Andreas Wagenhaus

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Andreas Wagenhaus
Andreas Wagenhaus 95 96.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Andreas Wagenhaus
Geburtstag 29. Oktober 1964
Geburtsort Naumburg (Saale), DeutschlandDeutschland Deutschland
Größe 187 cm
Position Abwehr
Vereinsinformationen karriereende
Vereine in der Jugend
bis 1977 DeutschlandDeutschland TSG Naumburg
DeutschlandDeutschland RSK Freyburg
DeutschlandDeutschland Hallescher FC
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1983 - 06/1989
07/1989 - 08/1993
09/1993 - 06/1994
07/1994 - 12/1996
01/1997 - 06/1997
07/1997 - 06/1999
07/2001 - 06/2002
DeutschlandDeutschland Hallescher FC
DeutschlandDeutschland Dynamo Dresden
TurkeiTürkei Fenerbahçe Istanbul
DeutschlandDeutschland Waldhof Mannheim
SchweizSchweiz FC Gossau
DeutschlandDeutschland VfL Halle 96
SchweizSchweiz FC Gossau
87(12)
50(1)
18(1)
51(2)
 ?(?)
 ?(?)
Nationalmannschaft
1990 DDRDDR DDR 3 (00)
Stationen als Trainer
97/2008 - 06/2010
07/2011 - 06/2013
08/2013 - 07/2015
03/2016 - 06/2018
OsterreichÖsterreich FC Krumbach
OsterreichÖsterreich FC Doren
OsterreichÖsterreich FC Schwarzach 1b
DeutschlandDeutschland SV Haselbachtal

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 5. November 2018

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Andreas Wagenhaus (* 29. Oktober 1964 (54 Jahre) in Naumburg/Saale) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er spielte Erstligafußball für den Halleschen FC, für Dynamo Dresden und Fenerbahçe Istanbul. Mit Dynamo Dresden wurde Wagenhaus DDR-Meister und Pokalsieger, er ist dreifacher DDR-A-Nationalspieler.

Sportlicher Werdegang

Nachwuchs

Andreas Wagenhaus kam über die TSG Naumburg, wo er 1972 mit dem organisierten Fußballspielen begonnen hatte, und der Betriebssportgemeinschaft der Freyburger Rotkäppchen Sektkellerei BSG RSK Freyburg im Jahr 1977 als Zwölfjähriger zum Halleschen FC Chemie (HFC). Zwischen 1982 und 1983 war Wagenhaus Mitglied der DDR-Junioren-Nationalmannschaft, für die er 13 Länderspiele bestritt. Er wurde in den meisten Spielen als Vorstopper eingesetzt.

Oberliga und Abstieg in Halle

Ebenfalls als Vorstopper gab der 1,87 m große Wagenhaus am 27. August 1983 in der DDR-Oberliga seinen Einstand. Es war die Begegnung des 3. Spieltages der Saison 1983/84 FC Karl-Marx-Stadt - Hallescher FC Chemie (2:2), in der er den nicht einsatzbereiten etatmäßigen Vorstopper Roland Wawrzyniak vertrat. In der Saisonrückrunde wurde Wagenhaus in weiteren acht Oberligaspielen als Abwehrspieler eingesetzt. Am 3. April 1984 wurde er zum ersten Mal in einem Länderspiel der DDR-Nachwuchs-Nationalmannschaft aufgeboten. In der Partie DDR – Polen (0:2) wurde er in der 2. Halbzeit als Verteidiger eingewechselt. Bis 1989 kam er auf insgesamt 14 Nachwuchs-Länderspiele. Nach dem Abstieg des HFC 1984 musste Wagenhaus drei Spielzeiten in der DDR-Liga spielen. Erst in der Saison 1985/86 konnte er sich in die Stammelf hineinspielen, als er 31 der 34 Punktspiele bestritt. Während ihn Trainer Olaf Keller in der Hinrunde 1985 durchgehend als Vorstopper einsetzte, wurde Wagenhaus im Frühjahr 1986 variabel auf verschiedenen Abwehrpositionen aufgeboten. In der Aufstiegssaison 1986/87 spielte er abwechselnd Libero und Linksverteidiger und kam auf 31 Punktspieleinsätze, in denen er vier Tore erzielte. In seiner zweiten Oberligasaison ließ ihn Trainer Karl Trautmann in 22 Punktspielen ausschließlich als Libero spielen. Nach weiteren 17 Oberligaeinsätzen als Libero in der Saison 1988/89 verließ Wagenhaus den HFC. In sechs Spielzeiten hatte er für die 1. Mannschaft des HFC 123 Punktspiele bestritten, davon 48 mit neun Toren in der Oberliga.

