Karlsruher FV

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen des Karlsruher FV

Der Karlsruher FV (KFV) ist ein Fußballverein aus Karlsruhe. Der Verein wurde am 10. Oktober 1891 gegründet, Anfang 1894 schloss sich der erste Fußballverein der Stadt, der International FC 1889 Karlsruhe, dem KFV an. Nach einer wechselhaften Geschichte musste schließlich 2004 aus finanziellen Gründen der Spielbetrieb eingestellt werden. Ab Sommer 2007 ist der KFV wieder im Spielbetrieb, der Badische Fußballverband teilte den Verein Mitte Juli in der Staffel 3 der Kreisklasse C ein.

Geschichte

Die erfolgreiche Zeit des Vereins liegt lange zurück. Vor dem Ersten Weltkrieg gehörte der Karlsruher FV zu den erfolgreichsten Fußballvereinen in Deutschland. Die Krönung war die Deutsche Meisterschaft 1910, die man durch einen 1:0-Erfolg nach Verlängerung im Finale über Holstein Kiel sicherte. Darüber hinaus wurde man 1905 und 1912 Deutscher Vizemeister. Außerdem gelang 1901, 1902, 1903, 1904, 1905, 1910, 1911 und 1912 die Süddeutsche Meisterschaft.

Zu den herausragenden Spielern dieser Zeit gehörte das Stürmertrio Fritz Förderer, Gottfried Fuchs und Julius Hirsch, das in den Jahren 1911 bis 1913 in mehreren Spielen der Nationalmannschaft den Innensturm bildete. Fuchs verewigte sich dabei mit seinen zehn Toren beim Spiel gegen die russische Mannschaft während der Olympischen Spiele in den Fußball-Geschichtsbüchern.

Auch wenn der KFV nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr zu den Spitzenclubs in Deutschland zählte, lag man auch in den 1920er und 1930er zumindest im Karlsruher Raum meist vor den Rivalen vom Karlsruher FC Phönix und dem VfB Mühlburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Karlsruher FV in der neu gegründeten Oberliga Süd nochmals für zwei Spielzeiten „erstklassig“, stieg aber 1947 ab.

Als Phönix und Mühlburg 1952 zum Karlsruher SC fusionierten, bot man dem KFV an, dem neu gegründeten Verein beizutreten, was dieser aber ablehnte. In den folgenden Jahren konnte der Verein mit dem in dieser Zeit sehr erfolgreichen KSC sowohl in der Publikumsgunst als auch – was in diesen Jahren immer wichtiger wurde – finanziell nicht mithalten und stieg in der Runde 1956/57 auch aus der zweitklassigen 2. Oberliga Süd ab. Dieser Abstieg markierte den Anfang des Niedergangs des Traditionsvereins, der nie mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnte. Bis 1976 konnte man sich in der Amateurliga Nordbaden halten, stieg dann in tiefere Spielklassen ab und spielte zuletzt in der B-Klasse.

Im Oktober 2004 wurde der Karlsruher FV vom Badischen Fußballverband mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb ausgeschlossen, da er die finanziellen Auflagen nicht mehr erfüllen konnte. Damit verschwand der Verein von der Fußball-Landkarte Deutschlands. Vom Karlsruher FV existierte zunächst nur noch dessen frühere Tennisabteilung, die sich während der Liquidation des KFV vom Hauptverein und der Fußballabteilung abspaltete und noch 2004 als nunmehr eigenständiger Tennisverein unter dem neuen Namen „Tennisclub Karlsruhe-West e. V.“ neu gründete. Der Karlsruher FV wurde 2004 jedoch nicht aufgelöst sondern blieb im Vereinsregister eingetragen.

Folglich konnte der KFV 2007 auf Initiative von Alexander Etzel in der Staffel 3 der Kreisklasse C wieder neu starten, und ist damit zurück auf der Fußball-Landkarte.[1]

Erfolge

  • Deutscher Meister 1910
  • Deutscher Vizemeister 1905, 1912
  • Süddeutscher Meister 1901, 1902, 1903, 1904, 1905, 1910, 1911, 1912

Bekannte Persönlichkeiten

Stadion

Der Karlsruher FV trug seine Heimspiele im „Stadion Telegrafenkaserne“ in der Karlsruher Nordweststadt aus. In den Anfangsjahren wurde der Engländerplatz genutzt. Seit Sommer 2007 spielt der KFV auf dem Sportplatz des Gehörlosenvereins Daxlanden.

Quellen

  1. Boulevard Baden, 15. Juli 2007, Titelgeschichte

Weblinks

fr:Karlsruher FV nl:Karlsruher FV



Hier könnte Ihre Werbung stehen

in allen mehr als 18.000 Artikel