Fußballnationalmannschaft der DDR

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Deutsche Demokratische Republik
Logo des DFV
Verband Deutscher Fußball-Verband
Rekordtorschütze Joachim Streich (55)
Rekordspieler Joachim Streich (102)
FIFA-Code GDR
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts
Bilanz
293 Spiele
138 Siege
69 Unentschieden
86 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Flagge von PolandPoland Polen 3:0 DDR Flagge von GermanyGermany
(Warschau, Polen; 21. September 1952)
Letztes Spiel
Flagge von Belgium (civil)Belgium (civil) Belgien 0:2 DDR Flagge von East GermanyEast Germany
(Brüssel, Belgien; 12. September 1990)
Höchster Sieg
Flagge von Sri LankaSri Lanka Ceylon 1:12 DDR Flagge von East GermanyEast Germany
(Colombo, Ceylon; 12. Januar 1964)
Höchste Niederlage
Zwölf Spiele 3:0 und drei Spiele 4:1
'
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 1974)
Beste Ergebnisse Zwischenrunde 1974
Olympische Sommerspiele

Bronze 1964
Bronze 1972
Gold 1976
Silber 1980
(Stand: DFV wurde am 20. November 1990 aufgelöst)


Die Fußballnationalmannschaft der DDR war die Auswahlmannschaft des Deutschen Fußball-Verbandes. Sie repräsentierte die Deutsche Demokratische Republik auf internationaler Ebene.

Ihr erstes Länderspiel absolvierte die DDR-Auswahl 1952 gegen Polen, gegen welche sie insgesamt auch die meisten (19) Länderspiele bestritt. Die größten Erfolge waren der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal sowie die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 1974.

Bis zur Auflösung der Mannschaft als Folge der Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 bestritt die Nationalmannschaft der DDR insgesamt 293 Länderspiele, bei denen sie 501 Tore erzielte, sowie 345 Gegentore kassierte (ohne im Elfmeterschießen erzielte Tore). Davon gewann sie 138, spielte 69 mal Unentschieden und ging 86 mal als Verlierer vom Platz.

Geschichte

1949 bis 1957: Anfänge

Obwohl das erste offizielle Länderspiel der DDR erst 1952 stattfand, geht die Geschichte der Auswahl bis in das Jahr 1949 zurück. Damals wurde Helmut Schön mit der Betreuung einer Ostzonenauswahl beauftragt. Länderspiele waren damals jedoch undenkbar in einer Zeit, als die Sowjetunion in ihrer Besatzungszone sogar die Vereine verbot und sie zu Sportgemeinschaften umgestaltete.

Die Aufnahme der DDR in die FIFA war sehr lange umstritten, der Aufnahmeantrag der DDR vom 6. Februar 1951 stieß vor allem beim DFB auf Empörung. Der damalige DFB-Präsident Peco Bauwens erklärte, dass es der Wunsch der Bundesrepublik sei, den Sport frei von politischen Tendenzen zu halten und dies nur schwer möglich sei, wenn die FIFA die eindeutig politisch geführte Fußballsportbewegung der Ostzone aufnehmen würde[1]. Trotzdem erhielt die DDR am 6. Oktober 1951 die provisorische Mitgliedschaft und wurde am 24. Juli 1952 als vollwertiges Mitglied aufgenommen.

Die Abwanderung in den Westen von Auswahltrainer Helmut Schön, seinem Nachfolger Fred Schulz und vielen Spielern, die im Westen mehr Geld verdienen konnten, erschwerten die Anfänge der Nationalmannschaft. Nachdem mit Alfred Kunze der dritte Trainer der Auswahl noch vor dem ersten Länderspiel zurücktrat, übernahm Willi Oelgardt die Mannschaft. Der Nationaltrainer lernte seine Spieler schon anderthalb Monate vor dem ersten Länderspiel im Trainingslager kennen. Jedoch musste Oelgardt bei der Nominierung der Nationalspieler nicht nur sportliche Aspekte beachten. Damals galt patriotisches Denken und Handeln als eine Grundvoraussetzung, um in die Nationalmannschaft aufgenommen zu werden[2].

1. Spiel am 21. September 1952
Flagge von PolandPoland Polen - Flagge von GermanyGermany DDR 3:0
Wolfgang Klank (Dessau)
Karl-Heinz Wohlfahrt (Babelsberg), Werner Eilitz (Vorw. Leipzig)
Horst Scherbaum (Vorw. Leipzig), Herbert Schoen (VP Dresden), Georg Rosbigalle (Erfurt)
Günter Schröter (VP Dresden), Heinz Fröhlich (Chemie Leipzig)
Günter Thorhauer (VP Dresden), Günter Imhof (Halle), Johannes Matzen (VP Dresden) - Siegfried Meier, Zwickau)

Schiedsrichter Harangozo (Ungarn),35.000 Zuschauer in Warschau

Das erste Länderspiel fand dann ausgerechnet im von Deutschland während des Zweiten Weltkriegs besetzten Polen statt. In diesem Spiel, welches die DDR mit 0:3 verlor, sollte sich die Mannschaft als neues Deutschland präsentieren. Das Interesse des Volkes an ihrer Nationalmannschaft war groß, so spielte die DDR in ihrem ersten Heimspiel am 14. Juni 1953 gegen Bulgarien, welches 0:0 endete, vor 55.000 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion in Dresden. Nachdem der Volksaufstand nur drei Tage später für politische Unruhen sorgte, konnte erst wieder am 8. Mai 1954 ein Länderspiel stattfinden, in dem die DDR Rumänien mit 0:1 unterlag.

