1. FC Gera 03

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1. FC Gera 03
FC Gera 03.png
Voller Name 1. FC Gera 03 e.V.
Gegründet 23. Mai 2003
Stadion Stadion der Freundschaft
Plätze 15.900
Präsident Peter Harthaus
Trainer Nico Quade
Homepage www.1fcgera03.de
Liga Oberliga Nordost-Süd (Männer)
Regionalliga Nordost (Frauen)
2007/08 7. Platz (Männer)
10. Platz (Frauen)
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts


Der 1. FC Gera 03 ist ein Fußballverein in der ostthüringischen Stadt Gera.

Vorgängervereine

Logo der BSG Modedruck Gera (1973-1990)

Die Wurzeln des 1. FC liegen im Geraer Ortsteil Zwötzen, wo sich am 25. Mai 1919 der Sportclub Wacker Zwötzen gründete. Er musste sich nach dem Zweiten Weltkrieg auflösen, als auf Initiative der sowjetischen Besatzungsmacht alle bürgerlichen Vereine verboten wurden. Im Sport wurden locker organisierte Sportgemeinschaften zugelassen, die zunächst nur auf Kreis- oder Stadtebene Wettkämpfe austragen durften. In Zwötzen wurde daraufhin die Turn- und Sportgemeinschaft (TUS) Zwötzen ins Leben gerufen. Ab 1949 wurde in Ostdeutschland der Sport in so genannten Betriebssportgemeinschaften (BSG) organisiert, die von örtlichen Betrieben und Einrichtungen getragen wurden. Der TUS bot sich damit die Möglichkeit, sich 1950 in die BSG Fortschritt Zwötzen umzuwandeln. Die Bezeichnung „Fortschritt“ lässt erkennen, dass die BSG von der Textilindustrie Geras unterstützt wurde. Als 1966 weitere Geraer Betriebe die Trägerschaft übernahmen, wurde die Sportgemeinschaft in TSG Gera-Zwötzen umbenannt. Zu Beginn der 1970er Jahre übernahm der Geraer Großbetrieb „Modedruck“ die führenden Rolle bei der TSG, die daraufhin am 14. Dezember 1973 den Namen BSG Modedruck Gera annahm. Nach der politischen Wende von 1989 konnte aufgrund der rechtlichen und wirtschaftlichen Veränderungen der Status einer Betriebssportgemeinschaft nicht weiter aufrechterhalten werden. Die BSG wurde daher zum 1. Januar 1991 in den bürgerlichen Verein TSV 1880 Modedruck Gera-Zwötzen überführt. Nachdem der Textilbetrieb seine Förderung ganz einstellte, entfiel ab 1992 der Zusatz „Modedruck“ wieder. Als 2003 der Nachbarverein 1. SV Gera in die Insolvenz gehen musste, entschloss sich die Sektion Fußball des TSV, sich zu verselbständigen, „um den Geraer Fußball wieder zu einer Marke in Thüringen zu machen“ [1]. Am 23. Mai 2003 wurde mit den Fußballmannschaften des TSV und des SV 1861 Liebschwitz der 1. FC Gera 03 gegründet.

Fußballentwicklung

Männer

Nach Jahren in unterklassigen Ligen des DDR-Bezirkes Gera stieg die 1. Männermannschaft der BSG Motor 1961 erstmals in die damals viertklassige Bezirksliga Gera auf. Nach einem für einen Neuling beachtlichen 8. Platz unter zwölf Mannschaften reichte 1963 der noch bessere Platz 7 wegen der Reduzuierung der Bezirksliga auf eine Staffel nicht mehr für den Klassenerhalt. Es dauerte zehn Jahre, bis sich die Mannschaft, die nun als TSG Gera Zwötzen antrat, wieder für die Bezirksliga qualifizieren konnte, die inzwischen zur 3. Spielklasse im DDR-Fußball geworden war. Die Spielstärke reichte aber wieder nur für drei Spielzeiten. 1980 unternahm es dann die BSG Modedruck Gera, sich in der Bezirksliga zu etablieren, doch nach weiteren drei Jahren musste sich die BSG endgültig wieder in die Niederungen des Bezirks-Fußballs zurückziehen. Ob als Fortschritt, TSG oder Modedruck standen die Zwötzener während des DDR-Fußballbetriebes stets im Schatten der von Uranindustrie geförderten BSG Wismut Gera, die mehrere Jahre in der Oberliga, der höchsten DDR-Fußballklasse spielte.

Daran änderte sich zunächst auch unter dem Dach des DFB nichts. Während Wismut bzw. später der 1. SV Gera bis 1996 in der Amateuroberliga Nordost, dann in der Thüringenliga spielte, gelang dem TSV der Aufstieg in die fünftklassige Thüringenliga erst 2003. Danach wechselten die Verhältnisse, denn nun verschwand der 1. SV durch die Insolvenz in die Bedeutungslosigkeit. Der Weg des neu gegründeten 1. FC Gera führte indes weiter nach oben, denn 2007 gelang der Aufstieg in die Oberliga Nordost. Dort hielt man vergangene Saison gut mit und verpasste nur knapp den Aufstieg in die neue dreigleisige Regionalliga.

Ein besonderer Erfolg in der Vereinsgeschichte war der Einzug in das Endspiel des TFV-Pokals 2006, welches Gera mit 2:4 gegen den FC Carl Zeiss Jena verlor. Da die Jenaer im selben Jahr in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind und somit automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert waren, spielte der 1. FC Gera 03 trotz der Finalniederlage im DFB-Pokal 2006/07. Dort traf die Mannschaft in der ersten Hauptrunde auf den Erstligaabsteiger 1. FC Kaiserslautern und verlor dieses Spiel mit 0:2.

2007 zog man erneut ins Thüringer Pokalfinale ein und besiegte den zwei Klassen höher spielenden FC Rot-Weiß Erfurt mit 1:0. Wenige Tage später gelang auch der vorzeitige Gewinn des Landesmeistertitels und damit der Aufstieg in die Oberliga. Mit dem Pokalsieg qualifizierte sich die Mannschaft zum zweiten Mal in Folge für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals, wo sie zu Beginn der neuen Saison auf den Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena traf und mit 0:3 verlor.

Frauen

Die erste Frauenmannschaft schaffte 2006 den Wiederaufstieg in die Regionalliga Nordost. Der Vorgängerverein TSV 1880 Gera-Zwötzen war zwischen 1991 bis zum Abstieg 2000 Mitglied dieser Klasse. Der größte Erfolg war damals der vierte Platz 1992. Die zweite Frauenmannschaft spielt in der Landesklasse Ost. Außerdem gibt es eine B-Juniorinnen-Mannschaft.

Stadion

Das Stadion des Vereins ist seit 2006 das Stadion der Freundschaft mit ca. 15.900 Plätzen. Ursprüngliche Heimat des Vereins war das Karl-Harnisch-Stadion in Gera-Zwötzen, in dem der Vorgängerverein TSV 1880 Zwötzen spielte. Als das Stadion der Freundschaft während der Bundesgartenschau 2007 vorübergehend nicht nutzbar war, wich man für einige Landesliga-Heimspiele wieder dorthin aus.

Personen

Fußnoten

Weblinks

Koordinaten: 50° 51' N, 12° 5' O

af:1. FC Gera 03 en:1. FC Gera 03 hu:1. FC Gera 03 nl:1. FC Gera 03



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