Holstein Kiel

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Holstein Kiel
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Voller Name Kieler Sportvereinigung Holstein
von 1900 e.V.
Gegründet 7. Oktober 1900
Vereinsfarben Blau-Weiß-Rot
Stadion Holstein-Stadion
Plätze 11.981
Präsident Roland Reime
Trainer Peter Vollmann
Homepage www.holstein-kiel.de
Liga Regionalliga Nord
2007/08 1. Platz (Meister der Oberliga Nord)
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts


Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. ist ein Sportverein aus Kiel, der vor allem für seine Fußballabteilung bekannt ist. Als größter Erfolg wurde die Deutsche Meisterschaft im Jahre 1912 gefeiert. Seine Heimspiele trägt Holstein Kiel im Holstein-Stadion aus, welches rund 12.000 Zuschauer fasst. Daneben bietet der Verein auch noch Handball, Tennis, Frauenfußball und Cheerleading an. Die Handballdamen der KSV wurden im Jahr 1971 deutscher Meister. Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. hat circa 920 Mitglieder.

Gründungsgeschichte

Am 7. Oktober 1900 fuhren neun Mitglieder (Andrae, Bauer, Beler, Blaschke, Hudemann, Leuenhagen, Niederehe, Roland und Stange) der Spielabteilung des Kieler Männerturnvereins von 1844 nach Lübeck, um dort ein Fußballspiel gegen eine Mannschaft der Lübecker Turnerschaft ohne Einwilligung des Turnrats auszutragen. Dieses Ereignis ist die eigentliche Gründung des 1. Kieler Fußball-Verein von 1900, kurz 1. KFV von 1900.

Am 4. Mai 1902 fanden sich in einer Gartenbude am Knooper Weg drei Schüler (Friedrich Brügmann, Walter Duden und Hans Gosch) der Oberrealschule 1 an der Waitzstraße zu dem Plan zusammen, einen neuen Sportverein zu gründen. Sie gründeten an diesem Tage den FC Holstein von 1902. Der FC Holstein von 1902 wurde im Jahre 1908 umbenannt zum FV Holstein von 1902.

Am 7. Juni 1917 tagten im Zentral-Hotel in gemeinsamer Sitzung die Mitglieder des 1. KFV von 1900 und des FV Holstein von 1902 und fassten bei einer Stimmenthaltung einstimmig folgenden Beschluss: "Die Beschlüsse der beiden Vereine über ihren Zusammenschluss unter dem Namen "Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900" e.V. werden gutgeheißen."

Das offizielle Gründungsdatum der KSV Holstein ist der 7. Oktober 1900. Seinen heutigen Namen trägt der Verein seit dem 7. Juni 1917.

Geschichte

1900 bis 1933 – Anfangsjahre

Die Vizemeister von 1930: Hermann Langness (1. Vorsitzender, ganz links): Lagerquist, Ohm, Kramer, Zimmermann, Lübke, Baasch, Trainer Carlos Heinlein (stehend von links), Voß, Ritter, Ludwig, Widmayer, Esser (liegend von links).

Der erste große Erfolg in der Deutschen Meisterschaft stellte sich bereits 1910 ein. Als Meister des Norddeutschen Fußball-Verbandes erreichte man erstmals die Deutsche Meisterschaftsendrunde. Am 15. Mai wurde man im Kölner Weidenpescher Park Deutscher Vizemeister, im Endspiel unterlag man dem Karlsruher FV mit 0:1 nach Verlängerung. 1911 verteidigte man die Meisterschaft des Norddeutschen Fußball-Verbandes und scheiterte im Halbfinale der Deutschen Meisterschaftsendrunde am späteren Meister Viktoria 89 Berlin. Seit 1911 trägt Holstein Kiel seine Heimspiele im Holstein-Stadion aus. Es ist somit eine der traditionsreichsten und ältesten Spielstätten im deutschen Fußball. Am 26. Mai 1912 feierte Holstein Kiel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Als Meister des Norddeutschen Fußball-Verbandes gewann man das Endspiel der Deutschen Meisterschaft mit 1:0 gegen den Karlsruher FV. Vor über 10.000 Zuschauern im Stadion Hoheluft, schoß Ernst Möller das entscheidende Tor durch einen verwandelten Elfmeter. Holstein Kiel holte damit den ersten Meisterschaftstitel für den Norddeutschen Fußballverband. Die Mannschaft zählte von 1909 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu den stärksten Mannschaften in Deutschland. Nach dem Ersten Weltkrieg gewann Holstein Kiel 1926, 1927 und 1930 nochmals die Norddeutsche Meisterschaft. Noch einmal wurde am 22. Juni 1930 das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht, das jedoch mit 4:5 gegen Hertha BSC vor 45.000 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion verloren ging.

1933 bis 1945 – Gauliga

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung spielte Holstein Kiel in der Gauliga Nordmark, eine von anfangs 16 Gauligen im nationalsozialistischen Deutschland. Die Gauliga Nordmark wurde vom Eimsbütteler TV und vom Hamburger SV dominiert und beide Vereine teilten sich alle neun Nordmark-Titel. Holstein Kiel belegte fünfmal den dritten Platz und 1937 einmal den zweiten Platz. Somit verpasste man die Teilnahme an der Endrunde der Deutschen Meisterschaft, da sich nur der Nordmark Meister dafür qualifizieren konnte. 1943 wurde die Gauliga Nordmark aus logistischen Gründen/Kosten wegen dem voranschreitenden Zweiten Weltkrieg in die Ligen Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein unterteilt. Holstein Kiel, nun in der Gauliga Schleswig-Holstein spielend, erreichte als Meister zweimal die Endrunde der deutschen Meisterschaft. 1943 verlor Holstein Kiel das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen den Dresdner SC, konnte jedoch das Spiel um Platz 3 mit 4:1 gegen den First Vienna FC 1894 gewinnen. Insgesamt erreichte Holstein Kiel 13 mal die Endrunde der deutschen Meisterschaft (1910, 1911, 1912, 1913, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1943, 1944). Und zog drei mal ins Finale (1910, 1912, 1930) sowie vier mal ins Halbfinale (1911, 1926, 1931, 1943) ein.