Zunächst wurden weiterhin nicht unbedingt die besten Spieler nominiert. So spielten zum Beispiel am 26. September 1954 am gleichen Tag in der B-Elf ausschließlich Spieler aus der Oberliga, d.h. aus der höchsten Spielklasse, während die A-Elf mit zwei Spielern aus der zweiten Liga (Buschner und Schnieke vom SC Motor Jena) gegen die Polnische Fußballnationalmannschaft unterlag. Stammspieler gab es damals noch nicht, so kamen in den ersten sechs Länderspielen insgesamt siebenunddreißig verschiedene Spieler für die DDR zum Einsatz. Die Gegner der Auswahl waren hingegen nicht so vielfältig, in den ersten elf Länderspielen, bis einschließlich 1956, trat die DDR mit Polen, Rumänien, Bulgarien und Indonesien nur gegen vier verschiedene Gegner an. Die geforderte vorbildliche Repräsentation[3] der jungen DDR konnte also nur in begrenzten Teilen der Welt praktiziert werden.

Unter dem 1955 engagierten ungarischen Trainer János Gyarmati wurden fast jeden Monat zwei- bis dreitägige Trainingslager in Bad Blankenburg abgehalten. Bei seinem Amtsantritt stellte Gyarmati drei Probleme fest: Es gibt zu viele sachunkundige Funktionäre, die glauben, es besser zu wissen, es fehlt an Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Akteuren und Trainern, und die Spieler haben starke konditionelle Mängel[4]. Der Ungar erklärte, sich nicht von der Politik beeinflussen lassen zu wollen und ging bei der Nominierung der Nationalspieler ausschließlich nach sportlichen Kriterien vor. So gelang der DDR im siebten Spiel und dem ersten unter Gyarmati der erste Sieg, als die Mannschaft Rumänien auswärts mit 3:2 bezwang. Die Nationalmannschaft litt jedoch unter der internationalen Isolation. Da die DDR weder gegen die starken Nationalmannschaften aus den kapitalistischen Ländern spielte, noch gegen die damals einzige überragende Mannschaft aus einem sozialistischen Land, die Ungarn, standen die Zeichen für eine Weiterentwicklung schlecht.

1957 bis 1970: Erste Pflichtspiele

Erst am 10. März 1957 trat die DDR erstmals gegen die Nationalmannschaft eines kapitalistischen Landes an, als das Team Luxemburg mit 3:0 bezwang. Überraschend meldete sich die DDR im selben Jahr auch erstmals für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Nachdem die Euphorie aus der Bundesrepublik Deutschland nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 auch auf die Fans aus der DDR übergriff, sah sich die SED dazu gezwungen, ihre Haltung gegenüber dem Fußball zu ändern und einer Qualifikationsteilnahme der DDR zuzustimmen. Das Nationalteam wurde in der Qualifikationsrunde in eine Gruppe mit der Tschechoslowakei und Wales gelost. Für das Auftaktspiel gegen Wales am 19. Mai 1957 im Zentralstadion Leipzig gab es rund 500.000 Kartenwünsche. Offiziell fand das Spiel mit 100.000 Zuschauern statt. Tatsächlich besiegte die DDR jedoch Wales im überfüllten Zentralstadion vor rund 120.000 Zuschauern mit 2:1. Die folgenden drei Qualifikationsspiele verlor die DDR und landete am Ende auf dem dritten und somit letzten Platz in der Gruppe.

János Gyarmati, der sich die permanenten Eingriffe der Sportfunktionäre nicht mehr bieten lassen wollte, trat nach dem Scheitern in den Qualifikationsspielen zurück. Fritz Gödicke wurde darauf neuer Nationaltrainer. 1959 gewann die Nationalmannschaft kein einziges Länderspiel, als die DDR auch in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1960 sowohl im Hin- als auch im Rückspiel Portugal unterlag. Nationaltrainer Gödicke, dem Antikfußball vorgeworfen wurde, musste aus seiner schlechten Länderspielbilanz die Konsequenzen ziehen und das Feld für Heinz Krügel räumen. Unter Krügel zeichnete sich ein Aufwärtstrend ab, als die DDR unter anderem im August 1960 gegen die Sowjetunion, die kurz zuvor Europameister wurde, nur knapp mit 0:1 unterlag.

Den nach der Meinung vieler Experten attraktivsten Fußball spielte die DDR-Auswahl zwischen 1961 und 1966 unter der Regie des ungarischen Trainers Károly Soos, nachdem viele DDR-Funktionäre trotz einiger Achtungserfolge mit der Ausbeute unter Heinz Krügel nicht zufrieden waren. Spielerisch überzeugende Spiele unter Soos absolvierte die Mannschaft u.a. gegen die UdSSR (1962 - 1:2 in Moskau), England (1963 - 1:2 in Leipzig), Uruguay (1965 - 2:0 in Montevideo), Schweden (1966 - 4:1 in Leipzig), Chile 1966 (5:2 in Leipzig) und die Niederlande (1967 - 4:3 in Leipzig). Geprägt wurde das System durch technisch versierte Spieler wie Peter Ducke, Manfred Kaiser, Dieter Erler, Roland Ducke und Jürgen Nöldner. Allerdings wurde die Spielweise der DDR damals auch oft als brotlose Kunst[5] bezeichnet.

