1. FC Lok Stendal

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1. FC Lok Stendal
Logo des 1. FC Lok Stendal
Voller Name 1. FC Lok Stendal
Ort Stendal, Sachsen-Anhalt
Gegründet 6. Februar 1990
Vereinsfarben rot-schwarz
Stadion Stadion am Hölzchen
Plätze 6000
Trainer Jörn Schulz
Homepage 1fc-lok-stendal.de
Liga Oberliga Nordost-Nord
2018/19 12. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts


Der 1. FC Lok Stendal ist ein deutscher Fußballclub, dessen Vorgänger BSG Lok Stendal in den 1950er und 1960er Jahren mit seiner Fußballmannschaft in der höchsten DDR-Fußballklasse, der Oberliga, spielte.

Von der SG Nord zur BSG Lokomotive

Logo der BSG Lok Stendal

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Fußball in der Altmarkstadt Stendal hauptsächlich von Viktoria Stendal vertreten. Dieser Verein musste wie alle Sportvereine in Ostdeutschland nach 1946 aufgrund der Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrats der Besatzungsmächte aufgelöst werden. Sportwettkämpfe wurden zunächst nur auf Stadt- oder Kreisebene zugelassen, später durfte der Sportverkehr mehr und mehr ausgeweitet werden. In Stendal gründete sich zur Ausübung des Fußballsports 1945 eine Sportgemeinschaft namens Stendal-Nord, die sich im September 1948 in SG Blau-Weiß und im November 1948 in SG Eintracht umbenannte. Nach Einführung des Systems der Betriebssportgemeinschaften beteiligte sich die SG Eintracht zusammen mit der BSG Reichsbahn und der BSG RAW an einer Fusion, aus der am 17. September 1949 die BSG Eintracht „Hans Wendler“ Stendal entstand (benannt nach dem Lokomotivkonstrukteur Hans Wendler). Ein Jahr später erhielt die BSG den Namen Lokomotive Stendal, unter dem sie bis zum Ende des DDR-Sports auftrat. In den Chroniken der Betriebssportgemeinschaft wird die Gründung der BSG Reichsbahn am 18. Februar 1949 als Gründungsdatum von Lok Stendal ausgegeben. Trägerbetrieb der BSG Lok war das Stendaler Reichsbahnausbesserungswerk, einer der wichtigsten Betriebe in der damals 45.000 Einwohner zählenden Stadt.

Personen

Als die BSG Lok Stendal in den 1950er und 1960er Jahren zum Teil gute Platzierungen in der DDR-Oberliga erreichte, gingen auch mehrere hervorragende Spieler aus ihren Reihen hervor:

Albrecht Strohmeyer (rechts) 1956
  • Torjäger:
    • Kurt Weißenfels, Oberliga-Torschützenkönig 1952 (27 Tore), mit 87 Treffern bester Oberligaschütze in Stendal
    • Ernst Lindner, Oberliga-Torschützenkönig 1956 (18 Tore)
    • Gerd Backhaus, Oberliga-Torschützenkönig 1964 (15 Tore)
  • Auch unter den Trainern, die bis in die letzte Zeit in Stendal wirkten, finden sich einige prominente Namen, die über Stendal hinaus bekannt wurden:
    • Oswald Pfau, 1951–1953, trainierte später den 1. FC Köln und Borussia Dortmund
    • Gerhard Gläser, 1955–1959, später beim FC Hansa Rostock
    • Martin Schwendler, 1963–1966, führte Rot-Weiß Erfurt 1967 wieder in die Oberliga
    • Günter Konzack, 1968–1970, war 1974 Assistenztrainer beim Europapokalgewinner 1. FC Magdeburg
    • Werner Schwenzfeier, 1970–1974, 1987/88, Pokalsieger mit Union Berlin (1968)
    • Jörg Ohm, 1981–1983, 111 Oberligaspiele in Leipzig und Magdeburg, dreifacher Fußballmeister
    • Klaus Urbanczyk, 1994–1996, führte Stendal 1995 ins Viertelfinale des DFB-Pokals, 34-facher Nationalspieler, später Trainer beim 1. FC Magdeburg und Halleschen FC Chemie
    • mit Frank Lieberam, Ulrich Schulze und Günter Weitkuhn waren weitere DDR-Oberligaspieler als Trainer in Stendal tätig.

Literatur

  • Andreas Baingo/ Michael Horn: Die Geschichte der DDR-Oberliga, 2. Auflage, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-428-6.
  • Günter Unnau: Die kleinen „Wunder“ vom Hölzchen, 1. Auflage, Roland-Verlag Stendal 2003.

Weblinks



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