1945 bis 1963 – Bezirksmeisterschaftsliga und Oberliga Nord

Nach Kriegsende spielte Holstein Kiel von 1945 bis 1947 in der Bezirksmeisterschaftsliga und wurde 1947 in der anschließenden Endrunde um die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft Vizemeister. Somit qualifizierten sich die Störche für die neu gegründete Oberliga Nord in der sie mit Ausnahme der Saison 1948/49 bis zur Einführung der ersten landesweiten Bundesliga 1963 spielten. Die Oberliga Nord war eine von insgesamt fünf Oberligen in Deutschland, deren Meister und teilweise auch Vizemeister am Ende einer Saison um die Deutsche Meisterschaft spielten. 1953 und 1957 nahm Holstein Kiel als Vize-Meister der Oberliga Nord an den Meisterschaftsendspielen der BRD teil, doch ohne großen Erfolg. Neben wirtschaftliche Kriterien entschied die Abschlusstabelle der letzten Oberliga Nord Saison 1962/63, wer sich für die 1.Bundesliga qualifizieren durfte. Holstein Kiel belegte den 5. Platz und scheiterte nur knapp daran, Gründungsmitglied der Bundesliga zu werden, zumal der direkt vor Holstein platzierte VfR Neumünster auf einen Aufstieg verzichtet hätte. Die Aufsteiger in die neue landesweite Profiliga waren der Hamburger SV, Werder Bremen und Eintracht Braunschweig. Ein weiterer Erfolg vor Gründung der 1. Bundesliga war der Gewinn der damals noch beim Publikum sehr beliebten Deutschen Amateurmeisterschaft. Mit 5:1 gewann man das Finale gegen den Siegburger SV 04 vor 70000 Zuschauern im Niedersachsenstadion.

Gleich zweimal wurde Holstein Kiel in den ersten Nachkriegsjahren vom Spielbetrieb ausgeschlossen, zunächst von Mitte Juli bis Anfang Oktober 1946 von der Britischen Militärregierung. Hintergrund war, dass der damals zuständige Kieler Verband für Leibesübungen (KVL) den Vizemeister der Bezirksmeisterschaft Holstein statt des Meisters Eckernförder SV für die Teilnahme an der später im Viertelfinale abgebrochenen Norddeutschen Meisterschaft nominiert hatte. Hier stand offenbar der Vorwurf einer manipulativen Verquickung zwischen Holstein und KVL im Raum. Der Holstein-Vorstand wurde gleichzeitig auf Lebenszeit gesperrt, der KVL aufgelöst und die Stadt Kiel vorübergehend als Spielort gesperrt. Gleich für den Rest einer ganzen Saison wurden die Störche nach wenigen Spielen in der Oberligasaison 1948/49 vom NFV vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen, durften aber ab der Saison 1949/50 wieder am Oberligaspielbetrieb teilnehmen. Grund dafür war, dass Holstein Kiel in der Saison 1947/48 die Freigabepapiere eines Spielers gefälscht hatte und damit mit einem unberechtigten Spieler die Saison absolviert hatte.

1963 bis 1974 – Regionalliga Nord

Aufgrund der misslungenen Qualifikation für die 1. Bundesliga spielte Holstein Kiel fortan in der neu geschaffenen Regionalliga Nord (2.Liga). Sie war eine von fünf neuen zweiten Ligen in Deutschland die von 1963 bis 1974 existierten. Die Regionalliga Nord bestand wie die Oberliga Nord aus den vier Fussballverbänden Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg. Die erfolgreichste Regionalliga Nord Spielzeit war die Saison 1964/65. Im Sommer 1965 spielte Holstein Kiel als Meister der Regionalliga Nord um den Aufstieg in die 1. Bundesliga, scheiterte in der Aufstiegsrunde[2] jedoch an Borussia Mönchengladbach. 1966, 1967 und 1970 wurde der dritte Tabellenplatz erreicht und die Bundesliga Aufstiegsrunde nur sehr knapp verfehlt. Holstein Kiel zählt neben dem FC St. Pauli, VfL Osnabrück, Arminia Hannover, VfB Lübeck, VfL Wolfsburg und TuS Bremerhaven 93 zu den Vereinen, die alle 11 Saisons von 1963 bis 1974 in der Regionalliga Nord gespielt haben. Im Durchschnitt belegte man den 6. Tabellenplatz. Für die 1974/75 neu gegründete zweigleisige 2.Bundesliga erhielt die Regionalliga Nord insgesamt 7 Plätze. Diese wurden nach einer Fünf-Jahres-Wertung vergeben, wobei die Regionalliga Nord Saison 69/70 und 70/71 einfach, die Jahre 71/72 und 72/73 zweifach und die Saison 73/74 vierfach gewertet wurde. Bei Punktgleichheit entschied die bessere Platzierung der letzten Regionalliga Nord Saison 1973/74. Holstein Kiel belegte am Ende dieser Fünf-Jahres-Wertung den 8.Platz, punktgleich mit Olympia Wilhelmshaven. Jedoch belegte Olympia Wilhelmshaven in der Abschluss-Tabelle der Saison 1973/74 einen besseren Tabellenplatz und stieg somit in die 2.Bundesliga Nord auf. Holstein Kiel stieg zum ersten mal in die Drittklassigkeit ab. Man spielte fortan in der 1974/75 wieder gegründeten Oberliga Nord, die von 1974 bis 1994 existierte.