In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1962 holte die Nationalmannschaft in einer Gruppe mit Ungarn und den Niederlanden nur einen Punkt, wobei ein wegen Visaproblemen abgesagtes Spiel der DDR in den Niederlanden (die Mannschaft erhielt Einreiseverbot) gar nicht erst nachgeholt wurde, nachdem dieses Spiel für die Qualifikation keine Bedeutung mehr hatte. Die DDR eliminierte 1962/63 den amtierenden Vizeweltmeister CSSR in der EM-Qualifikation (2:1 zu Hause - 1:1 auswärts). Das entscheidende Tor zum 1:1-Ausgleich erzielte Peter Ducke kurz vor Schluss mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Im Achtelfinale scheiterte man aber knapp an Ungarn (1:2 zu Hause - 3:3 auswärts). Beim alles entscheidenden Spiel in Budapest wurde die DDR-Elf durch krasse Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Nedelkovski um den Erfolg und das Weiterkommen gebracht. Der Jugoslawe wurde später von der FIFA aufgrund dieses Spieles international gesperrt.

Gegen die Amateurmannschaft des DFB gewann die A-Nationalmannschaft 1964 in der Qualifikation für das Olympische Fußballturnier in Tokio. Nachdem das A-Nationalteam darauf zuerst die Niederlande besiegte und dann auch im Gruppenfinale nach 2 Unentschieden im Entscheidungsspiel gegen die Sowjetunion in Warschau gewann, war die DDR zum ersten mal für ein Olympisches Fußballturnier qualifiziert. Offiziell trat die Mannschaft dabei als Repräsentant der Gesamtdeutschen Mannschaft an. Zu den Olympia-Partien, die die FIFA damals noch als offizielle A-Länderspiele wertete, trat die DDR in Bestbesetzung an. In der Vorrunde setzte sich das Team in seiner Gruppe mit Mexiko, dem Iran und Rumänien punktgleich mit Gruppensieger Rumänen durch. Nachdem die Nationalmannschaft sich im Viertelfinale gegen Jugoslawien durchsetzte, unterlag sie im Halbfinale der Tschechoslowakei und holte im Spiel um Platz 3 gegen Ägypten Bronze.

In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1966 scheiterte das Nationalteam in einer Gruppe mit Ungarn und Österreich als Gruppenzweiter an den Ungarn. Auch in der Qualifikation zur Europameisterschaft 1968 scheiterte die Mannschaft erneut als Gruppenzweiter an Ungarn und qualifizierte sich wieder nicht für das Turnier, obwohl die DDR die Niederlande und Dänemark hinter sich ließ. Danach entschied sich der Nationaltrainer Károly Soos, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Auch Soos kritisierte wie zuvor sein Landsmann Gyarmati die Eingriffe der Funktionäre. Diese Kritik wurde wiederum politisch interpretiert, was die Arbeit für Soos immer mehr erschwerte.[6] In der Qualifikation für das Olympische Turnier in Mexiko 1968 scheiterte die DDR nach Siegen unter Soos gegen Griechenland und Rumänien mit dem neuen Trainer Harald Seeger am späteren Silbermedaillengewinner Bulgarien.

Nationaltrainer Seeger, der 1965 mit den Junioren das Vorläuferturnier der U-19-Fußball-Europameisterschaft gewann[7], integrierte wieder mehr jüngere Spieler in die Mannschaft. In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1970 scheiterte die DDR wieder. Zwar gelangen zwei Siege gegen Wales, doch im Heimspiel gegen Italien verhinderte der schwedische Schiedsrichter Boström einen Sieg der Seeger-Elf, indem er einen Abseitstreffer der Italiener anerkannte und einen Elfmeter für die DDR verweigerte. Erst in der 83. Minute gelang den Südländern der Ausgleichstreffer zum 2:2[8]. Das entscheidende Rückspiel vor 90.000 Zuschauern in Neapel ging dann klar mit 0:3 verloren, wobei alle Tore schon bis zur 37. Minute gefallen waren.

1970 bis 1976: Einzige WM-Teilnahme und Olympiasieg

Nach einer zweijährigen Tätigkeit von Harald Seeger übernahm 1970 Georg Buschner das Amt des Auswahltrainers. Mit Buschner kam wieder der Sicherheitsfußball auf. So kassierte die DDR 1970 in vier Länderspielen in Folge kein einziges Gegentor. Die Spielweise war nicht mehr so attraktiv wie unter Soos. Trotzdem erreichte die DDR unter der Leitung von Buschner die größten Erfolge. Dies war unter anderem auch auf die Einrichtung der DDR-Fußball-Leistungszentren 1965/66 zurückzuführen, denn die Spieler aus dieser Ära stammten zum Großteil aus diesen Kaderschmieden. Auch Buschner musste während seiner Amtszeit gegen viele Widerstände ankämpfen. Vielen Funktionären war der Fußball nicht berechenbar genug und so wurde der Fußball nur durch seine Beliebtheit bei den Fans vor der vollständigen Auflösung bewahrt, von der andere Mannschaftssportarten wie das Eishockey nicht verschont blieben. Buschner erklärte später: "Ohne die Kraft der Straße hätten die Strolche mit dem Fußball das Gleiche wie mit dem Eishockey gemacht"[9]. Ein Spieler von einer Betriebssportgemeinschaft, die in der Fußballordnung damals klar unter einem Fußballclub stand, war von vielen Funktionären auch nicht gerne in der Nationalmannschaft gesehen. Trotzdem setzte Buschner weiterhin Jürgen Croy von der BSG Sachsenring Zwickau in der Nationalmannschaft ein. "Ich habe mir nie reinreden lassen. Es hat sich überhaupt gar keiner getraut"[9] erklärte Buschner nach seiner Zeit als Nationaltrainer.

