Südweststadion

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Eingang zum Südweststadion
Tribüne des Südweststadions
Innenraum des Südweststadions
Waldhof-Fans zu Bundesligazeiten
Endspiel um die deutsche Meisterschaft am 22. Juni 1952 zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Saarbrücken 3:2

Das Südweststadion ist das Sportstadion der Stadt Ludwigshafen am Rhein. Es wird heute (2007) auch für kulturelle Großveranstaltungen (Open-Air-Konzerte) genutzt. Internationale Künstler, die im Südweststadion auftraten waren unter anderem Elton John, Michael Jackson, Peter Maffay, Metallica, Iron Maiden, Eros Ramazzotti, Bon Jovi, Herbert Grönemeyer und Bruce Springsteen.

Zwischen 1950 und 1970 fanden im Südweststadion zahlreiche Sportveranstaltungen statt. Den Besucherrekord gab es im Jahr 1952 beim Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft. Die 83.000 Zuschauer konnten nur durch zusätzliche Tribünen untergebracht werden.

Zu Beginn der Bundesligasaison 1978/1979 war der 1.FC Kaiserslautern aufgrund des Ausbaus des eigenen Stadions am Betzenberg zwei Heimspiele Gast im Südweststadion. Von 1983 bis 1989 trug der SV Waldhof Mannheim in Ermangelung eines eigenen bundesligatauglichen Stadions 102 Bundesligaspiele im Südweststadion aus.


Installation der Flutlichtanlage 1985

Der Spatenstich für das Stadion erfolgte im Jahr 1937. Fertiggestellt war es 1940 und bot 14.000 Zuschauern Platz. Im zweiten Weltkrieg wurde das Stadion zerstört und ab 1946 mit dem Trümmerschutt der Ludwigshafener Innenstadt und der Stadt Mannheim wieder aufgebaut. Es wurde am 11. November 1950 wieder eröffnet.[1] Das Fassungsvermögen betrugt offiziell 41.383 Plätze.

Heutzutage ist das Südweststadion in einem sehr schlechten Zustand, da sich kein finanzkräftiger Mieter findet. Die Stehtribünen in beiden Kurven sind wegen Baufälligkeit gesperrt. Nach dem Aufstieg des FSV Oggersheim in die Regionalliga 2007, hat sich die Stadt Ludwigshafen zu einer Renovierung bereit erklärt, für die rund 1.500.000 € veranschlagt wurde. Vor allem wurden die Sicherheitsanforderungen des DFB realisiert. .[2] Die Kapazität ist seitdem auf 6.100 Plätze beschränkt.

Bedeutende Fußballspiele

Meisterschaftsfinale

1952: 22.06.1952 VfB Stuttgart -1.FC Saarbrücken 3-2

Stuttgarts Torhüter Karl Bögelein rettet vor Saarbrückens Peter Momber. Im Hintergrund ein Teil der imposanten Kulisse von 83.000 Zuschauern im DM-Endspiel 1952

Pokalfinals

1968: 09.06.1968 1.FC Köln - VfL Bochum 4-1
1954: 17.04.1954 VfB Stuttgart - 1.FC Köln 1-0 n.V.
(die Pokalfinals zogen jeweils 60.000 Besucher an)

Pokalhalbfinale

1986 25.04.1986 SV Waldhof- FC Bayern 0:2
Spielbericht

Länderspiele

1966: 01.06.1966 Deutschland - Rumänien 1-0
1964: 29.04.1964 Deutschland - Tschechoslowakei 3-4
1960: 27.04.1960 Deutschland - Portugal 2-1
1952: 21.12.1952 Deutschland - Jugoslawien 3-2
(alle Länderspiele waren Freundschaftsspiele)

SV Waldhof im Südweststadion

Es sind die Erinnerungen an die besseren Tage des SV Waldhof, die sich zwangsläufig mit dem Südweststadion in Ludwigshafen verbinden. Sechs ihrer insgesamt sieben Bundesligajahre (1983 bis 1989) trugen die Blau-Schwarzen dort ihre Heimspiele aus.

