FC Aberdeen

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FC Aberdeen
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Voller Name Aberdeen Football Club
Gegründet 1903
Stadion Pittodrie Stadium, Aberdeen
Plätze 22.199
Präsident Schotte Stewart Milne
Trainer Schotte Jimmy Calderwood
Liga Scottish Premier League
2007/08 4. Platz, SPL
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
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Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts


Der FC Aberdeen (offiziell: Aberdeen Football Club) – auch bekannt als The Dons – ist ein schottischer Fußballverein aus der im Norden des Landes gelegenen Stadt Aberdeen. Der Verein spielt in der Scottish Premier League und ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten schottischen Fußballvereine. Die erfolgreichste Zeit des Vereins waren die 1980er Jahre unter Trainer Sir Alex Ferguson, wobei der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger im Jahre 1983 nach einem Endspielsieg gegen Real Madrid den bisher größten Vereinserfolg kennzeichnet.

Aberdeen trägt seine Heimspiele im 22.199 Zuschauer fassenden Pittodrie Stadium aus, das als erstes Stadion in Großbritannien sowohl über eine komplette Überdachung verfügte als auch vollständig mit Sitzplätzen ausgestattet wurde.

Geschichte

Ursprung des Vereins

Der FC Aberdeen entstand aus einer Verschmelzung der drei Vereine Aberdeen, Victoria United und Orion, wobei die Wurzeln von „Aberdeen“ bis ins Jahr 1881 zurück reichen. Nach einer öffentlichen Versammlung mit über 1.600 Bürgern wurde am 20. März 1903 der Weg für die Vereinigung freigemacht, was zur offiziellen Gründung des Aberdeen Football Club am 14. April im gleichen Jahr führte.

Durch diese Fusion konnte sich der neue Verein, der zunächst komplett in weißen Farben zu seinen Spielen antrat, nun damit beschäftigen, der Scottish Football League beizutreten. Da Aberdeen jedoch knapp die Zulassung zur Teilnahme an der Scottish First Division verpasste, absolvierte der Verein seine erste offizielle Saison in der Northern League.

Nur ein Jahr später schloss sich Aberdeen dann in der Spielzeit 1904/05 der zweitklassigen Scottish Second Division an und wechselte zu dieser Gelegenheit seine Trikotfarben in Schwarz-Gold, was ihnen den Spitznamen „Die Wespen(The Wasps) einbrachte. Obwohl der Klub zum Abschluss der Saison nur den siebten Platz belegte, durfte er nach nur einem Jahr direkt in die höhere First Division aufsteigen. Seitdem ist der FC Aberdeen ununterbrochen in der höchsten schottischen Spielklasse und stieg nie aus dieser ab, was sonst nur noch den Glasgow Rangers sowie Celtic Glasgow gelang.

In die Anfangszeit fiel dabei 1923 ein spektakulärer 13:0-Sieg gegen den FC Peterhead. Acht Jahre später erschütterte den Verein ein Wettskandal (bekannt als Great Mystery), in dessen Folge fünf Spieler ausgeschlossen wurden.

Vormachtstellung in Schottland

Der FC Aberdeen, der ab 1939 rote Trikots verwendete und nach 1965 komplett in roter Spielkluft antreten sollte, etablierte sich fortan beständig zu einem der leistungsstärksten Vereine im schottischen Fußball, konnte jedoch lange Zeit – abgesehen von sechs so genannten Wartime titles während des Zweiten Weltkrieges – keinen wichtigen Titel gewinnen. Dies änderte sich erst 1947, als der Verein nach einem 2:1-Endspielsieg gegen Hibernian Edinburgh erstmalig den schottischen Pokal erringen konnte. Spätestens aber mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Saison 1954/55 wurde der FC Aberdeen zu einem ernsthaften Konkurrenten für die beiden dominierenden Vereine aus Glasgow.

Im Sommer 1967 absolvierte der FC Aberdeen als Teilnehmer der neu gegründeten United Soccer Association eine Spielzeit in Nordamerika. Diese Liga lud zwölf Vereine aus Europa und Südamerika dazu ein, in US-amerikanischen und kanadischen Städten zu spielen. Dazu erhielten die Klubs neue Bezeichnungen. Der FC Aberdeen, der unter dem Namen Washington Whips antrat, gewann dabei zunächst die Ostmeisterschaft und unterlag dann im Finale den Los Angeles Wolves, wobei sich hinter dem Sieger der Western Division der englische Verein Wolverhampton Wanderers verbarg. In der anschließenden Saison fusionierte diese Liga mit der ebenfalls 1967 gestarteten National Professional Soccer League und bildete fortan die North American Soccer League (NASL).