In der Qualifikation für die Europameisterschaft 1972 scheiterte die DDR als Gruppendritter hinter Jugoslawien und den Niederlanden und ließ lediglich Luxemburg hinter sich. In der Qualifikation für die Olympischen Spiele 1972 setzte sich das Nationalteam gegen Italien und Jugoslawien durch. Auch in der Vorrunde kam die Mannschaft hinter Polen als Gruppenzweiter vor Kolumbien und Ghana weiter. In der Zwischenrunde kam es dann nach einer Niederlage gegen Ungarn und einem Sieg gegen Mexiko zum entscheidenden Gruppenspiel um den Einzug ins Spiel um Platz 3 gegen die Amateurnationalmannschaft des Gastgebers aus der Bundesrepublik Deutschland (u.a mit Paul Breitner und Uli Hoeneß). Dieses Spiel, in dem das Team des Deutschen Fußballbundes bei einem Sieg die DDR noch überholt hätte, war nach dem Duell in der Olympiaqualifikation 1964 die zweite Partie zwischen zwei deutschen Nationalmannschaften, auch wenn die Nationalmannschaft der DDR wieder nur gegen eine westdeutsche Amateurmannschaft antrat. Die DDR siegte 3:2. Im Spiel um den dritten Platz gegen die Sowjetunion kam es trotz Verlängerung zu keiner Entscheidung. Deshalb wurde nach dem Spiel beiden Mannschaften die Bronzemedaille verliehen.

Danach gab der Auswahltrainer Buschner als erster DDR-Nationaltrainer öffentlich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft als höchstes Ziel aus. Damit widersprach Buschner wieder einmal den Vorstellungen vieler Funktionäre, denen Erfolge gegen Amateurnationalmannschaften aus dem Westen wichtiger waren als Erfahrungen aus Duellen gegen die besten Nationalmannschaften der Welt, die laut Buschner das Einzige waren, was die Mannschaft wirklich weiterbringen konnte[10]. Dass der Deutsche Turn- und Sportbund damals beschloss, sich nur noch auf medaillenträchtige Sportarten, zu denen der Fußball nicht gehörte, zu konzentrieren, hatte dennoch auch positive Auswirkungen auf die Nationalmannschaft, da das Nationalteam durch die gesunkene Beachtung nun mehr Freiräume hatte.

In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1974 setzte sich die DDR als Gruppenerster in einer Gruppe mit Rumänien, Finnland und Albanien erstmals durch. Die Gruppenauslosung sorgte anschließend für eine politische Brisanz, die die Teilnahme der DDR lange ungewiss erscheinen ließ. Zum ersten Mal musste das Nationalteam der DDR gegen die Nationalmannschaft der BRD antreten. Nur beim Gruppengegner aus Australien hatten die DDR-Funktionäre keine politischen Bedenken. Denn auch mit dem Duell gegen Chile wurde die Situation noch verschärft. Die Mannschaft Chiles musste gegen die Sowjetunion zwei Entscheidungsspiele um die WM-Teilnahme bestreiten. Im ersten Spiel zu Hause in Moskau gab es für die Sowjetunion nur ein 0:0. Die Mannschaft trat dann zum Rückspiel in Santiago nicht an, weil das Spiel im Nationalstadion ausgetragen werden sollte, in dem nach dem Militärputsch in Chile 1973 Junta-Gegner gefoltert wurden. Die sowjetische Mannschaft wurde daraufhin von der FIFA disqualifiziert. Der Hauptgrund für eine Absage des Spiels war aber die Angst der Verantwortlichen vor einer Blamage der Mannschaft, die in den Spielen zuvor zahlreiche Niederlagen (gegen Bulgarien, England, Brasilien, Bundesrepublik Deutschland und auch der DDR) einstecken musste. Dass das Spiel gegen Chile auch noch in Berlin(West)hinter dem Eisernen Vorhang stattfinden sollte, setzte der prekären Situation die Krone auf. Nur der Euphorie aufgrund der erstmals geglückten Qualifikation ist es zu verdanken, dass die DDR nicht zurückzog.

Während der Vorrunde des Turniers traf das Nationalteam zuerst auf Australien und gewann mit 2:0. Vier Tage später erreichte die DDR nur ein 1:1 in Berliner Olympiastadion gegen Chile. Da sich aber am letzten Vorrunden-Spieltag Chile und Australien am Nachmittag vor dem deutsch-deutschen Vergleich in Berlin ebenfalls unentschieden trennten (0:0), waren sowohl die Bundesrepublik als auch die DDR schon für die 2. Runde qualifiziert. Somit war das Duell der beiden deutschen Mannschaften sportlich bedeutungslos geworden. Der DDR-Mannschaft gelang durch das Tor von Jürgen Sparwasser ein 1:0-Sieg gegen den späteren Weltmeister Bundesrepublik Deutschland im vor 62.000 Zuschauern ausverkauften Hamburger Volksparkstadion. Nach der Ansicht der meisten Bundesbürger hat die Bundesrepublik Deutschland von dieser Niederlage sogar profitiert, da die DFB-Auswahl so einem Duell mit den Niederlanden vorerst entging und auch gegen den amtierenden Weltmeister Brasilien und die Argentinier nicht antreten musste, während in der DDR die Partie gegen den deutschen Bruder als legendäres Spiel in die Geschichte einging. Es blieb das einzige Aufeinandertreffen der beiden deutschen Nationalmannschaften.