1974 bis 1981 – Oberliga Nord und 2. Bundesliga Nord

Die Oberliga Nord (3.Liga) bestand ebenfalls wie ihr gleichnamiger jedoch höherklassiger Vorgänger (1947-1963) aus den Verbänden Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In den ersten beiden Spielzeiten 1974/75 und 1975/76 belegte man den 10. und 13. Platz. 1976/77 spielte man als Drittplatzierter um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord, scheiterte in der Aufstiegrunde[3] jedoch an Rot-Weiß Lüdenscheid. In der Saison 1977/78 war Holstein Kiel als Viertplatzierter berechtigt, an der Aufstiegsrunde zur 2. Fußball-Bundesliga Nord teilzunehemen. Zuvor musste man aber den Verlierer des Finales um die Westfalenmeisterschaft, den 1.FC Paderborn (heute SC Paderborn) schlagen. Nach zwei Unentschieden (jeweils 2:2), gewann Holstein Kiel das allesentscheidene dritte Spiel mit 5:3 (1:1 n.V) nach Elfmeterschießen auf neutralem Platz in Osnabrück. Holstein Kiel war durch den Sieg für die Aufstiegsrunde qualifiziert und traf dort auf die Mannschaften OSV Hannover, Olympia Bocholt und Wacker 04 Berlin. Am Ende belegte Holstein Kiel den zweiten Tabellenplatz[4] und stieg somit in die 2. Bundesliga Nord auf.

Die 2. Bundesliga Nord bestand aus den Verbänden von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Von 1978 bis 1981 spielte Holstein Kiel in der damals noch zweigleisigen 2. Fußball-Bundesliga. In der Saison 1978/79 und 1979/80 erreichte man den 14. Tabellenplatz. 1980/81 beendete man die Saison als Viertletzter auf den 19. Tabellenplatz. Durch die Zweitliga-Reform 1981/82 die eine eingleisige, landesweite zweite Liga als Ergebnis hatte, stieg man wie viele andere Vereine wieder in die Drittklassigkeit ab. Neben technischen Qualifikationskriterien entschied eine Drei-Jahres-Wertung wer in die neue landesweite 2. Bundesliga aufsteigen durfte. Am Ende sollten aus dem Norden und dem Süden jeweils 10 Mannschaften vertreten sein. Holstein Kiel belegte in dieser Drei-Jahres-Wertung den 19. Platz im Norden und stieg somit direkt in die drittklassige Oberliga Nord ab.

1981 bis 1994 – Oberliga Nord

In der Oberliga Nord (3.Liga) spielte man von 1981 bis zur Drittliga-Reform 1994/95 durchgängig mit. Die erfolgreichste Oberliga Nord Spielzeit war die Saison 1982/83. Am Ende belegte man den dritten Tabellenplatz. 1987, 1989 und 1991 wurde der vierte Tabellenplatz erreicht. Im Durchschnitt belegte man den 7. Tabellenplatz.

1994 bis 2001 – Regionalliga Nord und Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein

In der Saison 1994/95 wurden die zehn dritten Ligen (Oberligen) zu vier Regionalligen fusioniert. Die Platzierungen 1 bis 14 der Abschlusstabelle der Oberliga Nord Saison 1993/94 entschieden, wer sich für die neue viergleisige dritte Liga qualifizieren durfte. Holstein Kiel belegte zum Abschluss den 7. Tabellenplatz und spielte fortan in der Regionalliga Nord. Die Regionalliga Nord bestand wie ihr gleichnamiger jedoch höherklassiger Vorgänger (1963-1974) aus den Verbänden Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. In der Saison 1995/96 stieg Holstein Kiel knapp als Tabellenletzter aus der Regionalliga Nord ab. Am Ende fehlte nur ein Punkt, um die Viertklassigkeit zu verhindern. Man spielte fortan in der 1994/95 gegründeten Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein.

Nach zwei Jahren in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (4.Liga) stieg man im Sommer 1998 wieder in die Regionalliga Nord auf und spielte dort bis zum erneuten Abstieg im Sommer 2000. Diesmal hatte wiederum die Drittliga-Reform 2000/01 Auswirkungen auf den Abstieg. Die vorher viergleisige Regionalliga wurde zur einer zweigleisigen Regionalliga. Holstein Kiel stieg als Achtplatzierter in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein ab, da nur die ersten sechs sich für die neue zweigleisige Regionalliga qualifizieren konnten. Nach dem zweiten Abstieg in die Viertklassigkeit gelang anschließend gleich der direkte Wideraufstieg in die Regionalliga Nord. Durch die Drittliga-Reform 2000/01 stiegen die Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und der Oberliga Niedersachsen/Bremen nicht wie gewohnt direkt eine Liga auf, sondern mussten fortan gegeneinander um den Aufstieg in die neue zweigleisige Regionalliga spielen. Holstein Kiel spielte als Meister gegen den Niedersachsen/Bremen Meister 1. SC Göttingen 05 (heute RSV Göttingen 05). Der 1. SC Göttingen 05 setzte sich in den Aufstiegsspielen gegen Holstein Kiel nach einer 2:0 Hinspiel-Niederlage im Rückspiel mit 3:0 durch. Doch aus wirtschaftlichen Gründen (Insolvenz, mangels Masse nicht erfolgreich beendet) wurde den Niedersachsen die Lizenz für die Regionalliga Nord verweigert und der Verein aus dem Vereinsregister gestrichen. Holstein Kiel stieg somit als erster Nachrücker in die Regionalliga Nord auf.