In den frühen 1970er Jahren konnte der FC Aberdeen erneut Erfolge verzeichnen, als der Klub zunächst 1970 ein weiteres Mal den schottischen Pokal und zudem in den anschließenden Spielzeiten zweifach die Vizemeisterschaft gewinnen konnte. Trotz herausragender Spieler zu dieser Zeit wie Joe Harper, Martin Buchan und Zoltán Varga konnte der Verein das Niveau jedoch vorerst nicht halten.

Die 1980er Jahre sollten dann aber die bis heute beste Zeit in der Vereinsgeschichte bringen, als der FC Aberdeen eine vormals nicht für möglich gehaltene Erfolgsserie feierte. Neben der schon legendären Konkurrenz zwischen Celtic und den Rangers – Old Firm genannt – begründete Aberdeen mit Dundee United fortan die New Firm und forderte damit die traditionelle Dominanz aus Glasgow ernsthaft heraus, wobei Aberdeen die ungleich erfolgreichere Mannschaft in der New Firm darstellte. Höhepunkt dieser Entwicklung war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger im Jahre 1983; damals wurde im Viertelfinale auch der FC Bayern München ausgeschaltet (0:0/3:2).

Alex Ferguson (2006)

Ausgangspunkt für diesen Erfolg war 1978 die Ankunft des neuen Trainers Alex Ferguson, der heute für den englischen Spitzenverein Manchester United arbeitet. Nach dem Gewinn von drei Meisterschaften, vier schottischen FA Cups, drei schottischen Ligapokalen sowie dem bereits angesprochenen europäischen Pokalsiegerwettbewerb – dem anschließend sogar noch der UEFA Supercup nach einem Sieg gegen den Hamburger SV folgte – wurde Ferguson zu einer Legende im Nordosten Schottlands. Zu den erfolgreichen Spielern, die im schwedischen Göteborg zum bis heute letzten Male einen Europapokal nach Schottland holen konnten, gehörten unter anderem Willie Miller, Alex McLeish und Gordon Strachan.

Als Ferguson im November 1986 nach Manchester wechselte, wurde das Präsidium mit der schwierigen Aufgabe betraut, einen Nachfolger zu finden. Die Entscheidung fiel auf den nur wenig bekannten Ian Porterfield, dessen Trainerägide dann auch nur bis Mai 1988 andauerte und von Enttäuschungen geprägt war.

90 Minuten von der Meisterschaft entfernt

Das Trainergespann aus Alex Smith und Jocky Scott löste Porterfield ab und konnte mit dem doppelten Pokalerfolg (FA Cup und Ligapokal) im Jahre 1990 an vergangene Erfolge anknüpfen. In der Saison 1990/91 befand sich der FC Aberdeen nach einer Serie von zwölf Siegen in dreizehn Spielen mit der besseren Tordifferenz gegenüber den Glasgow Rangers an der Tabellenspitze und musste am letzten Spieltag gegen eben diesen Gegner auswärts im Ibrox Park antreten. Zwei Tore von Mark Hateley und eine taktische Änderung durch Jocky Scott – die letztlich dazu führte, dass er den Verein verließ – sorgten dann dafür, dass die Rangers das Spiel gewannen und mit dieser erneuten Meisterschaft die ununterbrochene Serie von neun Titeln zwischen 1989 und 1997 ebneten.

Der Niedergang des Vereins

Alex Smith konnte als alleiniger Verantwortlicher der Mannschaft keine neuen Impulse mehr geben und wurde 1992 entlassen. Ihm folgte mit Willie Miller einer der legendären Spieler aus der 1980er-Mannschaft, der aber in dem Traineramt die Erwartungen auch nicht erfüllen konnte. Danach kam (und ging) eine große Anzahl von neuen sportlichen Leitern.