In der zweiten Runde holte die DDR nach einer 0:1-Niederlage gegen Brasilien und einer 0:2-Schlappe gegen die Niederlande immerhin noch ein 1:1 gegen Argentinien und beendete das Turnier als Gruppendritter der Gruppe A.

Sieg gegen die Bundesrepublik bei der WM 1974 am 22. Juni 1974
Flagge von GermanyGermany Bundesrepublik Deutschland - Flagge von East GermanyEast Germany DDR 0:1
Jürgen Croy (Zwickau)
Gerd Kische (Rostock), Konrad Weise (Jena), Bernd Bransch (Halle), Siegmar Wätzlich (Dresden)
Lothar Kurbjuweit (Jena), Reinhard Lauck (BFC Dynamo), Hans-Jürgen Kreische (Dresden), Harald Irmscher (Jena) - ab 65. Erich Hamann (Frankfurt (Oder))
Jürgen Sparwasser (Magdeburg), Martin Hoffmann (Magdeburg)
0:1 Sparwasser (77.)

Schiedsrichter Barreto Ruiz (Uruguay), 62.000 Zuschauer in Hamburg

Nachdem die DDR in der Qualifikation zur Europameisterschaft 1976 in eine Gruppe mit Island, Belgien und Frankreich gelost wurde, rechnete sich das Nationalteam reelle Chancen auf eine Qualifikation aus. Die Mannschaft musste jedoch als enttäuschender Gruppenzweiter den Belgiern den Vortritt überlassen. Der DDR hatte die Qualifikation vor allem in den Spielen gegen Island (1:1 in Magdeburg, 1:2 in Reykjavík) leichtfertig verspielt.

„Es gab ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Technikern und Kämpfern, das Spielverständnis war ausgezeichnet. Wir konnten am Ende mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Olympiasieg nicht etwa ein Zufallserfolg gewesen war“
DDR-Verteidiger Konrad Weise nach dem Olympiasieg 1976.[11].

Als größter Erfolg der DDR-Fußballnationalmannschaft ist wohl der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal zu werten. In der Qualifikation für die Olympischen Spiele setzte sich die DDR nach einem Sieg in der ersten Runde gegen Griechenland auch in der entscheidenden zweiten Runde als Gruppensieger gegen die Tschechoslowakei und Österreich durch. In der Vorrunde des Turniers setzte sich das Nationalteam dann als Gruppenzweiter punktgleich mit Brasilien vor Spanien durch. Nachdem die Mannschaft im Viertelfinale Frankreich besiegt hatte, erreichte die DDR im Halbfinale gegen die Sowjetunion zum ersten Mal das Endspiel des Olympischen Fußballturniers. Das Finale gewann die DDR gegen den hochfavorisierten Titelverteidiger Polen mit 3:1. Viele sahen die Nationalmannschaft damals auf ihrem Höhepunkt. Es war der letzte Auftritt der Nationalmannschaft bei Olympischen Spielen. Ab 1980 trat eine echte Olympiaauswahl mit anderem Trainerstab und anderem Kader an.

Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal am 31. Juli 1976
Flagge von East GermanyEast Germany DDR - Flagge von PolandPoland Polen 3:1
Jürgen Croy (Zwickau)
Gerd Kische (Rostock), Hans-Jürgen Dörner (Dresden), Konrad Weise (Jena), Lothar Kurbjuweit (Jena)
Reinhard Häfner (Dresden), Reinhard Lauck (BFC Dynamo), Hartmut Schade (Dresden)
Wolfram Löwe (Leipzig) - ab 67. Wilfried Gröbner (Leipzig), Hans-Jürgen Riediger (BFC Dynamo) - ab 85. Bernd Bransch (Halle), Martin Hoffmann (Magdeburg)
1:0 Schade (7.), 2:0 Hoffmann (14.), 2:1 Lato (60.), 3:1 Häfner (84.)