2001 bis 2007 – Regionalliga Nord

In der zweigleisigen Regionalliga (3.Liga) kämpfte man nun mit Erfolg erneut gegen den Abstieg und belegte 4 Jahre in Folge hintere Tabellenplätze. Die gleichnamige, jedoch geographisch größere Regionalliga Nord existierte von 2000 bis 2008 und bestand aus drei (NFV, NOFV und WFLV) der insgesamt fünf Regionalverbänden in Deutschland. Durch Modernisierungsmaßnahmen im Infrastrukturbereich z.B. Sanierung des Stadions, Aufbau eines Jugendleistungszentrum mit den gefordeten Trainerlizenzen erfüllte Holstein Kiel viele der DFL / DFB-Auflagen, die heutzutage den Sprung zurück zum hochklassigen Fußball erst ermöglichen. In der Saison 2005/2006 wurde die Herbstmeisterschaft in der Regionalliga Nord errungen und die Saison mit einem 4. Tabellenplatz beendet. In der Saison 2006/2007 konnte nur der 15. Tabellenplatz erreicht werden. So stieg Holstein Kiel mit der bitteren Rekordpunktzahl von 48 Punkten zum dritten mal in die Viertklassigkeit ab. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995, ist noch kein Absteiger aus den ersten drei Ligen mit so einer hohen Punktzahl abgestiegen. Am Ende teilten sich sogar vier Vereine die 48 Punkte, von denen aber Holstein Kiel das schlechteste Torverhältnis hatte und deshalb knapp abstieg. Fortan spielte man in der 2004/05 wieder gegründeten Oberliga Nord.

Jüngste Vergangenheit

Holstein Kiel stieg in die Oberliga Nord (4.Liga) ab. Die Oberliga Nord wurde in der Saison 2004/05 aus den zwei Oberligen Hamburg/Schleswig-Holstein und Niedersachsen/Bremen wieder gegründet, um das Leistungsgefälle zur zweigleisigen Regionalliga zu minimieren. Die Oberliga-Nord-Saison 2007/08 verlief für die Störche sehr erfolgreich, die Kieler standen seit dem 3. Spieltag souverän auf Platz eins und siegten am 7. Spieltag sogar mit 8:0 gegen Osterholz-Scharmbeck. Auch Michael Holt (22 Tore in 31 Spielen) und Dimitrius Guscinas (14 in 27) waren als Torjäger sehr erfolgreich. Die Bilanz bis zur Winterpause lautete 13 Siege, 2 Unentschieden sowie 2 Niederlagen. Nach der Winterpause konnten sieben Partien gewonnen werden, ansonsten gab es sieben Punkteteilungen und drei Niederlagen. Durch einen 5:0-Heimsieg gegen Eintracht Nordhorn sicherte sich Holstein Kiel vorzeitig die Qualifikation für die neue Regionalliga Nord (4.Liga). Zwei Spieltage vor Saisonschluss gewann die Mannschaft die Oberliga Nord Meisterschaft mit einen 2:0 Auswärtsieg gegen die II. Mannschaft von Eintracht Braunschweig. Durch die aktuelle Drittliga-Reform 2008/09 die eine eingleisige, landesweite 3.Liga als Ergebnis hat, steigt der Meister der Oberliga Nord nicht wie gewohnt in die dritthöchste Klasse auf. Die ersten fünf bzw. sechs Mannschaften der vorerst letzten Saison der Oberliga Nord 2007/08 qualifizieren sich direkt für die neue dreigleisige Regionalliga (4.Liga). Die aktuelle Regionalliga Nord besteht aus den Regionalverbänden des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) und des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV). Am 4. Juni 2008 gewann Holstein Kiel den schleswig-holsteinischen Landespokal gegen den Erzrivalen VfB Lübeck und qualifizierte sich somit für den DFB-Pokal 2008/09.

DFB-Pokal

Nach der Einführung des Tschammer-Pokals 1935, spielte Holstein Kiel als Gauligist stets beim Pokal mit. 1935 erreichte man die 2. Schlussrunde, 1937 das Achtelfinale und 1943 das Viertelfinale. Der größte Erfolg war die Halbfinalteilnahme 1941, die jedoch beim FC Schalke 04 mit 0:6 verloren wurde. Für den seit 1952 ausgetragenen DFB-Pokal qualifizierten sich die Störche 19-mal. Für Holstein Kiel endete das Turnier neun mal in der 1. Runde (1972, 1976, 1981, 1995, 1997, 2004, 2006, 2008, 2009). Fünf mal erreichte man die 2. Runde (1975, 1980, 1984, 1992, 2003), einmal die dritte Runde (1982) und vier mal war im Achtelfinale Schluss (1962, 1966, 1971, 1979). In den letzten Jahren verlor man meist in der ersten Runde. Zu einem Höhepunkt kam es im DFB-Pokal 2003, als Holstein Kiel sich am 1. September 2002 in der ersten Runde vor 9300 Zuschauern mit 4:1 n.E. gegen den Bundesligisten Hertha BSC durchsetzte. In dieser Saison verloren die Störche im heimischen Holstein-Stadion bereits in der ersten Runde gegen Hansa Rostock mit 0:2.

