Grazer AK

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GAK
Vereinslogo
Voller Name GAK, Grazer Athletiksport Klub -
Fußball
abgekürzt GAK
Gegründet 18. August 1902
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion UPC-Arena
Plätze 15.400
Präsident Sektionsleiter Mag. Peter Schroll
Trainer Gregor Pötscher
Homepage www.gak.at
Liga Regionalliga Mitte
2007/2008 3. Platz (in der Regionalliga Mitte)
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Heim
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Auswärts


Der Grazer Athletiksport-Klub, kurz GAK, ist ein österreichischer Sportverein aus Graz. Die rechtlich eigenständige Fußballsektion des GAK ist bis dato nicht nur der älteste Fußballklub der Steiermark, sondern hat mit drei österreichischen Meisterschaften bei den Amateuren und 2003/04 bei den Profis sowie insgesamt vier ÖFB-Cupsiegen die meisten nationalen Titel als Vertreter seines Bundeslands gewonnen. Die weiteren GAK-Sektionen sind Tennis, Basketball und Turmspringen, alle ebenfalls rechtlich eigenständige Vereine.

Geschichte

Anfangsjahre und Hintergründe

1893 brachte der Medizinstudent Georg-August Wagner den Fußballsport von Prag nach Graz. Eine Gruppe von Allroundsportlern (Turner, Radfahrer und Bergsteiger) des Techniker Alpenklubs, die in Graz studierten, fand Gefallen am Fußballsport. Im Zuge dieser Entwicklung fand im März 1894 in Graz das erste Fußballspiel nach Fußballregeln|Associations-Regeln auf dem Gebiet des heutigen Österreich auf dem noch heute existierenden Platz der Landesturnhalle im Grazer Stadtpark statt. Obwohl die Bevölkerung wenig bis gar kein Verständnis für diese neue Sportart zeigte, fand der Fußball nach und nach auch bei Mittelschülern Anklang und es bildeten sich so genannte "Gassenmannschaften". Um den Lehrern nicht Anlass zu Ärgernis zu geben, wurden von den Mittelschülern sogar Decknamen für die Zeitungsberichte verwendet.

Als im Jahr 1902 eine Gruppe Mittelschüler um Carl Markel dem Akademischen Sportverein (ASV) als Fußballer beitreten wollte, kam es zu Unstimmigkeiten von Seiten der Akademiker. Es folgte ein Vergleichsspiel, das die Schüler mit 4:1 gewannen; als Folge dessen durften sie dem ASV nicht beitreten - die Initialzündung für den GAK.

Am 18. August 1902 - zum Geburtstag Kaiser Franz Josephs I., des höchsten Feiertages dieser Zeit - wurde der Grazer Athletik-Sport-Club (das "K" wurde damals noch als "C" geschrieben) offiziell gegründet. Im damaligen "Stieglbräu" in der Grazbachgasse fand die Gründungsversammlung statt. Bei der Namensgebung für den Grazer Klub diente der Wiener Athletik-Sportklub, der als Allroundverein damals in Österreich führend war, als Vorbild. Als Vereinsplatz wurde ein Areal zwischen Körösistraße und Mur im Bezirk Geidorf ausersehen, das für die folgenden 103 Jahre Heimstätte sein sollte. Der GAK-Platz (später Casino-Stadion Graz) war gefunden. Gespielt wurde anfänglich gegen die Kontrahenten vom ASV, das erste internationale Vergleichsspiel fand, bereits auf eigener Heimstätte, gegen den FC Ödenburg statt (4:1-Erfolg des GAK). 1905 bekam man mit den London Pilgrims erstmals Besuch vom Fußball-Mutterland. 1911 zählte der GAK zu den Gründungsmitgliedern des Deutsch-Alpenländischen Fußballverbands und stellte mit Dr. Krodemansch auch gleich den ersten Präsidenten.

