Fortuna Köln

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S. C. Fortuna Köln e. V.
SC Fortuna Koln.png
Vereinsdaten
Gründung 21. Februar 1948
Mitglieder  ?
Adresse/
Kontakt
Am Vorgebirgstor 2
50969 Köln
Telefon (0221) 3604241
1. Vorsitzender Klaus Ulonska
Vereinsfarben Rot-Weiß
Fußball-Abteilung
Spielklasse Verbandsliga Mittelrhein
Spielstätte Südstadion (12.000 Plätze)
Chef-Trainer Matthias Mink
Vereinserfolge 1. Platz in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga - 1. Bundesliga in der Saison 1973/74 - Pokalfinalist 1983
Saison 2006/07 9. Platz (Verbandsliga Mittelrhein)
Internet
Homepage www.fortuna-koeln.de

Der SC Fortuna Köln ist ein Kölner Fußball- und Handballverein. Er ist nach dem 1. FC Köln der erfolgreichste Fußballverein aus Köln.

Geschichte

Der Verein wurde am 21. Februar 1948 durch eine Fusion der Vereine Bayenthaler SV, Sparkassen-Verein 1927 Köln und SV Victoria 1911 Köln gegründet. Alle drei Vereine waren vor dem Krieg nicht allzu erfolgreich. Allein der SV Viktoria gelangte 1943 bis in Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft. 1976 erfolgte die Vereinigung mit dem FC Alter Markt Köln.

Nur acht Tage nach dem 1. FC Köln gegründet, stellte auch die Fortuna einen Versuch dar, aus mehreren Stadtviertelvereinen einen "Gesamt-Kölner" Club zu entwickeln. In den 1950ern und 1960ern konnte die Fortuna im Gegensatz zum 1. FC Köln nicht erstklassig spielen. Erst durch das (auch finanzielle) Engagement des damaligen Präsidenten Jean Löring ab 1967 änderte sich die Lage des Vereines erheblich. 1973 gelang der Aufstieg in die Erste Bundesliga, am Ende der Saison stand jedoch wieder der Abstieg, und zwar in die neu gegründete Zweite Bundesliga. An dieser Liga sollte die Fortuna in den folgenden Jahrzehnten förmlich kleben. Mehrmals wurde aus sehr aussichtsreicher Position der Aufstieg noch vergeben. Ebenso konnte die Fortuna aus teilweise hoffnungsloser Lage noch die Klasse retten. So war der Club am Ende der Vereinigungssaison 1991/92 sportlich abgestiegen, nur durch den Lizenzentzug von Blau-Weiß 90 Berlin zog man dann doch noch in die Relegation ein, die die Fortuna klar für sich entschied.

Der SC Fortuna Köln blieb in all den Jahren ein über die Stadtgrenzen hinaus wenig Resonanz findender Südstadtclub mit wenigen, dafür aber sehr treuen Zuschauern. Auch konnte die dominierende Stellung des 1. FC Köln in der Stadt niemals ernsthaft gefährdet werden. Einige der größten Momente in der Vereinsgeschichte resultierten dennoch aus den sehr wenigen Lokalderbys mit dem großen Rivalen (insgesamt nur zehn Pflichtspiele in über fünfzig Jahren: vier bei Pokalspielen, sechs in der Liga). 1983 unterlag eine spielerisch und kämpferisch bessere Fortuna im DFB-Pokalfinale in Müngersdorf gegen einen schwachen 1. FC Köln mit 0:1, das Publikum feierte die unglücklichen Verlierer. In der Saison 1998/99 bot sich erneut die Chance einer Änderung der Verhältnisse, als der 1. FC Köln in die Zweite Bundesliga abstieg. In beiden Lokalderbys dieser Saison wurde der FC in dessen jeweils ausverkauftem Müngersdorfer Stadion klar besiegt (4:2 und 3:0). In der Endabrechnung gelang der Wachwechsel jedoch nicht: Die Fortuna war nach dem letzten Hinrundenspieltag der Saison 1998/99 noch drei Plätze vor dem großen Rivalen aus der Stadt, am Ende jedoch vier Plätze dahinter. Das einzige Spiel, das der SC Fortuna Köln in dieser Rückrunde gewinnen konnte, war das Spiel gegen den 1. FC Köln (3:0). Der FC stieg in der Saison 1999/2000 wieder in die Erste Bundesliga auf und die Fortuna trotz erneutem Sieg (4:1) gegen den 1. FC Köln aus der Zweiten Bundesliga ab.