Schiedsrichter Barreto Ruiz (Uruguay), 71.617 Zuschauer in Montreal

1976 bis 1990: Politische Einflüsse und Wiedervereinigung

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1978 scheiterte die DDR hinter Österreich als Gruppenzweiter vor der Türkei und Malta. Die wirtschaftliche und politische Situation in der DDR war nun für immer mehr Nationalspieler unbefriedigend. Aus diesem Grund unternahmen immer mehr Spieler Fluchtversuche die zum Teil erfolgreich waren, wie 1976 bei Norbert Nachtweih und Jürgen Pahl beim Nachwuchs-Länderspiel in der Türkei, aber auch oft fehlschlugen. So ging mit der Zeit auch die Angst im Nationalteam um. 1983 verstarb der ehemalige Nationalspieler Lutz Eigendorf über drei Jahre nach seiner Flucht in die Bundesrepublik durch einen Autounfall. Nach diesem Vorfall entstanden Gerüchte, das Ministerium für Staatssicherheit wäre in den Unfall Eigendorfs verwickelt[12]. Diese Gerüchte bestätigten sich später durch die Öffnung der Stasi-Archive. Ebenso wurde auf den zuvor als späterer Nachfolger von Georg Buschner als Nationaltrainer gehandelten Jörg Berger, der ebenfalls in den Westen flüchtete, ein Anschlag verübt. Immer mehr versuchten Funktionäre zu vermeiden, dass die Spieler die Reisen der Auswahlmannschaften für Fluchtversuche nutzen. 1981 wurden die Nationalspieler Gerd Weber, Peter Kotte und Matthias Müller kurz vor dem Abflug mit dem Nationalteam nach Argentinien aufgrund des Verdachts auf Republikenflucht verhaftet und gesperrt.

„In der Öffentlichkeit mussten wir stets die Rolle als Repräsentanten der DDR betonen. Dabei wussten wir ganz genau, dass dadurch unser Ansehen beim Publikum sank. Wir waren eine ungeliebte Nationalmannschaft“
Ex-DDR-Nationaltrainer Georg Buschner im Rückblick.[13]..

Doch die Politik wirkte sich auch auf andere Art und Weise negativ auf die Nationalmannschaft aus. Immer mehr wurde die Mannschaft dazu gezwungen, den Ruhm der DDR zu mehren. So wurde jedes Angebot für ein Länderspiel angenommen, auch wenn sich die Termine mit Klubspielen überschnitten. Der DFV lebte nun einmal von Bilanzen und Ergebnissen[12] erklärten die Sportjournalisten Uwe Karte und Jörg Röhrig später. Die Beliebtheit des Nationalteams bei den Fans sank ebenfalls zunehmend. Die Mannschaft wurde nun sogar als gefügiger Repräsentant des immer mehr verhassten DDR-Regimes bezeichnet.

In der Qualifikation zur Europameisterschaft 1980 scheiterte die DDR schließlich auch wieder sportlich, als das Nationalteam hinter den Niederlanden und Polen nur Gruppendritter vor der Schweiz und Island wurde. Der Staat konzentrierte sich nun immer mehr auf das Geschehen auf Vereinsebene. So war die Dominanz des Serienmeisters BFC Dynamo, der von der Stasi protegiert wurde, auch nicht förderlich für die Nationalmannschaft. Die Amtszeit des von Herzproblemen geplagten Nationaltrainers Buschner endete im Oktober 1981 schließlich nach elf Jahren. Nach einer Heimniederlage in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1982 gegen den späteren Gruppensieger Polen und der damit verbundenen Nichtqualifizierung für die WM 1982 wurde Buschner aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende 1981 beurlaubt[13].

Dies besserte sich vorerst, als 1983 Karl Zimmermann das Amt des DFV-Generalsekretärs übernahm. Zimmermann gelang es, den Einfluss des Staates auf den Fußball zu mindern. Neuer Nationaltrainer wurde Rudolf Krause, der zuvor die neue Olympiaauswahl trainiert hatte. Auch er verhinderte das Scheitern in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft als Gruppenzweiter vor Malta nicht. Nach nur einem Jahr wurde Krause durch Bernd Stange ersetzt.

Die Zuschauerzahlen sanken immer weiter. So spielte die DDR im November 1981 gegen Malta vor nur 2.000 Zuschauern. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 1984 ließ die DDR hinter Belgien und der Schweiz nur Schottland hinter sich. Der belgische Spieler Jan Ceulemans beschrieb damals die Spielweise der DDR: Die DDR-Mannschaft wirkt in ihrer Spielauffassung geradezu altmodisch[14]. In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1986 scheiterte die DDR wieder knapp, als die Mannschaft hinter Frankreich und Bulgarien als Gruppendritter den zur Qualifikation nötigen zweiten Platz nicht erreichte und nur Jugoslawien und Luxemburg hinter sich ließ. In der Qualifikation für die Europameisterschaft 1988 wurde die DDR zwar Gruppenzweiter und stand am Ende vor Frankreich, Island und Norwegen. Den Gruppensieg holte sich jedoch die UdSSR.

Mit Wolfgang Spitzner, dem Nachfolger des 1987 verstorbenen DFV-Generalsekretärs Zimmermann, machte sich Nationaltrainer Stange einen Feind, nachdem er sich weigerte, auf Spieler des BFC Dynamo zu verzichten, damit diese sich für den Verein schonen können[15]. Nachdem Stange vor einer Niederlage im Länderspiel gegen die Türkei im November 1988 behauptet hatte, die DDR würde in jedem Fall das Spiel gewinnen, wurde er von den Funktionären ausgekontert und entlassen. Stanges Nachfolger war Manfred Zapf, der bei den meisten Spielern unbeliebt war. Den Spielern verging die Lust für die Nationalelf aufzutreten. So kam es auch immer öfters vor, dass sich viele Spieler krank meldeten. Der damalige Nationalspieler Matthias Döschner erklärte zum Beispiel: Er sprach uns mit Genosse an. Für uns war er ein Anti-Trainer, der selbst kaum in einen Trainingsanzug passte[16].