Vereinserfolge

  • Deutscher Meister 1912
  • Deutscher Vizemeister 1910, 1930
  • Norddeutscher Meister 1910, 1911, 1912, 1926, 1927, 1930
  • Norddeutscher Pokalsieger 1925, 1926, 1928
  • Meister der Gauliga Schleswig-Holstein 1943, 1944
  • Vizemeister der Oberliga Nord 1953, 1957
  • Meister der Regionalliga Nord 1965
  • Aufsteiger in die 2. Bundesliga Nord 1978
  • Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein 1998, 2001
  • Meister der Oberliga Nord 2008
  • Landespokalsieger Schleswig-Holstein 1978, 1983, 1991, 1994, 1996, 2002, 2003, 2005, 2007, 2008
  • SHFV-Hallenmeister 2006, 2008

Ligazugehörigkeit seit 1903

Abschlussplatzierungen von 1922 bis 2008

Seit 1903 spielte Holstein Kiel in folgenden Ligen (I = höchste Spielklasse, II = zweithöchste Spielklasse, III = dritthöchste Spielklasse, IV= vierthöchste Spielklasse). Liga-Umbenennungen bzw. Liga-Reformen sind mit inbegriffen. Siehe auch Fußball-Ligasystem in Deutschland

Spieler und Trainer

Kader für die Regionalliga Nord - Saison 2008/2009

Name Trikotnummer Nationalität geboren im Verein seit letzter Verein
Tor:
Simon Henzler 1 Deutscher 1976 2004 1. FC Union Berlin
Michael Frech 28 Deutscher 1976 2008 Sportfreunde Siegen
Ivan Belyaev 12 Russe 1986 2006 FK Zenit(U19)
Abwehr:
Kevin Schulz 2 Deutscher 1988 2007 Büdelsdorfer TSV(U19)
Jan Sandmann 3 Deutscher 1978 2004 1. FC Union Berlin
Sven Boy Mannschaftskapitän 4 Deutscher 1976 2004 VfB Lübeck
Holger Hasse 15 Deutscher 1978 2007 FC Carl Zeiss Jena
Christian Jürgensen 8 Deutscher 1985 2006 Flensburg 08(U19)
Peter Schyrba 20 Deutscher 1980 2007 Panseraikos Serres
Thorsten Rohwer 22 Deutscher 1976 2001 SV Werder Bremen II
Mittelfeld:
Matthias Hummel 7 Deutscher 1984 1999 TSV Russee(U17)
Florian Meyer 13 Deutscher 1987 2001 Preetzer TSV(U17)
Hauke Brückner 14 Deutscher 1980 2007 FC St. Pauli
Hendrik Großöhmichen 6 Deutscher 1985 2008 VfL Osnabrück
Mohammed Lartey 19 Flagge von GermanyGermany Flagge von GhanaGhana 1986 2008 Bayer 04 Leverkusen II
Stephan Vujcic 16 Deutscher 1986 2004 Hamburger SV(U17)
Alexander Nouri 23 Deutscher 1979 2008 VfL Osnabrück
Tim Siedschlag 21 Deutscher 1987 2005 SV Tungendorf(U17)
Mariusz Zmijak 25 Flagge von GermanyGermany Flagge von PolandPoland 1986 2003 FC St. Pauli(U17)
Angriff:
Dmitrijus Guscinas 9 Litauer 1976 2007 TuS Koblenz
Tim Wulff 10 Deutscher 1987 2006 Büdelsdorfer TSV(U19)
Stephen Kanu Famewo 17 Nigerianer 1983 2007 SV Wilhelmshaven
Jan Hoffmann 11 Deutscher 1979 2008 VfB Lübeck
Michael Holt 18 Deutscher 1986 2007 SV Meppen
Nico Schrum 27 Deutscher 1986 2004 Heider SV(U17)

Trainer und Teamverantwortliche

Name Funktion Nationalität
Peter Vollmann Cheftrainer Deutscher
Peter Zanter Co-Trainer Deutscher
Klaus Thomforde Torwarttrainer Deutscher
Hinrik Dotzer Mannschaftsarzt Deutscher
Marc Asche Physiotherapeut Deutscher
Kai Lohmann Masseur Deutscher
Burkhard Gogolin Zeugwart Deutscher
Norbert Duffner Zeugwart Deutscher

Deutsche Nationalspieler

Bekannte Spieler

Derbys

Landesderby

Das Derby um die Vorherrschaft in Schleswig-Holstein gegen den VfB Lübeck. Im Gegensatz zu den Duellen mit dem Hamburger SV wie vor der Einführung der 1.Bundesliga 1963, haben Begegnungen der Störche mit der Mannschaft von der Lohmühle noch nichts von ihrer Brisanz und Spannung verloren. Die Begegnung fasziniert immer noch viele tausend Zuschauer und verleiht dem Fußball in Schleswig-Holstein, der sich sonst größten Teils im Amateurbereich bewegt, einen Glanzpunkt.

1900 bis 1945

In den Jahren vor 1945 hatte sich Holstein Kiel als unumstrittene Nummer eins im nördlichsten Bundesland etabliert. Bis Ende der 20er Jahre hatte die Stadt Lübeck keinen überregionalen konkurrenzfähigen Klub, während Holstein Kiel bereits Deutscher Meister sowie mehrfacher Norddeutscher Meister (6x) war. Erst mit Einführung der Gauligen 1933, gab es regelmäßige Zusammentreffen Holsteins mit dem Lübecker Fußball. Vor 1933 hatten Vereine wie der Seminar FC oder die Lübecker Turnerschaft, hier und da auch schon der LBV Phönix Lübeck, vergeblich versucht, Holstein Kiel zu schlagen. 1921 betrat der Polizei SV Lübeck (VfB Lübeck) die Fußballbühne. Der Verein wuchs 1931 und 1933 durch Zusammenschlüsse mit dem VfR Lübeck und den von den Nazis verbotenen BSV Vorwärts 1919 Lübeck zum stärksten Verein in der Stadt. Doch in der Gauliga Nordmark und in der darauffolgenden Gauliga Schleswig Holstein bis 1944 gab es nur vier Punktspielsiege der Lübecker, während auf der anderen Seite sogar ein Kantersieg von 9:0 (1943/44) erzielt wurde. 1942 wurde der Polizei SV Lübeck in die SG Ordnungspolizei Lübeck umbenannt. Die letzte Gauliga Saison 1944/45 musste bereits nach dem ersten Spieltag den Betrieb einstellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die SG Ordnungspolizei Lübeck wiederum von den Briten verboten, worauf hin eine erneute und letzte Namensänderung stattfand zum heutigen VfB Lübeck von 1919 e.V. Von einer wirklichen Rivalität wie heutzutage konnte man erst nach 1945 sprechen, zu schwach waren die Lübecker bis dato, und zu sehr orientierte sich Holstein Kiel noch nach Hamburg am Hamburger SV.