1922, 1924 sowie zwischen 1926 und 1933 wurde man jeweils Steirischer Meister. 1929, 1932 und 1933 holte man mit dem Österreichischen Amateurstaatsmeister die ersten nationalen Titel. Überregionale Aufmerksamkeit erfuhr man durch den jungen Torhüter Rudi Hiden. Dieser wechselte 1927 vom GAK zum ehemaligen Namensgeber und damaligen Spitzenklub Wiener AC. Er wurde der erste ÖFB-Nationalspieler aus der Steiermark und kurz darauf zum Tormann des Wunderteams. 1944 musste man wegen der Kriegswirren den Spielbetrieb einstellen.

Weitere Sportarten

Die Fußballer betätigten sich aber auch in zahlreichen anderen Sportarten: Tennis, Radsport, Leichtathletik, Schwimmsport, weitere Ballspielarten wie Feldhandball und Basketball sowie Wintersportarten wie Rodeln, Eistanz und Eishockey wurden als "Nebensportarten" betrieben und es entwickelten sich eigenständige und höchst erfolgreiche Sektionen. So waren zwei Feldhandballer des GAK im Österreichischen Olympia-Team, als man 1936 in Berlin die Silbermedaille gewann. Zahlreiche Meistertitel und lang bestehende Rekorde z. B. der Leichtathleten, Radfahrer und Rodler zeugen ebenso von der Diversifikation im Klub wie die Staatsmeistertitel der Tennissektion (mit Gilbert Schaller und Thomas Muster haben zwei der bekanntesten Einzelspieler Österreichs für den GAK das Rackett geschwungen) oder der Nationalligatitel der Eishockeysektion. Zwar sind mittlerweile etliche Sektionen nicht mehr existent, jedoch haben sich Tennis, Basketball und Turmspringen als eigenständige Sektionen behauptet und sind mittlerweile als komplett eigenständige Vereine tätig.

Neubeginn, Staatsliga, Europa-Cup und Zwangsabstieg

1946 nahm man den Spielbetrieb wieder auf und konnte sich schnell bis 1951 in die höchste Österreichische Spielklasse, der damaligen Liga A hocharbeiten. In der ersten Saison wurde der GAK als Sechster gleich bestes Bundesländerteam hinter den Teams aus Wien. 1952 stellte der Verein mit Stefan Kölly und Paul Halla bereits auch die ersten Aktiven für die Österreichische Fußballnationalmannschaft. In der Folge etablierte sich der Klub in der höchsten Spielklasse. 1962 wurde erstmals das Cupfinale erreicht, in dem man aber der Wiener Austria unterlag. Der Lohn war jedoch erstmals für den Europa-Cup spielberechtigt zu sein. Im Europacup der Cupsieger (Austria Wien wurde auch Meister und trat daher im Meistercup an) wurde man allerdings in der ersten Runde vom dänischen Vertreter B 1909 Odense aus dem Bewerb geworfen.

1963 landete man einen Sensationstransfer, als man das Idol des ägyptischen Fußballs, Saleh Selim, für die Frühjahrssaison verpflichten konnte. Im selben Jahr nahm mit Wilhelm Huberts ein ehemaliger Athletiker als erster Österreicher an der Deutschen Bundesliga teil. Bei der erstmaligen Teilnahme am Messestädte-Cup schied man 1965 gegen den NK Zagreb aus. 1968 folgte der zweite Einzug ins Cup-Finale in dem es eine Niederlage gegen Rapid gab. Wie bereits 1962 war der GAK dennoch an der Teilnahme im Pokalsiegerbewerb berechtigt, wo er am niederländischen Titelträger ADO Den Haag mit Trainer Ernst Happel scheiterte. 1973 wurde mit Rang 3 in der mittlerweile Nationalliga genannten höchsten Spieklasse die bis dato beste Platzierung der Klubgeschichte und gleichzeitig erstmals der UEFA-Cup erreicht, es kam zu einem knappen Erstrunden-Aus gegen Panachaiki Patras. 1974 dann der bittere Zwangsabstieg in die Zweitklassigkeit, nachdem der ÖFB die Bundesliga mit 10 Teilnehmern beschließt, neben den beiden "großen" Wiener Vereinen nur einen Verein aus jedem Bundesland zulassen will und sich mit der Teilnahme von LASK UND VÖEST Linz selbst ad absurdum führt. Der GAK steigt als Zweitligameister jedoch umgehend wieder auf.

