FC Wil

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FC Wil
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Voller Name Fussball Club Wil 1900
Gegründet 1900
Stadion Stadion Bergholz
Plätze 5'400
Präsident Roger Bigger
Trainer Dieter Münstermann
Liga Challenge League
2007/08 3. Rang
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts

Der FC Wil ist ein schweizerischer Fussballverein, der 1900 gegründet wurde. Seinen Sitz hat er in der Stadt Wil im Kanton St. Gallen.

Vereinsdaten

  • Vereinsfarben: Schwarz-Weiss(-Blau)

Erfolge

  • Schweizer Cup: 2004
  • NLB-Meister: 2 (1998, 2001)
  • Aufstieg in die NLA: 2002

Geschichte

  • 1900 Gründung als FC Stella
  • 1902 Umbenennung in FC Fors
  • 1907 Umbenennung in FC Wil
  • 1991–1993 Aufstieg von der 2. Liga in die NLB und Teilnahme Aufstiegsrunde Nationalliga A unter dem Trainer Christian Gross
  • 2002 Aufstieg in die NLA
  • 2003 Teilnahme am UI-Cup
  • 2004 Schweizer Cupsieger, Teilnahme im UEFA-Cup, gleichzeitig Abstieg in die Challenge League

Geschichte

Vorgeschichte

In den 1920er Jahren wurde die runde Zahl 1900 aus mündlichen Überlieferungen als Gründungsjahr ausgewählt. Der Fussball wurde um 1900 von zwei Stricker-Praktikanten aus England nach Wil geschleppt und gewann bei den älteren Schülern und Lehrlingen schnell an Bedeutung und es wurde an Abenden und Sonntagen gekickt. Bis 1990 hielt sich der FC Wil, mit einem kurzen Abstecher in der zweithöchsten Spielklasse 1922/23 sowie 1952/53 und 1953/54, vorwiegend in der 2. Liga auf.

Aufstieg von den Niederungen in die NLB

Nicht wenige namhafte Trainer starteten ihre Karriere beim FC Wil bzw. machten dort Zwischenhalt, unter anderem Christian Gross anfangs der 1990er-Jahre oder Hanspeter Latour und Marcel Koller um die Jahrtausendwende. Der spätere GC-, Tottenham-Hotspur- und FC-Basel-Trainer Christian Gross hat den FC Wil 1991 von der 2. Liga (vierthöchste Spielklasse) innerhalb von zwei Saisons in die NLB (zweithöchste Spielklasse) gebracht. Sie nahmen 1992/93 sogar an der Aufstiegsrunde in die NLA teil und konnten sich bis 2002 insgesamt vier Mal für die Aufstiegsrunde in die NLA qualifizieren, verpassten aber jeweils den Aufstieg.

In den NLB-Zeiten von 1994 bis 1997 trainierte Pierre-André Schürmann die Wiler Mannschaft. Ihm folgte für zwei Jahre Marcel Koller. Unter ihm erreichte der FC Wil 1998 das Cup-Halbfinale. In der Saison 1998/99 wurde Wil NLB-Meister. Gleich daraufhin wechselte Koller zum FC St. Gallen, ihm folgte für die Aufstiegsrunde Hanspeter Latour. Die Wiler verblieben in der NLB. Nachdem Latour neun Monate später zum FC Thun wechselte, folgte ihm Claude Ryf. Er wurde im Juli 2001 durch Heinz Peischl ersetzt. Unter ihm konnte der FC Wil zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die höchste Spielklasse aufsteigen.

Teilnahme an der Super League

Im Jahre 2002 stieg der FC Wil unter Heinz Peischl in die höchste Spielklasse NLA, die heutige Super League, auf und erreichten die Finalrunde der NLA. 2003 nahm der FC Wil zum ersten Mal im einem internationalem Wettbewerb teil (UI-Cup). Für Schlagzeilen sorgte der Aufsteiger FC Wil im November 2002, als sie als Aussenseiter den Lokalrivalen FC St. Gallen mit einem Toreverhältnis von 11:3 besiegten, was NLA-Rekord bedeutete.