1945 bis 1993

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde von 1945 bis 1947 in Lübeck und in Kiel auf lokaler Ebene gespielt. Nach dem Vorbild der Oberliga Süd, entstand 1947 bald in den anderen Besatzungszonen die Oberliga Nord, Oberliga West, Oberliga Südwest und die so genannte Stadtliga (West-)Berlin. Die sportliche Entwicklung war sowohl für den VfB als auch für Holstein sehr unstetig: VfB abwärts, Holstein aufwärts und umgekehrt. Nach einigen Jahren der Ebenbürtigkeit in der Oberliga Nord (1.Liga) und Regionalliga Nord (2.Liga) in den 50er, 60er und frühen 70er Jahren, trennten sich die Wege der Rivalen 1974 für längere Zeit. Während der VfB Lübeck eine Durststrecke durchzumachen hatte und insgesamt 13 Jahre von 1974-77 und 1983-93 in der Verbandsliga Schleswig-Holstein (4. Liga) verbringen musste, spielte Holstein Kiel in den Jahren 1978-81 in der zweigleisigen 2. Fußball-Bundesliga und von 1981-94 in der Oberliga Nord (3.Liga). Von 1983 bis 1993 fand kein einziges Derby statt.

1993 bis heute

Nachdem der VfB Lübeck seine Durststrecke 1993 beendete, fand der Verein wieder in die Erfolgsspur. Der VfB Lübeck spielte sogar von 1995-97 und 2002-04 in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Derbys finden seit 1993 in der Regionalliga Nord (3. Liga) oder im Schleswig-Holstein Pokal statt. Holstein Kiel stieg 1996 und 2000 in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (4. Liga) ab. 2001 schaffte man den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord, in der der VfB Lübeck seit der Saison 2004/05 wieder spielte. In der Saison 2006/07 stieg Holstein Kiel erneut in die Viertklassigkeit ab, während der VfB Lübeck weiterhin in der Regionalliga Nord (3. Liga) spielte. Jedoch waren die Lübecker in der darauffolgenden Saison 2007/08 finanziell stark angeschlagen und es drohte sogar der Zwangsabstieg in die 5. Liga oder gar die komplette Vereinsauflösung. Im Juni 2008 erhielt der VfB Lübeck die Lizenz für die neue Regionalliga Nord (4.Liga) 2008/09. Holstein Kiel qualifizierte sich als Tabellenerster der letzten Oberliga Nord Saison 2007/08 für die neue Regionalliga Nord. Somit findet das zukünftige Derby erstmalig in der 4.Liga statt. Betrachtet man die Statistik seit den 90er Jahren führt die KSV Holstein: mit 8 Siegen, 5 Unentschieden und 7 Niederlagen.

Derby-Statistik

108 Spiele aus 76 Jahren: 85 Punktspiele, 8 Pokalspiele, 12 Freundschaftsspiele, 3 Landesmeisterschaften [7]



Gesamtbilanz: 108 Spiele: 57 Siege, 20 Unentschieden, 31 Niederlagen, 243-156 Tore für Holstein Kiel

  • Höchster Sieg von Holstein Kiel vor 1945: Heimspiel 9:0 Saison 1943/44, Auswärtsspiel 6:0 Saison 1933/34
  • Höchste Niederlage von Holstein Kiel vor 1945: Heimspiel 1:2 Saison 1935/36, Auswärtsspiel 5:8 Saison 1935/36
  • Höchster Sieg von Holstein Kiel nach 1945: Heimspiel 7:1 Saison 1947/48, Auswärtsspiel 4:0 Saison 1959/60
  • Höchste Niederlage von Holstein Kiel nach 1945: Heimspiel 2:5 Saison 2001/02, Auswärtsspiel 0:5 Saison 1998/99
  • Letzter Sieg von Holstein Kiel: Heimspiel 4. Juni 2008 1:0 Landespokal-Finale, Auswärtsspiel 9. November 2005 3:0 Regionalliga Nord
  • Letzte Niederlage von Holstein Kiel: Heimspiel 21. August 2001 2:5 Regionalliga Nord, Auswärtsspiel 12. Dezember 2004 0:1 Regionalliga Nord
  • Zuschauerrekord in Kiel: Saison 1947/48 15.000 Zuschauer
  • Zuschauerrekord in Lübeck : Saison 1953/54 18.000 Zuschauer

Regionalderbys

Die Derbys gegen die Hamburger Rivalen FC St. Pauli und dem Hamburger SV zählen zu den wichtigsten spielen der KSV Holstein. Lange bevor die Rivalität zum VfB Lübeck entstand, spielte Holstein Kiel gegen die beiden Traditionsvereine aus Hamburg.