Letzter Trainer der Mannschaft war von 1989 bis 1990 Eduard Geyer. Doch die laufende Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1990 wurde immer mehr zur Nebensache, als die Wiedervereinigung immer konkreter wurde. Trotzdem spielte die DDR die Qualifikationsrunde zu Ende und landete am Ende hinter der UdSSR, Österreich und der Türkei nur auf dem vierten Platz und ließ lediglich Island hinter sich. Das letzte Pflichtspiel, verlor die Mannschaft in Wien gegen Österreich mit 0:3. Zu diesem Spiel konnten aufgrund der Öffnung der Grenze am 9. November 1989 viele DDR-Bürger fahren, denn die Mannschaft hätte bei einem Sieg die Qualifikation für die WM in Italien schaffen können (unter der Voraussetzung, dass die Türkei ihr Qualifikationsspiel gegen die UdSSR nicht gewinnt). Danach fanden noch sieben Länderspiele statt. Mit der Zeit spielten dabei bereits immer mehr Nationalspieler im Westen.

Letztes WM-Qualifikations-Spiel am 15. November 1989
Flagge von AustriaAustria Österreich - Flagge von East GermanyEast Germany DDR 3:0
Dirk Heyne (Magdeburg)
Dirk Stahmann (Magdeburg)
Ronald Kreer (Lok Leipz.), Detlef Schößler (Magdeb.), Matthias Lindner (Lok Leipz.) , Matthias Döschner (Dresden) - ab 43. Thomas Doll (BFC)
Jörg Stübner (Dresden), Matthias Sammer (Dresden) - ab 78. Uwe Weidemann (Erfurt), Rico Steinmann (K.-M.-Stadt)
Ulf Kirsten (Dresden), Andreas Thom (BFC)
Rote Karte: Kreer (75.)
Schiedsrichter Werner (Poland) 55.000 Zuschauer in Wien

Tore: 1:0 Polster (2.), 2:0 Polster (23., Foulstrafstoß), 3:0 Polster (61.).

Unter Eduard Geyers Leitung spielte das DDR-Team am 12. September 1990 in Brüssel in einem Freundschaftsspiel gegen Belgien 2:0. Beide Tore erzielte der Kapitän Matthias Sammer. Diese Partie wäre ursprünglich ein EM-Qualifikationsspiel gewesen (In derselben Gruppe wäre die DDR übrigens am 21. November 1990 auf das bundesdeutsche Team gestoßen), da sich aber der deutsche Vereinigungsprozess schneller als erwartet vollzog, meldete der DFV seine Mannschaft aus der Qualifikation ab. Dieses erste, bereits terminierte Gruppenspiel wurde jedoch, wenn auch als Freundschaftsspiel, noch ausgetragen, um Schadensersatzforderungen des belgischen Fußballverbandes abzuwenden. Es war das letzte Länderspiel der DDR-Auswahl. Am Ende blieben sowohl positive, als auch negative Erinnerungen, die durch tragische Vorkommnisse wie zum Beispiel der Unfall von Lutz Eigendorf an der Nationalmannschaft haften.

Rekordhalter

Bei den in Klammern angegebenen Zahlen sind die Daten aus von der FIFA nicht gewerteten A-Länderspielen bei Olympischen Spielen mit einberechnet. Siehe auch: Liste der Fußballspieler mit mindestens 100 Länderspielen

Rekordspieler
Spiele Spieler Zeitraum Tore
98 (102) Joachim Streich 1969–1984 53 (55)
96 (100) Hans-Jürgen Dörner 1969–1985 8 (9)
86 (94) Jürgen Croy 1967–1981 0
78 (86) Konrad Weise 1970–1981 1 (2)
69 (74) Eberhard Vogel 1962–1976 24 (25)
64 (72) Bernd Bransch 1967–1976 3
63 (68) Peter Ducke 1960–1975 15
62 (66) Martin Hoffmann 1973–1981 15 (16)
65 Ronald Kreer 1982–1989 2
59 (66) Lothar Kurbjuweit 1970–1981 3 (4)
59 (63) Gerd Kische 1971–1980 0
59 Matthias Liebers 1980–1988 3
Rekordtorschützen
Tore Spieler Zeitraum Spiele
53 (55) Joachim Streich 1969–1984 98 (102)
24 (25) Eberhard Vogel 1962–1976 69 (74)
22 (25) Hans-Jürgen Kreische 1968–1975 46 (50)
20 Rainer Ernst 1981−1990 56
19 Henning Frenzel 1961−1974 54 (56)
16 Jürgen Nöldner 1960−1969 29 (30)
Andreas Thom 1984–1990 51
15 (16) Martin Hoffmann 1973–1981 62 (66)
15 Peter Ducke 1960−1975 63 (68)
14 (15) Jürgen Sparwasser 1969–1977 48 (53)
14 Ulf Kirsten 1985−1990 49
13 Günter Schröter 1952−1962 39


Alle Trainer

(Die Daten beziehen sich auf das erste bzw. letzte Länderspiel)