Meisterschaft und Pokal mit Dynamo Dresden

Zur Saison 1989/90 schloss sich Wagenhaus dem DDR-Meister Dynamo Dresden an. Dort kam er erst am 4. Spieltag in der Oberliga zum Einsatz, nachdem sich Verteidiger Andreas Trautmann verletzt hatte. Bis zum Saisonende kam Wagenhaus insgesamt nur auf 17 Punktspiele und gehörte damit nicht zur Stammformation. Nachdem er auf diese Weise zur Verteidigung des Meistertitels beigetragen hatte, stand Wagenhaus als Vorstopper am 2. Juni 1990 mit Dynamo Dresden im Endspiel um den DDR-Fußballpokal, das die Dresdner mit 2:1 über den Zweitligisten PSV Schwerin gewannen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wagenhaus bereits zwei A-Länderspiele bestritten. Sowohl in der Begegnung Frankreich - DDR (3:0) am 24. Januar 1990 als auch im Spiel Kuwait - DDR (1:2) am 26. Januar 1990 war er als Libero eingesetzt worden. Sein drittes Länderspiel fand am 12. September 1990 in Belgien statt. In ihrem letzten Länderspiel gewann die DDR-Mannschaft mit Wagenhaus als rechten Verteidiger mit 2:0. Inzwischen hatte auch die letzte Saison der DDR-Oberliga begonnen, die neben der Ermittlung des letzten DDR-Meisters auch der Qualifikation für die drei obersten DFB-Ligen diente.

Fußballprofi

Als Tabellenzweiter der letzten DDR-Oberligasaison 1990/91 qualifizierte sich Dynamo Dresden für die 1. Bundesliga. Wagenhaus war daran mit 22 Punktspieleinsätzen und zwei Toren in der Regel als Libero beteiligt. Unter Trainer Helmut Schulte begann Wagenhaus seine erste Bundesligasaison 1991/92 zunächst wieder als Libero, wurde danach aber auf stets wechselnden Abwehrpositionen eingesetzt. Von den 38 ausgetragenen Punktspielen bestritt er 27 Partien. 1992/93 experimentierte der neue Trainer Klaus Sammer in den ersten beiden Punktspielen mit Wagenhaus als Linksaußenstürmer, nahm ihn danach aber wieder in die Abwehr zurück. Nach nur unregelmäßigen Einsätzen bekam er erst vom 27. Spieltag unter Trainer Ralf Minge als Vorstopper wieder einen Stammplatz und kam so bei insgesamt 34 Punktspielen auf 21 Einsätze. Für die Saison 1993/94 wartete Dynamo Dresden mit Siegfried Held erneut mit einem neuen Trainer auf. Dieser setzte Wagenhaus nur in den beiden ersten Punktspielen als Vorstopper ein, danach war dessen Karriere bei Dynamo Dresden beendet. Von 1989 bis 1993 hatte Wagenhaus für die Dynamos 39 DDR-Oberligaspiele mit drei Toren und 50 Bundesligaspiele mit einem Tor absolviert. Von den acht Europapokalspielen der Dresdner in diesem Zeitraum bestritt Wagenhaus sieben Begegnungen.

Für ein Jahr spielte Wagenhaus 1944/95 bei dem türkischen Erstligisten Fenerbahçe Istanbul, kehrte danach nach Deutschland zurück, wo er einen Vertrag beim Zweitligisten SV Waldhof Mannheim erhielt. In Mannheim war er drei Spielzeiten aktiv und bestritt 51 Punktspiele in der 2. Bundesliga, in denen er stets als Libero eingesetzt wurde. Als sein Vertrag am 31. Dezember 1996 endete, schloss Wagenhaus für ein halbes Jahr dem Schweizer Zweitligisten FC Gossau an, konnte dessen Abstieg in die dritte Liga aber nicht verhindern. Im Sommer 1997 beendete er seine Karriere als Leistungsfußballer.

Laufbahnende

Von 1997 bis 1999 spielte Wagenhaus beim VfL Halle 1896, zunächst eine Saison in der drittklassigen Regionalliga, danach in der Amateuroberliga. In den Jahren 2008 bis 2010 wirkte er als Spielertrainer beim österreichischen FC Krumbach.

Trainer

Nach seiner Zeit als Spielertrainer beim österreichischen FC Krumbach, Anfang 2011 übernahm Wagenhaus für zwei Jahre das Traineramt beim österreichischen FC Doren in der 5. Landesklasse Unterland. Ab dem Sommer 2013 trainierte Wagenhaus die 2. Mannschaft vom FC Schwarzach in der 4. Landesklasse Vorarlberg mit der auf dem 7. Rang landete. Seit März 2016 trainierte Andreas Wagenhaus bis zum Ende der Spielzeit 2017/18 den westlausitzer Kreisligisten SV Haselbachtal.[1]

Einzelnachweise

Literatur

  • Hanns Leske: Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3
  • Baingo/Horn: Geschichte der DDR-Oberliga. Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-428-3
  • Uwe Nuttelmann: DDR-Oberliga. Eigenverlag 2007, ISBN 978-3-930814-33-6
  • DDR-Sportzeitung Deutsches Sportecho: Ausgabe vom 28. Mai 1987 mit Kurzbiografie

Statistik

Bilder


Weblinks

 Commons: Andreas Wagenhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien




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