Bundesliga, Cup-Sieg und erneuter Abstieg

1975 hieß es also neuen Anlauf nehmen im Oberhaus und nach einigen durchwachsenen Jahren war man Ende 1979 ganz vorne dabei, der Vizemeistertitel wurde 1980 nur knapp verpasst. 1981 dann der erste große Erfolg im Profifußball. Nachdem man SV Chemie Linz, FK Austria Wien, SK Rapid Wien sowie FC Wacker Innsbruck im Pokalbewerb geschlagen hatte, gewann der GAK das Cupfinale gegen Austria Salzburg und war somit der erste steirische Verein, der sich einen nationalen Titel im Profifußball auf die Fahnen heften konnte. Im Europacup der Cupsieger nahm man somit erstmals als „echter“ Titelträger teil, aber gegen den Titelverteidiger Dinamo Tiflis (das Auswärtsspiel wurde vor 70.000 Zuschauern ausgetragen) war man chancenlos. 1982 konnte man wieder einen dritten Platz erreichen, abermals Erstrunden-Aus gegen den Rumänischen Vertreter aus Hunedoara. 1990 dann der abermalige Abstieg aus dem Oberhaus, diesmal verblieb man für fünf Saisonen in der Zweitklassigkeit.

Aufstieg und die großen Erfolge

1995 nahm man als Meister der 2. Bundesliga wieder an der 1. Bundesliga teil, als Aufsteiger sicherte sich man mit Rang 4 gleich einen UEFA-Cup-Platz. Diesmal nahm man erstmals auch die Hürde "Erste Runde" (2. Qualifikationsrunde), warf in der ersten Hauptrunde ebenfalls den Gegner aus dem Bewerb, um sich plötzlich mit einem Großen (und dem späteren Bewerbsfinalisten) des europäischen Klubfußballs, Inter Mailand, konfrontiert zu sehen. Man schied zwar denkbar knapp aus, hatte jedoch für Furore gesorgt und sich mit diesem Ereignis endgültig wieder zurückgemeldet. Zudem konnte der junge Torhüter Alexander Manninger in den Duellen gegen die Italiener dermaßen überzeugen, dass ihm gelang, woran mit Rudi Hiden in den frühen 1930er-Jahren einer seiner Vorgänger gescheitert war: Transfer zum FC Arsenal und erster Österreicher in der obersten englischen Spielklasse. 1997 war der GAK für den Weltmeister von 1990 und bisherigen Co-Trainer des FC Bayern München, Klaus Augenthaler, die erste Station als Chefcoach. Unter Augenthaler konnte man 1998 und 1999 jeweils den dritten Platz erreichen. Die Auftritte im Europa-Cup wurden zur Regelmäßigkeit. Im Jahr 2000 dann der erlösende zweite Titel: Abermals Cupsieger (wieder gegen die damalige Austria Salzburg), erstmals konnte man auch den Supercup (gegen den regierenden Meister FC Tirol) nach Graz holen.

2002 wurde man erneut Cup- und Supercupsieger, im Herbst wurde Walter Schachner als Trainer verpflichtet. Der Obersteirer führte die Mannschaft vom letzten Platz weg in die obere Tabellenregion und schlussendlich noch zum erstmaligen Vizemeistertitel. In der dritten Champions-League-Qualifikationsrunde für den Einzug in die Gruppenphase 2003 scheiterten die Rotjacken nur knapp an Ajax Amsterdam. In der Saison 2003/04 sollte dann unter Schachners Regie für unmöglich Gehaltenes endlich Realität werden: Der GAK wurde 2004 erstmals österreichischer Fußballmeister. Zudem wurde man zum vierten Mal Österreichischer Cupsieger, holte also auch das Double. GAK's Stürmer, Roland Kollmann, wurde in diesem Jahr mit 27 Toren Torschützenkönig.