Name von bis Anzahl Spiele
Willi Oelgardt 21. September 1952 14. Juni 1953 3 Spiele
Hans Siegert 8. Mai 1954 24. Oktober 1954 3 Spiele
János Gyarmati 18. September 1955 27. Oktober 1957 10 Spiele
Fritz Gödicke 1. Mai 1958 28. Juni 1959 10 Spiele
Heinz Krügel 12. August 1959 16. April1961 11 Spiele
Károly Soos 14. Mai 1961 18. November 1967 43 Spiele
Harald Seeger 6. Dezember 1967 19. Dezember 1969 15 Spiele
Georg Buschner 16. Mai 1970 10. Oktober 1981 112 (bzw. 104) Spiele
Dr. Rudolf Krause 26. Januar 1982 18. Mai 1983 19 Spiele
Bernd Stange 26. Juli 1983 13. April 1988 60 Spiele
Manfred Zapf 31. August 1988 20. Mai 1989 10 Spiele
Eduard Geyer 6. September 1989 12. September 1990 13 Spiele

Länderspielbilanz

Die Nationalmannschaft der DDR bestritt zwischen 1952 und 1990 insgesamt 283 Länderspiele und hat dabei gegen 52 verschiedene Mannschaften gespielt. Sie gewann 133 Spiele, erreichte 66 mal ein Unentschieden und ging 84 mal als Verlierer vom Platz. Zudem bestritt die Mannschaft 10 Länderspiele bei Olympischen Spielen (5 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen), die seit 1999 von der FIFA nicht mehr als A-Länderspiele gewertet werden.

Die Bilanz gegen Nationalmannschaften, auf welche die DDR-Auswahl mindestens fünfmal traf, liest sich wie folgt:

Land Spiele S U N Tore
Polen 19 06 4 9 27:26
Bulgarien 18 04 8 6 22:22
Rumänien 18 10 3 5 31:23
Tschechoslowakei 17 08 5 4 23:22
Sowjetunion 17 04 6 7 18:25
Ungarn 16 04 4 8 17:25
Island 11 09 1 1 26:05
Niederlande 09 02 1 6 10:17
Belgien 08 03 2 3 07:08
Griechenland 08 06 0 2 12:07
Finnland 07 04 1 2 21:08
Frankreich 07 03 2 2 07:08
Norwegen 07 05 1 1 15:08
Jugoslawien 06 01 2 3 08:11
Dänemark 06 02 2 2 10:10
Schottland 06 03 1 2 04:06
Österreich 06 01 4 1 05:07
Uruguay 06 03 2 1 07:04
Ägypten 05 05 0 0 22:01
Schweiz 05 04 1 0 13:03
Irak 05 01 3 1 08:04
Luxemburg 05 05 0 0 18:02
Türkei 05 01 1 3 05:10
Malta 05 05 0 0 21:02
Schweden 05 03 1 1 08:04
positive Bilanz
ausgeglichene Bilanz
negative Bilanz

Spielstätten

Die DDR besaß kein Nationalstadion, jedoch wurden mehr als ein Drittel aller Heimspiele im Leipziger Zentralstadion, dem größten Stadion des Landes ausgetragen. Daneben wurden Heimspiele häufig in Ost-Berlin, Dresden, Magdeburg sowie Rostock ausgetragen.

Bei Spielen, die ein weniger großes Zuschauerinteresse erwarten ließen, kamen auch Stadien in kleineren Städten zum Zuge.

Die 129 Heimspiele der Nationalmannschaft fanden in den folgenden Städten statt:

Stadt Spiele Zeitraum
Leipzig 45 1957–1989
Ost-Berlin 22 1954–1990
Dresden 10 1953–1989
Karl-Marx-Stadt 9 1956–1990
Magdeburg 8 1963–1989
Rostock 8 1954–1980
Erfurt 5 1961–1989
Gera 5 1966–1987
Halle/Saale 5 1975–1988
Stadt Spiele Zeitraum
Babelsberg 2 1977–1985
Cottbus 2 1976–1988
Frankfurt (Oder) 2 1974–1985
Jena 2 1970–1981
Aue 1 1984
Brandenburg 1 1987
Senftenberg 1 1981
Zwickau 1 1984

Literatur

  • Querengässer, Klaus: Fußball in der DDR 1945-1989, Tl.2, Nationalmannschaft, Verlag Agon, 1995 (ISBN 3897840375)
  • Schulze-Marmeling, Dietrich: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, Verlag Die Werkstatt, April 2004 (ISBN 389533443X)

Einzelnachweise

  1. Hardy Grüne: „Auferstanden aus Ruinen“ aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 390
  2. Hardy Grüne: „Auferstanden aus Ruinen“ aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 391
  3. Hardy Grüne: Erste Fortschritte aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 392
  4. Hardy Grüne: Erste Fortschritte aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 393
  5. Hardy Grüne: Schön, aber erfolglos aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 397
  6. Hardy Grüne: Schön, aber erfolglos aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 398
  7. RSSSF.com: UEFA Youth Tournament Under 18, 1965
  8. Hardy Grüne: Schön, aber erfolglos aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 399
  9. 9,0 9,1 Hardy Grüne: Buschner kommt aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 400
  10. Hardy Grüne: Buschner kommt aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 401
  11. Hardy Grüne: Olympia-Gold 1976 aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 405
  12. 12,0 12,1 Hardy Grüne: Olympia-Gold 1976 aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 406
  13. 13,0 13,1 Hardy Grüne: Buschner muss gehen aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 408
  14. Hardy Grüne: Buschner muss gehen aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 409
  15. Hardy Grüne: Buschner muss gehen aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 410
  16. Hardy Grüne: Das Ende aus Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft S. 411

Weblinks

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Category:Fussballnationalmannschaft der DDR|uselang=⧼Lang⧽}} Commons: Fußballnationalmannschaft der DDR] – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien


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