiv-datum= kommentar= zitat= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle }}
  2. http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3722856_REF1,00.html
  3. http://www.drb.de/pages/html/presse/pr-pro_justitia.html
  4. http://www.stimme.de/sportregional/sportmix_kraichgau/art1667,1198282

Weblinks

 <Lang> Commons: Dietmar Hopp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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