Den größten internationalen Achtungserfolg konnte der GAK im Meisterjahr in der Qualifikation zur UEFA Champions League 2004 an der Anfield Road verbuchen. Nach einer 0:2-Heimniederlage in Graz, konnte das Auswärtsspiel gegen den FC Liverpool mit 1:0 durch einen sehenswerten Treffer von Mario Tokić gewonnen werden. Der GAK ist somit die erste und bislang einzige österreichische Mannschaft, die in einem der europäischen Bewerbe ein Auswärtsspiel gegen eine englische Mannschaft gewonnen hat. Außerdem war es die einzige Heimniederlage für den späteren Sieger der UEFA Champions League 2004/05 in diesem Bewerb.

Am 9. Jänner 2006 wurde Erfolgstrainer Walter Schachner vom damaligen Präsidenten Harald Sükar beurlaubt, Schachner wurde wenig später Trainer des TSV 1860 München. Nachfolger wurde der ehemalige Trainer von Austria Wien und SV Austria Salzburg, Lars Söndergaard. In der Saison 2005/06 verpasste man auch erstmals seit 1996/97 einen Platz für die europäischen Bewerbe.

Der Rekordnationalspieler des Vereins für Österreich ist René Aufhauser mit 25 Einsätzen für das ÖFB-Team im Zeitraum 2002 bis 2005. Für eine andere Nationalmannschaft sind die 74 Länderspiele von Ales Ceh für Slowenien die bestehende Rekordmarke.

Wirtschaftliche Krise und sportlicher Neuanfang

Am 2. März 2007 meldete der GAK beim Grazer Handelsgericht Konkurs an, der Verein bezifferte seine Gesamtschulden mit 15,2 Millionen Euro. Durch einen Strafabzug von 28 Punkten aufgrund der Verletzungen von Lizenzregeln und nicht eingehaltener Zahlungsvereinbarung noch während der Frühjahrssaison 2006/07 war der Abstieg in die 2. Leistungsstufe nicht mehr abzuwenden, nach sportlichen Kriterien wäre der FC Tirol abgestiegen. Der Klub konnte wirtschaftlich durch die Annahme eines Zwangsausgleichsantrags mit einer 20-prozentigen Quote vorerst vor der Liquidation gerettet werden.

Nachdem der Lizenzantrag für die Saison 2007/08 in der zweitklassigen Erste Liga in allen Instanzen verweigert wurde, war der GAK gezwungen in der drittklassigen Regionalliga Mitte anzutreten. Diese Saison mußte man aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Saison hauptsächlich mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs bestreiten, man erreichte mit einer stark verjüngten Mannschaft den 3. Platz.

Im Frühjahr 2008 mußte der Klub erneut Konkurs anmelden, das weitere Schicksal des Klubs ist ungewiss.

Titel und Erfolge

Datei:GAK MEISTERFEIER1.JPG
GAK-Meisterfeier 2004 (Graz, Hauptplatz)

Weiteres:

Torschützenkönige:

Stadion

Der Grazer AK spielte von 1902 bis 1975 zum Großteil (einzelne Spiele wurden auch auf den Heimstätten des Grazer SC, der ESV Austria Graz sowie im Bundesstadion Graz-Liebenau ausgetragen) im vereinseigenen, direkt an der Mur gelegenen Stadion an der Körösistraße. Ab 1975 trug der GAK seine Spiele ausschließlich im Liebenauer Stadion aus. 1986 kam es zu einer Rückkehr auf die traditionelle Heimstätte, durch das Sponsoring seitens der Casinos Austria hieß der GAK-Platz fortan nur mehr Casino-Stadion Graz. In der Saison 1996/97 trugen die Grazer Athletiker ihre Heimspiele zum Großteil im Kapfenberger Franz-Fekete-Stadion aus. Seit 1997 spielen die beiden "großen" Grazer Vereine GAK und SK Sturm Graz wieder im Stadion Graz-Liebenau, das seit Februar 2006 UPC-Arena heißt. 2004 wurde das neue GAK-Trainingszentrum in Graz-Andritz eröffnet; das Casino-Stadion wurde 2005 abgerissen und am Areal eine Wohnanlage errichtet. Die Tennissektion ist weiterhin auf dem sporthistorischen Areal an der Körösistraße beheimatet.