In dieser Situation zeigte sich wieder, dass der Verein finanziell fast ausschließlich von seinem Vorsitzenden und Mäzen Jean Löring abhing. Selbst in der einzigen Erstligasaison 1973/74 hatte der Verein finanziell Pech: Das Müngersdorfer Stadion wurde neu gebaut und deshalb mussten die Heimspiele der Fortuna und des 1. FC in der viel kleineren Radrennbahn stattfinden, was sich auf der Einnahmenseite beider Vereine deutlich bemerkbar machte. 26 Jahre schaffte es Löring, den kleinen Verein in der zweiten Bundesliga zu halten. 2001 jedoch war Löring pleite, kurz darauf erkrankte er schwer und starb im März 2005 an Krebs. Auch dem Verein ging es ohne den langjährigen Mäzen nicht mehr gut: Der SC Fortuna Köln stürzte bis in die viertklassige Oberliga ab und musste dort während der Saison 2004/05 den Spielbetrieb aus finanziellen Gründen einstellen, nachdem die Mannschaft in der gesamten Hinrunde nur drei Punkte auf ihr Konto gebracht hatte. Der vorerst letzte Auftritt in der Oberliga war eine Niederlage (0:5) bei der U23-Mannschaft von Alemannia Aachen, bevor sich der Verein im Januar 2005 vom Spielbetrieb zurückzog.

In einem Fax an den Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband teilte der Vorstand des SC Fortuna Köln den sofortigen Rücktritt der 1. Mannschaft vom Spielbetrieb der Oberliga Nordrhein mit. Der Spielbetrieb von den anderen Mannschaften, wie der Jugendabteilung, der 2. und 3. Mannschaft, der Damenmannschaft und der Handballabteilung blieben von dem Rücktritt ohne Folgen. Der anfängliche Insolvenzplan fand trotz starkem Engagement des damaligen 1. Vorsitzenden Egbert Bischoff keine Mehrheit in der Gläubigerversammlung. Erst eine große Spendenaktion und ein Benefizspiel gegen den 1. FC Köln (10:0 für den FC vor 6.350 Zuschauern) brachten die vorerst ausreichende Summe von 35.000 € zusammen. Somit wurde der Spielbetrieb der Fortuna, deren Jugendabteilung mit 500 Spielern, 25 Mannschaften und 90 Trainern sowie Betreuern eine der größten Jugend-Fußballabteilungen in ganz Deutschland darstellt, vorerst gerettet.

Seit der Saison 2005/06 spielt die 1. Mannschaft in der Verbandsliga Mittelrhein und hat mit im Schnitt 400 verkauften Karten mehr Zuschauer als so mancher Regionalligist. Mit einem 7. Platz zum Saisonende 2005/06 konnte der freie Fall der letzten Jahre gestoppt werden. Am 16. Oktober 2006 wählte die Mitgliederversammlung Klaus Ulonska zum neuen 1. Vorsitzenden des SC Fortuna Köln, nachdem Egbert Bischoff einige Wochen zuvor aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten war.

Erfolge

Der SC Fortuna Köln spielte 26 Jahre in der Zweiten Bundesliga. Höhepunkte der Vereinsgeschichte waren zum Einen die Zeit in der Ersten Bundesliga in der Saison 1973/74, wo man nur wegen des schlechteren Torverhältnisses wieder abstieg und zum anderen das DFB-Pokalfinale 1983 gegen den 1. FC Köln, das die Fortuna nur sehr unglücklich 0:1 verlor, nachdem sie im Halbfinale den Traditionsverein Borussia Dortmund mit einem 5:0 besiegt hatte. Im Viertelfinale gewann man bereits gegen den Erstligisten Borussia Mönchengladbach mit 2:2. n.V. und im Wiederholungsspiel 2:1 und im Achtelfinale gegen den Erstligisten Eintracht Braunschweig mit 1:2 in Braunschweig. Wichtigste Spieler des Pokalfinalisten waren: Die Stürmer Dieter Schatzschneider und Dieter Lemke, Torhüter Bernd Helmschrot, die Verteidiger Florian Hinterberger und Jürgen Beier, sowie der "Mittelfeldmotor" Johannes Linssen.

Im Frühsommer 1986 hätte man beinahe den Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga erreicht. In der Relegation setzte sich jedoch Borussia Dortmund im Entscheidungsspiel mit 8:0 durch - dieses Spiel war notwendig geworden, nachdem die vorgesehenen zwei Spiele aus Fortuna-Sicht 2:0 in Köln und 1:3 in Dortmund ausgegangen waren. Dabei musste die Fortuna erst in der letzten Minute das 1:3 hinnehmen, das zur Torgleichheit führte. Die aus Europapokalspielen bekannte Regel, nach der bei Torgleichstand diejenige Mannschaft siegt, die mehr Tore auf des Gegner Platz erzielt hat, galt in den Relegationsspielen nicht.