Der FC Bayern München kam, Mönchengladbach, Dortmund, Hamburg, Schalke, Leverkusen, Köln – die ganzen Größen des nationalen Fußballs gaben auf der anderen Seite des Rheins ihre Visitenkarte in der damals bis zu 44.000 Zuschauer (Zusatztribünen eingerechnet) fassenden vereinshistorisch denkwürdigen Spielstätte ab.

Alfred Schön wird zur Legende

Blick auf den baufälligen D-Block 2015

Begonnen hatte das Gastspiel an einem malerischen Sommertag. Der 13. August 1983 ist bis heute jedem Fan, der damals dabei war, in Erinnerung geblieben. Als Vorjahres-Vizemeister machte der SV Werder Bremen mit Trainer Otto Rehhagel und Spielern wie Dieter Burdenski, Rudi Völler, Thomas Schaaf, Klaus Fichtel, Bruno Pezzey oder Benno Möhlmann Station beim SVW. Der vom „Wunder Waldhof“ über den Sommer getragene und euphorisierte Aufsteiger zeigte dem Favoriten gleich einmal die Krallen. Alfred Schön erzielte schon nach acht Minuten das legendäre 1:0 und verschaffte sich mit dem ersten Bundesligator einen festen Eintrag in der inzwischen 108-Jährigen Vereinsgeschichte. Und als Fritz Walter nur eine Viertelstunde später (23.) das 2:0 nachlegte, gab es im weiten Rund kein Halten mehr.

Schlappner: "Die Fans für mich das Wichtigste"

Trainerlegende Klaus Schlappner, der die „Buben“ ins Oberhaus führte, erinnert sich noch bestens an diesen Tag – und die Jahre danach: „Es war ein Paukenschlag zum Auftakt, mit dem niemand gerechnet hat, außer uns selbst.“ Wie er selbst es erlebt habe, vom traditionsreichen Alsenweg an die neue Spielstätte umzuziehen? Schlappner: „Ehrlich gesagt, habe ich mir darüber damals gar keine Gedanken gemacht. Ludwigshafen gehört für mich genauso zur Kurpfalz. Gut, wir waren zwar nicht `dahäm´, aber immer noch Zuhause. Sicher war das Südweststadion auch damals schon in die Jahre gekommen. Aber es erfüllte die Anforderungen und wir als Verein haben alles dafür getan, unseren Fans den Umzug so einfach wie möglich zu machen. Zum Beispiel mit Sonder-Straßenbahnen und den in Eintrittspreisen einkalkulierten Fahrtkosten. Dass die Fans mitgezogen haben, war für mich rückblickend das Wichtigste. Ich habe nur gute Erinnerungen an das Stadion.“

Insgesamt bestritt der SVW 102 Bundesligaspiele in Ludwigshafen und die Bilanz kann sich sehen lassen: 44 Siege, 36 Unentschieden und nur 22 Niederlagen bei 170:130 Toren und 154 Punkten (umgerechnet nach Drei-Punkte-Regel). Inzwischen wurde das Stadion auf eine Kapazität von 6000 Besuchern zurückgebaut.

Und das war übrigens die siegreiche Startelf aus dem ersten Spiel im Südweststadion: Zimmermann - Knapp, Sebert, Schlindwein, Dickgießer, Quaisser, Hein, Schön, Olaidotter, Linz, Walter. Trainer: Schlappner.

Quelle: http://www.svw07.de/aktuelles/zurück-alter-wirkunsstätte

Quellen

  1. Die Rheinpfalz, 23. April 2007
  2. Die Rheinpfalz - Region - 18. Juni 2007

Koordinaten: 49° 28' 6" N, 8° 26' 29" Oen:Südweststadion



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