Sponsoren

Nach der Gründung des Vereins setzte man auf die Komponenten Idealismus und private Initiative. Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschauer-Einnahmen brachten den Grazer Athletik Klub über die ersten Jahre, Sponsoring war damals noch ein Fremdwort.

Erst Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre gab es Ansätze von echter Unterstützung seitens der Wirtschaft. Die früheren Sponsoren waren dennoch so etwas wie Gönner. Der Grazer Gemüse-Großhändler Evaristo di Lenardo und Anton Herzl, seines Zeichens Gründer der Schuh-Firma Stiefelkönig, griffen erstmals für die Athletiker in die private Tasche.

Der erste große Sponsor-Deal gelang dem GAK 1969, als der Schweizer Uhrenhersteller Marvin mit der Jahressumme von 500.000 Schilling den Verein unterstützte. Der Marvin-Schriftzug war somit der erste Dressensponsor, zeitgemäß sprach man von einer "Patronanzfirma". Einige Sponsoren, die Marvin folgten, findet man heute nicht mehr im Branchenbuch, so etwa das Unternehmen Teppichland, die ATS-Bank (durch deren Kollaps der GAK beinahe mitgerissen wurde), oder der Fernsehhersteller Körting TV, der innerhalb von zwei Jahren dem GAK aus dem finanziellen Engpass heraus half. 1978 sorgte der Fensterhersteller Gaulhofer für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Von 1980 bis 1990 war die Einkaufsgenossenschaft "Ringschuh" Hauptsponsor der Grazer. Anschließend mußte man nach dem Abstieg in die Zweitklassigkeit erstmals seit langen Jahren ohne Dressensponsor auskommen, ehe Tank Roth und anschließend Trummer-Montagen die freien Flächen füllten. Mitte der 90er Jahre wurden die Casinos Austria zum Hauptsponsor, von 1997 bis 2007 war Liebherr Haupt- und Dressensponsor. Die Regionalliga-Saison 2007/08 mußte ohne Haupt- und Dressensponsor bestritten werden.

Aktueller Kader

Torhüter

Verteidigung

Mittelfeld

Angriff

Führungsstruktur

Präsidium

  • Präsident: Derzeit kein Präsident. Führung des Vereins durch ein Gremium.

Betreuerstab

Trainer

Bekannte ehemalige Spieler

Land Name beim GAK von-bis Spiele/Tore Transfer zu
Österreicher Franzose Rudi Hiden (T) 1925-1927 Wiener AC
Österreicher Paul Halla 1950-1953 47/27 SK Rapid Wien
Österreicher Herbert Ninaus 1954-1959 98/54 Sidney Prague
Österreicher Wilhelm "Willi" Huberts I. 1955-1960 & 1971-1974 204/31 Hungaria New York
Österreicher Willi Sgerm 1956-1967 255/120
Österreicher Gernot Fraydl (T) 1957-1961 Austria Wien
Österreicher Walter Koleznik 1959-1978 401/84 Karriereende
Österreicher Gerald Erkinger 1961-1970 164/2 Rudersdorf
Ägypter Saleh Selim [1] Frühjahr 1963 6/3 Al-Ahly Kairo
Kroate Bernard Vukas 1965 Kapfenberger SV
Österreicher Josef Stering 1969-1972 & 1980-1986 296/48 Karriereende
Österreicher Harald Rebernig 1970-1976 148/30 ESK Graz
Österreicher Mario Zuenelli 1973-1986 343/72 SVL Flavia Solva
Österreicher Gerhard Steinkogler 1977-1979 & 1983/84 64/15 SV Werder Bremen
Bosnier Savo Ekmecic (T) 1978-1985 269/0 ESK Graz
Tscheche Jozef Móder 1980-1982 60/9
Österreicher Harald Gamauf 1980-1990 263/11 SV Oberwart
Deutscher Dieter Schatzschneider 1987-1988 27/4 Hannover 96
Österreicher Eduard Glieder 1987-1994 & 1995/96 SV Austria Salzburg
Österreicher Adolf Hütter 1987/88 & 1991-1993 & 2001-2003 Kapfenberger SV
Österreicher Roland Goriupp (T) 1987/88-1992/93 SK Sturm Graz
Slowene Ales Čeh 1992-2003 212/5 NK Maribor
Österreicher Željko Vuković Juli 1995-Juni 1999 138/? FC Kärnten
Österreicher Alexander Manninger (T) 1996-1997 FC Arsenal
Belgien Michaël Goossens 2003-2004 13/0 VV St. Truiden
Österreicher Emanuel Pogatetz 2003-8. März 2005 55/2 Spartak Moskau
Österreicher Rene Aufhauser 2001-2005 Red Bull Salzburg
Kroate Mario Tokic 2001-2005 133/4 Austria Wien
Kroate Mario Bazina 2001-Februar 2006 SK Rapid Wien
Österreicher Franz Almer (T) 1993-2005 Karriereende
Tscheche Libor Sionko Frühjahr 2004 15/2 Austria Wien