Der FC Wil war vor allem dank seines ehemaligen Präsidenten Andreas Hafen, der viel Geld in den FC Wil steckte, erfolgreich. Hafen erwähnte nach aussen stets, das Geld käme von "nicht genannt werden wollende Investoren". Er hatte allerdings rund 51 Millionen Schweizer Franken seinem Arbeitgeber UBS veruntreut, wovon rund 10 bis 11 Millionen zum FC Wil geflossen sind. Der Diebstahl flog eine Woche nach dem 11:3-Sieg auf. 2006 wurde Andreas Hafen zu fünf Jahren Gefängnis und zur Rückzahlung der veruntreuuten Summe verurteilt. Der FC Wil ist beim Prozess nicht involviert gewesen, da angenommen wird, dass die restlichen Vorstandsmitglieder davon nichts wussten. Die UBS verzichtete auf Rückforderungen seitens des FC Wil.

Nachdem wieder etwas Ruhe einkehrte, übernahm der ukrainische Investor Igor Belanow, ein ehemaliger Spieler der sowjetischen Nationalmannschaft und Europas Fussballer des Jahres 1986, im Sommer 2003 die Aktienmehrheit beim FC Wil AG und wechselte fast die ganze Crew aus. Diese Tatsachen produzierte bisher fast nur negative Schlagzeilen (Finanzen, häufige Trainerwechsel). Die von ihm und seinen Gefolgsleuten gegründete AG befand sich schnell im Nachlassverfahren. Der Verein FC Wil war dadurch jedoch nicht gefährdet.

Mit der Übernahme wurde Martin Andermatt im August 2003 entlassen. Belanow setzte Alexander Sawarow, einen ehemaligen sowjetischen Internationalen, als Trainer ein. Da er die UEFA-Lizenz nicht besass, wurde er im Dezember offiziell durch Joachim Müller, früher bei FC Karl-Marx-Stadt (Chemnitzer FC), ersetzt. Sawarow wurde Sportchef.

Müller wurde nur drei Monate später, im Februar 2004, durch Tomas Matejcek ersetzt. Die Spieler beklagten sich über Matejceks extreme Trainingsmethoden und beschwerten sich bei Belanow. Dieser entliess Matejcek und holte wieder Joachim Müller. Als Assistent stand ihm der ehemalige Schweizer Internationale Stephan Lehmann zur Seite. Belanow zog sich zurück und im FC Wil kehrte wieder Ruhe ein.

Unter dem Duo Müller/ Lehmann gewann der FC Wil überraschend den Schweizer Cup. Bei der ersten Cupfinal-Teilnahme bezwangen sie die Grashoppers Zürich 3:2. Dies ist der bislang grösste Erfolg in der ganzen Vereinsgeschichte und ebnete dem FC Wil den erstmaligen Zugang zum Uefa-Cup. Doch im gleichen Jahr steigt der FC Wil nach einer erfolgslosen Serie nach dem Cupsieg wieder in die Challenge League (ehemals NLB) ab.

Der FC Wil heute

Ab Sommer 2004 hiess der Trainer Walter Hörmann, der vorher den FC Vaduz, die Liechtensteiner Fussballnationalmannschaft und den SV Austria Salzburg coachte.

Der FC Wil scheiterte im Herbst 2004 knapp in der ersten Qualifikationsrunde des UEFA-Cup gegen den slowakischen Klub FK Dukla Banská Bystrica. In der Meisterschaft begann es mit einem 5:2 Heimerfolg gegen den FC Wohlen, dann aber stürzte die Mannschaft ab. Die Wiler ernteten viele Niederlagen und Wil landete nach der Saison in den hinteren Rängen der Challenge League.

Auf die Saison 2005/2006 hin wurde Hörmann durch Maurizio Jacobacci ersetzt, der vorher den FC Baden trainierte. Eine Saison später ist es Uli Forte, welcher auf die Saison 2008/2009 überraschend nach St. Gallen wechselte.

In der Saison 2006/2007 erreichte der FC Wil das Cuphalbfinale nach einem Sieg gegen die Young Boys (2:1) aus der Super League. In diesem Viertelfinale hat der FC Wil mit einem Spieler weniger den Rückstand wettmachen können. Das Halbfinal gegen den FC Basel (1:3) ging verloren. Dennoch wurde der FC Wil auf Grund des Exploits gegen Young Boys vom Cup-Hauptsponsor Swisscom zum Cup-Team des Jahres gekürt.[1]

Die Saison 2007/2008 beendete der FC Wil auf dem 3. Platz, nur 2 Punkte hinter dem 1. Platz vom FC Vaduz, somit wurde ein möglicher Aufstiegsplatz nur knapp verpasst.

Bekannte ehemalige Spieler

Trainer

Siehe auch

Einzelnachweise

Weblinks

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