Platzierungen

In der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga belegt der SC Fortuna Köln den 45. Platz von 49 Mannschaften. In der ewigen Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga ist Fortuna Köln Spitzenreiter vor den Stuttgarter Kickers, zudem hat das Team als einzige Mannschaft 26 Spielzeiten in der zweiten Liga vorzuweisen.

1. Liga: 45/49 (1 Saison gespielt)
2. Liga: 1/117 (26 Saisons gespielt)
3. Liga: 114/212 (3 Saisons gespielt)

  • 1963/1964 - 8. Platz Landesliga Mittelrhein
  • 1964/1965 - 1. Platz Landesliga Mittelrhein
  • 1965/1966 - 8. Platz Verbandsliga Mittelrhein
  • 1966/1967 - 2. Platz Verbandsliga Mittelrhein
  • 1967/1968 - 16. Platz Regionalliga West
  • 1968/1969 - 13. Platz Regionalliga West
  • 1969/1970 - 14. Platz Regionalliga West
  • 1970/1971 - 4. Platz Regionalliga West
  • 1971/1972 - 3. Platz Regionalliga West
  • 1972/1973 - 2. Platz Regionalliga West
  • 1973/1974 - 17. Platz Bundesliga
  • 1974/1975 - 5. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1975/1976 - 4. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1976/1977 - 12. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1977/1978 - 4. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1978/1979 - 4. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1979/1980 - 6. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1980/1981 - 9. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1981/1982 - 10. Platz 2. Bundesliga
  • 1982/1983 - 6. Platz 2. Bundesliga
  • 1983/1984 - 9. Platz 2. Bundesliga
  • 1984/1985 - 11. Platz 2. Bundesliga
  • 1985/1986 - 3. Platz 2. Bundesliga (in den Relegationsspielen um den Aufstieg an Borussia Dortmund gescheitert)
  • 1986/1987 - 14. Platz 2. Bundesliga
  • 1987/1988 - 12. Platz 2. Bundesliga
  • 1988/1989 - 4. Platz 2. Bundesliga
  • 1989/1990 - 14. Platz 2. Bundesliga
  • 1990/1991 - 11. Platz 2. Bundesliga
  • 1991/1992 - 12. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1992/1993 - 6. Platz 2. Bundesliga
  • 1993/1994 - 15. Platz 2. Bundesliga
  • 1994/1995 - 8. Platz 2. Bundesliga
  • 1995/1996 - 8. Platz 2. Bundesliga
  • 1996/1997 - 11. Platz 2. Bundesliga
  • 1997/1998 - 6. Platz 2. Bundesliga
  • 1998/1999 - 14. Platz 2. Bundesliga
  • 1999/2000 - 16. Platz 2. Bundesliga
  • 2000/2001 - 5. Platz Regionalliga Nord
  • 2001/2002 - 18. Platz Regionalliga Nord
  • 2002/2003 - 10. Platz Oberliga Nordrhein
  • 2003/2004 - 8. Platz Oberliga Nordrhein
  • 2004/2005 - 18. Platz Oberliga Nordrhein (Rückzug nach der Hinrunde)
  • 2005/2006 - 7. Platz Verbandsliga Mittelrhein
  • 2006/2007 - 9. Platz Verbandsliga Mittelrhein

Bekannte Persönlichkeiten

Stadion

Der SC Fortuna Köln trägt seine Heimspiele im Kölner Südstadion im Stadtteil Zollstock aus.

Frauenfußball

Die Frauenfußballabteilung konnte seit der Gründung 2003 einen steilen Aufstieg verzeichnen. Gleich in der ersten Saison wird die im Schnitt 17 Jahre alte Mannschaft Kreismeister mit einem Torverhältnis von 192:7 Toren. Auf Anhieb schaffte die Mannschaft den Durchmarsch in die Verbandsliga. Dort lieferte sich das Team einen Zweikampf mit dem Regionalligaabsteiger Rot-Weiß Merl. Mit einem Punkt Rückstand reichte es nur zur Vizemeisterschaft. Ein Jahr später wurde der Aufstieg in die Regionalliga West mit 16 Punkten Vorsprung unter Dach und Fach gebracht.

Die Fortunen konnten bisher viermal den Kreispokal gewinnen. 2006 unterlag die Mannschaft in Finale des Mittelrheinpokals erst nach Verlängerung gegen den Regionalligisten TuS Köln rrh..

Website

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