Europacup

(Stand Juni 2006)

Nach sporadischen Auftritten im Cup der Cupsieger und Messestädte bzw. UEFA-Cup im Zeitraum 1962 - 1983 konnte sich der GAK von 1996 bis 2005 (1997 war man "nur" für den UI-Cup qualifiziert) durchgehend für die europäischen Hauptbewerbe qualifizieren.

Viermal wurde die 2. Runde des UEFA-Cups erreicht (1996, 1998-2001), man scheiterte, teilweise nur knapp, an attraktiven Gegnern wie Inter Mailand (1996/97), AS Monaco (1998/99), Panathinaikos Athen (1999/2000) und Espanyol Barcelona (2000/01). In der Saison 2001/02 schied die Mannschaft in der 1. Runde des UEFA-Cups gegen den FC Utrecht aus.

Dreimal scheiterte der GAK bis jetzt in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation. Die Gegner waren Lokomotive Moskau (2002/03), Ajax Amsterdam (2003/04) und FC Liverpool (2004/05).

In der Saison 2003/2004 schied man, nach zwei unentschiedenen Spielen (0:0 auswärts, 1:1 zuhause), gegen den norwegischen Verein Vålerenga Oslo in der 1. Runde des UEFA-Cups aus.

Ein international bedeutender Achtungserfolg gelang in der Saison 2004/2005. Nach einem aufsehenerregenden 1:0 Auswärtssieg gegen den FC Liverpool schied man nur knapp in der 3. Qualifikationsrunde der Champions League aus, da das Heimspiel 0:2 verloren wurde. Im UEFA-Cup stieg die Mannschaft nach einem klaren Sieg gegen Litex Lovech aus Bulgarien in die erstmals ausgetragene Gruppenphase des UEFA-Cups auf. In der Gruppe F warteten zwei Auswärtsspiele gegen AJ Auxerre (0:0) und gegen die Glasgow Rangers (0:3) und zwei Heimspiele gegen Amica Wronki (3:1) und gegen AZ Alkmaar (2:0). Hinter AZ Alkmaar und AJ Auxerre belegte man den 3. Rang in der Gruppe und stieg ins Sechzehntel-Finale auf, wo zwei attraktive Spiele gegen den FC Middlesbrough warteten. Das Hinspiel wurde in Graz ausgetragen und nach guter Leistung und einigen strittigen Situationen trennte man sich 2:2 Unentschieden. Im Rückspiel verlor die Grazer Mannschaft nach einer frühen 1:0 Führung mit 1:2 und schied somit aus dem Bewerb aus, in dem man als krasser Außenseiter, besonders in Großbritannien, für Aufsehen gesorgt hatte.

Die bislang letzte Europacupteilnahme war in der Saison 2005/2006, als man mit einem Gesamtstand von 0:7 Toren gegen Racing Straßburg aus der 1. UEFA-Cuprunde schied.