Hamburger SV

Bereits seit 1921 herrschte eine große Rivalität zwischen Holstein Kiel und dem HSV. Stets trafen die beiden Traditionsvereine von 1921 bis 1933 in der Endrunde der Norddeutschen Meisterschaft aufeinander. Von 1921 bis 1933 teilten beide Vereine alle Norddeutschen Meisterschaften unter sich auf. Holstein Kiel gewann drei mal und der Hamburger SV zehn mal die Norddeutsche Meisterschaft. Von 1921 bis 1963 spielten beide Vereine in der selben Spielklasse und die Begegnungen entwickelten sich zum Derby mit sehr hohen Zuschaueraufkommen. Nach der Gründung der 1. Bundesliga 1963 trennten sich die Wege der beiden Vereine und Begegnungen sind bis heute eher selten. Durch den enormen Klassenunterschied in den letzten 40 Jahren kann man von einer Rivalität wie vor 1963 heute allerdings nicht mehr sprechen. Dennoch genießt die Partie bei Kennern und Fans einen hohen Stellenwert, obwohl man heutzutage eher in Freundschaftsspielen aufeindertrifft. Das letzte Pflichtspiel nach 44 jähriger Abstinenz war am 5. August 2007 im DFB-Pokal. Der Hamburger SV gewann vor ausverkauften Stadion in Kiel die Begegnung mit 5:0 und zog damit in die 2. Runde des DFB-Pokals 2007/08 ein.

  • Zuschauerrekord in Kiel: 23. März 1951 30.000 Zuschauer
  • Zuschauerrekord in Hamburg: Saison 1956/57 25.000 Zuschauer

FC St. Pauli

Von 1936 bis 1940 trafen beide Mannschaften in der Gauliga Nordmark aufeinander. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte man von 1947 bis 1974 in der selben Spielklasse und die Begegnungen entwickelten sich zum Derby mit hohen Zuschaueraufkommen. Nach der Gründung der 2. Bundesliga 1974 trennten sich die Wege der beiden Vereine. Es folgte nochmals eine gemeinsame Zweitliga-Saison 1978/79 und vier Spielzeiten von 1981 bis 1984 und 1985/86 in der Oberliga Nord (3.Liga), diesmal aber vor weniger Zuschauern. Seit 1986 ging es für den FC St. Pauli aufwärts (Aufstieg in die Zweite und Erste Liga) und Derbys wurden wieder seltener. 2003 stieg der FC St. Pauli aus der 2. Bundesliga ab und Begegnungen fanden wieder in der Regionalliga Nord statt. Das Zuschauerinteresse stieg wieder an und erreichte in Kiel einen Schnitt von über 10.000 Zuschauern. Im Sommer 2007 stieg der FC St. Pauli in die 2. Bundesliga auf und Holstein Kiel in die Viertklassigkeit ab. Die letzte Begegnung fand am 14. April 2007 in der Regionalliga Nord (3.Liga) statt. Der FC St. Pauli gewann vor heimischer Kulisse mit 2:0.

  • Zuschauerrekord in Kiel: Saison 1964/65 17.000 Zuschauer
  • Zuschauerrekord in St. Pauli: Saison 1949/50 20.000 Zuschauer

Maskottchen

Seit der Spielzeit 2006/07 hat Holstein Kiel wieder ein Maskottchen, das anlässlich eines Heimspiels gegen den 1. FC Union Berlin „Stolle“ getauft wurde. Holstein-Fans waren vorher aufgefordert, Namensvorschläge abzugeben, aus der eine Jury den ihrer Meinung nach besten aussuchte. Der traditionsreiche Spitzname von Holstein Kiel lautet Die Störche. Das Maskottchen selbst ist ein Storch in voller Fußballmontur in den Vereinsfarben Blau-Weiß-Rot.

Holstein Kiel II (Amateure)

Holstein Kiel II
Spielstätte Sinalco-Arena
Plätze 1000
Trainer Michael Bauer
Liga Schleswig-Holstein-Liga
2007/08 1. Platz (Meister der Verbandsliga Schleswig-Holstein)

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts

Die zweite Mannschaft bzw. die U23 von Holstein Kiel schloss die Oberliga Nord (4.liga) Saison 2006/07 mit dem neunten Tabellenplatz ab, musste aber zwangsabsteigen, da die 1. Herrenmannschaft von Holstein Kiel aus der Regionalliga Nord (3.Liga) abgestiegen war. In der Saison 2007/08 spielte die Mannschaft in der Verbandsliga Schleswig-Holstein (5.Liga). Zwei Spieltage vor Saisonschluss, sicherte sich die zweite Mannschaft souverän die Meisterschaft vor dem VfR Neumünster und dem TSV Kropp. In der Saison 2008/09 spielt man weiterhin fünfklassig, jedoch wird die Verbandsliga Schleswig-Holstein in Schleswig-Holstein-Liga umbenannt. Die Heimspiele finden in der Sinalco-Arena im Holstein-Kiel-Trainingszentrum-Projensdorf statt.[8]

Kader für die Schleswig-Holstein-Liga - Saison 2008/2009

Name Trikot Nationalität
Tor:
Tobias Dittmann 1 Deutscher
Nico Beyer 23 Deutscher
Abwehr:
Viktor Hardock 4 Russe
Bastian Hasler 7 Deutscher
Michael Schmitt 5 Deutscher
Heiko Petersen 15 Deutscher
Lewe Hingst 9 Deutscher
Sphend Meshekrani 17 Iraner
Ali-Riza Yankin 29 Deutscher
Mittelfeld:
Stefan Hansen 19 Deutscher
Andy Rinaldi 14 Deutscher
Paul Camps 13 Deutscher
Florian Ziehmer 16 Deutscher
Marco Rook 18 Deutscher
Nicola Soranno 21 Deutscher
Angriff:
Didier Webessie 8 Deutscher
Liridon Imeri 10 Albaner
Björn Kastner 20 Deutscher
Rouven Abel 22 Deutscher
Dominik Balcer 11 Deutscher

Trainer und Teamverantwortliche

Name Funktion Nationalität
Michael Bauer Cheftrainer Deutscher
Lars Dubau Co-Trainer Deutscher
Martin Balsam Teammanager Deutscher
Michael Bauer Leiter Nachwuchsleistungszentrum Deutscher
Ninja Zimm Physiotherapeutin Deutscher
Wiebke Heuwagen Physiotherapeutin Deutscher
Frank Duffner Zeugwart Deutscher