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre verschlechterten sich die sportlichen Perspektiven zunehmend und der Verein war gegenüber der deutlichen Dominanz der Rangers und Celtic nicht mehr konkurrenzfähig. In mehreren Spielzeiten musste der FC Aberdeen gar um den Verbleib in der Scottish Premier League fürchten und konnte diesen einmal gegenüber einem Gewinner der (mittlerweile zweitklassigen) First Division nur sicherstellen, da dieser die wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Voraussetzungen im Stadion für den Erstligafußball nicht erfüllte. Ein Kuriosum ereignete sich zudem im schottischen Pokalfinale 2000, das der FC Aberdeen verlor und sinnbildlich für diese unruhige Zeit steht. Als sich der Stammtorhüter Jim Leighton verletzte, stellte der exzentrische dänische Trainer Ebbe Skovdahl, der Aberdeen zu diesem Zeitpunkt betreute, anstelle eines Ersatztorwarts den Stürmer Robbie Winters zwischen die Pfosten.

Nach einer Phase, in der der Verein über seine finanziellen Verhältnisse hinaus versuchte, mit den Rangers und Celtic mitzuhalten, bemühte sich der FC Aberdeen anschließend wieder, innerhalb der zur Verfügung stehenden Mittel zu wirtschaften.

Gegenwart

Der heute beim FC Aberdeen aktive Trainer Jimmy Calderwood führte den Verein nach einer sportlichen Konsolidierung ab der Jahrtausendwende wieder komfortabler in den Mittelfeldbereich der Liga und schöpfte dabei neue Erwartungen an die Fortführung vergangener Erfolge. In seiner ersten Spielzeit als Trainer gelang es ihm, sich mit dem FC Aberdeen in der Saison 2004/05 erstmalig nach drei Jahren wieder unter die besten sechs Mannschaften zu positionieren und beendete die Saison auf einem überraschend guten vierten Platz, wodurch die Qualifikation an einem europäischen Vereinswettbewerb nur knapp verpasst wurde. Zu diesem Zeitpunkt kehrte auch Willie Miller als Sportdirektor nach Aberdeen zurück.

Auch in der Saison 2005/06 konnte Calderwood mit einer „Qualität vor Quantität“-Strategie seine Aufbauarbeit fortführen, wodurch auch englische Vereine in der zweitklassigen Football League Championship und der drittklassigen Football League One auf ihn zwischenzeitlich aufmerksam wurden. In einer Scottish Premier League, die in jüngster Zukunft starken neuen Einflüssen ausgesetzt ist (wie beispielsweise jüngst an dem Engagement des litauischen Geschäftsmannes Wladimir Romanow bei Heart of Midlothian erkennbar), erhielt auch Calderwood die Zusage des Präsidiums, künftig erweiterte Investitionen tätigen zu dürfen. Dabei sollte sowohl in dem neuen Umfeld die Konkurrenzfähigkeit erhalten bleiben als auch die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb in naher Zukunft wieder möglich gemacht werden. Diese neue Politik trug schnell Früchte und der FC Aberdeen konnte sich in der Saison 2006/07, trotz des frühen Ausscheidens in den beiden heimischen Pokalwettbewerben, in der Meisterschaft hinter den beiden großen Vereinen aus Glasgow den dritten Platz erspielen und so die Qualifikation für den UEFA-Pokal sicherstellen.

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Pittodrie Stadium
Pittodrie Stadium

Kader 2007/08

Name Rücken-Nr. Nationalität
Torwart
Jamie Langfield 1 Schotte
Derek Soutar 20 Schotte
Greg Kelly 30 Schotte
Abwehr
Richie Byrne 3 Ire
Jackie McNamara 4 Schotte
Alexander Diamond 5 Schotte
Karim Touzani 15 Niederländer
Daniel Smith 17 Engländer
Lee Mair 18 Schotte
Andrew Considine 21 Schotte
Dave Bus 23 Niederländer
Alan Maybury (ausgeliehen von Leicester City) 28 Ire
Mittelfeld
Scott Severin 6 Schotte
Jamie Smith 7 Schotte
Barry Nicholson 8 Schotte
Chris Clark 11 Schotte
Richard Foster 14 Schotte
Derek Young 19 Schotte
Jeffrey de Visscher 24 Niederländer
Josh Walker (ausgeliehen vom FC Middlesbrough) 27 Engländer
Angriff
Steve Lovell 9 Engländer
Darren Mackie 10 Schotte
Lee Miller 16 Schotte
Christopher Maguire 22 Schotte
Jonathan Smith 25 Engländer
Sone Aluko (ausgeliehen von Birmingham City) 26 Engländer

Verliehene Spieler

Berühmte Spieler

Erfolge

Weblinks

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