Auffallend ist die außerordentlich gute Heimbilanz des GAK: Von insgesamt 23 Spielen im UEFA-Cup bzw. der Champions-League Qualifikation, gewann der GAK 15 Spiele, 6 mal trennten sich die Mannschaften im Stadion Graz-Liebenau unentschieden und nur 3 mal hat der GAK bisher im Europacup daheim verloren (Lok Moskau, FC Liverpool und RC Strasbourg). Ein Torverhältnis von 47:16 (bis 2005) zeugt von der Heimstärke der Mannschaft.

Joachim Standfest hält den Vereinsrekord von 3 Toren in einem Europa-Cup Spiel gegen Kl Klaksvik (5:0).

Liste der bisherigen Spiele des GAK im UEFA-Cup, in der Champions-League Qualifikation, im Cup der Cupsieger und im Messestädtecup:

Saison Bewerb Gegner Hinspiel Rückspiel Gesamt
1962/63 Cup der Cupsieger (1/8 Finale) Dänemark B 1909 Odense 1:1 (H) 3:5 (A) 4:6
1964/65 Messestädtecup (Runde 1) Kroatien NK Zagreb 0:6 (H) 2:3 (A) 2:9
1968/69 Cup der Cupsieger (Runde1) Niederlande ADO Den Haag 0:2 (H) 1:4 (A) 1:6
1972/73 UEFA-Cup (Runde 1) Griechenland Panachaiki Patras 0:1 (H) 1:2 (A) 1:3
1980/81 Cup der Cupsieger (1/16 Finale) Georgien Dinamo Tiflis 2:2 (H) 0:2 (A) 2:4
1982/83 UEFA-Cup (Runde 1) Rumänien Corvinul Hunedoara 1:1 (H) 0:3 (A) 1:4
1996/97 UEFA-Cup (Quali 2) Serbien Vojvodina Novi Sad 2:0 (H) 5:1 (A) 7:1
UEFA-Cup (Runde 1) Belgien Germinal Ekeren 1:3 (A) 2:0 (H) 3:3 (Auswärtstorregel)
UEFA-Cup (Runde 2) Italien Inter Mailand 0:1 (A) 1:0 (H) 1:1 (4:5 i.E.)
1998/99 UEFA-Cup (Quali 2) Finnland Vaasa PS 0:0 (A) 3:0 (H) 3:0
UEFA-Cup (Runde 1) Bulgarien Litex Lovech 2:0 (H) 1:1 (A) 3:1
UEFA-Cup (Runde 2) Monaco AS Monaco 3:3 (H) 0:4 (A) 3:7
1999/2000 UEFA-Cup (Quali) Faröer KÍ Klaksvík 4:0 (H) 5:0 (A) 9:0
UEFA-Cup (Runde 1) Slowakei Spartak Trnava 3:0 (H) 1:2 (A) 4:2
UEFA-Cup (Runde 2) Griechenland Panathinaikos Athen 2:1 (H) 0:1 (A) 2:2 (Auswärtstorregel)
2000/01 UEFA-Cup (Runde 1) Slowakei 1. FC Košice 0:0 (H) 3:2 (A) 3:2
UEFA-Cup (Runde 2) Spanien Espanyol Barcelona 0:4 (A) 1:0 (H) 1:4
2001/02 UEFA-Cup (Quali) Faröer HB Torshavn 2:2 (A) 4:0 (H) 6:2
UEFA-Cup (Runde 1) Niederlande FC Utrecht 3:0 (A) 3:3 (H) 3:6
2002/03 Champions-League (Quali 2) Moldawien Şerif Tiraspol 4:1 (A) 2:0 (H) 6:1
Champions-League (Quali 3) Russland Lokomotive Moskau 0:2 (H) 3:3 (A) 3:5
UEFA-Cup (Runde 1) Zypern Apoel Nikosia 0:2 (A) 1:1 (H) 1:3
2003/04 Champions-League (Quali 2) Albanien SK Tirana 5:1 (A) 2:1 (H) 7:2
Champions-League (Quali 3) Niederlande Ajax Amsterdam 1:1 (H) 1:2 n.V. (A) 2:3
UEFA-Cup (Runde 1) Norwegen Vålerenga IF 0:0 (A) 1:1 (H) 1:1 (Auswärtstorregel)
2004/05 Champions-League (Quali 3) England FC Liverpool 0:2 (H) 1:0 (A) 1:2
UEFA-Cup (Runde 1) Bulgarien Litex Lovech 5:0 (H) 0:1 (A) 5:1
UEFA-Cup (Gruppe F) Frankreich AJ Auxerre 0:0 (A)
UEFA-Cup (Gruppe F) Polen Amica Wronki 3:1 (H)
UEFA-Cup (Gruppe F) Schottland Glasgow Rangers 0:3 (A)
UEFA-Cup (Gruppe F) Niederlande AZ Alkmaar 2:0 (H)
UEFA-Cup (16tel-Finale) England FC Middlesbrough 2:2 (H) 1:2 (A) 3:4
2005/06 UEFA-Cup (Quali 2) Moldawien Nistru Otaci 2:0 (A) 1:0 (H) 3:0
UEFA-Cup (Runde 1) Frankreich Racing Straßburg 0:2 (H) 0:5 (A) 0:7

Das Grazer Derby

Seit dem Jahr 1920, als die beiden Klubs in der Grazer Liga erstmals aufeinandertrafen, liefern sich die Stadtrivalen heiße Duelle (Sturm siegte damals mit 5:1 und 1:0). 1946 gewann Sturm in der steirischen Liga mit 10:1 über den GAK, dies ist bis heute der höchste Derbysieg. Elf Jahre später, am 25. November 1956, bereits in der österreichischen Staatsliga, drehte der GAK den Spieß jedoch um und siegte mit 6:1. 1969 gab es in Liebenau Zuschauerrekord, über 20.000 Fans drängten ins Stadion; die Mannschaften trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. Die erfolgreichsten GAK-Derby-Torschützen sind mit acht Toren Walter Koleznik bzw. mit sieben Toren Igor Pamić, Mario Zuenelli und Herbert Ninaus. Das letzte Derby im Arnold Schwarzenegger-Stadion Graz-Liebenau fand am 30. Oktober 2005 statt (2:0 für den GAK). Das 125. Grazer Derby (seit Gründung der Staatsliga) am 18. Februar 2006 war zugleich das Eröffnungsspiel der "neuen" UPC-Arena in Liebenau; die Mannschaften trennten sich mit einem 0:0-Unentschieden. Im bislang letzten Derby, am 18. März 2007, gewann der SK Sturm mit 1:0.

Derby-Bilanz 1920 - 1949 in der steirischen Liga (Amateurmeisterschaft):

  • 55 Spiele
  • 19 GAK-Siege
  • 7 Remis
  • 29 Sturm-Siege

(Torverhältnis 102:136)

Derby-Bilanz seit Einführung der Staatsliga (Profimeisterschaft) 1949 bis 17. Mai 2007:

  • 130 Spiele
  • 46 GAK-Siege
  • 42 Remis
  • 42 Sturm-Siege

(Torverhältnis: 172:167)

Literatur

  • Rudolf Amon: Bilanz eines Erfolges, Graz, Eigenverlag, 2004
  • Michael Pucher u.a.: Bravo GAK! 100 Jahre Österreichischer Spitzenfußball mit Steirischer Tradition, Graz, Steirische Verlagsgesellschaft, 2002, ISBN 3-85489-070-2
  • Anton Egger, Kurt Kaiser: Österreichs Fußball-Bundesliga von A-Z. Chronik ab 1974, Wasendorf, Eigenverlag, 1995, ISBN 3-9500332-1-1
  • Anton Egger: Österreichs Fußball-Meisterschaft 1945 - 1974, Wasendorf, Eigenverlag, 1998, ISBN 3-9500332-2-X

Weblinks

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