Erfolge

  • Deutscher Amateurmeister 1961
  • Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein 2004
  • Meister der Verbandsliga Schleswig-Holstein 1961, 1994, 2002, 2008
  • Landespokalsieger Schleswig-Holstein 1961, 1962, 1966

Jugendabteilung

Die Jugendmannschaften von Holstein Kiel spielen in folgenden Klassen:

Frauenfußball

Holstein Woman
Spielstätte Kiliaplatz
Plätze 3.000
Trainer Heinz Siebolds
Liga 2. Bundesliga Nord
2007/08 6. Platz

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts

Die Frauenfußballabteilung besteht seit 2004. Der damalige Regionalligist Wittenseer SV-TUS Felde löste damals seine Frauenfußballabteilung auf und beantragte beim SHFV die "Statusübertragung" zu Holstein Kiel. Der Vorstand von Holstein Kiel stimmte mit 4:3 Stimmen zu, allerdings wurden die Fußballerinnen zunächst nicht als Abteilung, sondern als Projekt "Holstein Woman" geführt. Da die Namensgebung der Mannschaft in Anlehnung an eine lokale Zeitschrift geschah, ist tatsächlich „Woman“ statt „Women“ die korrekte Bezeichnung des Teams. Die Mannschaft wurde anfangs durch einige Spielerinnen der zweiten Mannschaft des Hamburger SV verstärkt, die vom Projekt "Holstein Woman" hörten und aus Hamburg an ihren alten Wohnort Kiel zurückkehrten. In der ersten Saison 2004/05 wurden die Holstein Woman auf Anhieb Meister der Regionalliga Nord. Außerdem gewann die Mannschaft den schleswig-holsteinischen Pokal, und die zweite Mannschaft schaffte den Aufstieg in die Verbandsliga Schleswig-Holstein. Nach der guten ersten Zweitliga Saison 2005/06 wurden die "Holstein Woman" in die Amateurabteilung der KSV Holstein integriert. Somit wurde der Projektstatus abgelegt und die "Holstein Woman" eine offizielle Abteilung der KSV Holstein. Die "Holstein Woman" sind generell sehr kooperationsfreundlich, und verfolgen das Ziel den Frauenfußball/Mädchenfußball im Land weiter zu fördern und zu unterstützen. Seit 2007 fördert der Verein in Kooperation mit dem Post- und Telekom Sportverein Kronshagen/Kiel Mädchenfußball in den Altersklassen D und E. Auf örtlicher Ebene nehmen die Mädchenmannschaften in Freundschaftsspielen am Spielbetrieb teil.

Erfolge

  • Meister der Regionalliga 2005
  • Schleswig-Holsteinischer Pokalsieger 2005

Platzierungen seit 2004

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
2004/05 Fußball-Regionalliga Nord 1. 18 1 1 83:10 55 nicht qualifiziert
2005/06 2. Bundesliga Nord 6. 9 6 7 34:40 33 2. Runde
2006/07 2. Bundesliga Nord 7. 9 6 7 38:35 33 2. Runde
2007/08 2. Bundesliga Nord 6. 9 5 8 28:31 32 Achtelfinale

Handball

Die Frauen-Handballsparte von Holstein Kiel wurde im November 1928 gegründet und fusionierte im Mai 1998 ausschließlich mit der Frauen und Jugend-Handballabteilung des TSV Kronshagen. Der Verein nennt sich seit dem HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Die Ziele der HSG (Handballspielgemeinschaft) sind die Förderung und Leistungssteigerung des Frauen und Jugendhandballs im Bereich Kiel, Kronshagen und Umland. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen durch Intensivierung der Ausbildung eigener qualifizierter Übungsleiter um auch im oberen Frauen und Jugend-Leistungsbereich den Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu sichern. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1971 durch ein 6:4 im Finale gegen den 1.FC Nürnberg. Die Handball-Damen von Holstein Kiel sind Gründungsmitglied der 1975 eingeführten 1. Handball-Bundesliga Nord und spielten dort bis zum Abstieg 1985. Es folgten 14 Jahre in der 2.Handball-Bundesliga Nord bis zum Abstieg 1999. Nach sechs Jahren in der Regionalliga Nordost stieg man 2005 in die Oberliga (4.Liga) ab. Die Oberliga Saison 2007/08 beendete die HSG Holstein Kiel / Kronshagen auf dem 4. Tabellenplatz.

Erfolge

  • Deutscher Meister 1971
  • Deutscher Vizemeister 1964, 1970
  • Deutscher Vizepokalsieger 1981
  • Norddeutscher Meister 1964, 1970, 1971, 1974
  • 12x Landesmeister Schleswig-Holstein

Cheerleading

Seit 2003 besitzt Holstein Kiel eine Cheerleading-Abteilung. Sie besteht aus den Northern Lights - die Seniors (ab 15 Jahren) der Holstein Kiel Cheerleader. Den Shining Lights - die Juniorcheerleader (von 11-15 Jahren) und den Twinkling Lights - die Peewees (von 5-11 Jahren) und somit jüngsten Cheerleader bei Holstein Kiel. Die Cheerleader Squads nehmen seit 2003 an den Landesmeisterschaften teil und waren auch schon auf den Germancheermasters sowie auf den Deutschen Cheerleadermeisterschaften vertreten. Neben anderen Auftritten sieht man die Cheerleader auch während der Pausen bei den Heimspielen der KSV Holstein im Holstein-Stadion.

Tischtennis

Bis Ende der 1960er Jahre gehörte Holstein Kiel auch im Tischtennis zu den führenden Vereinen in Schleswig-Holstein und war hinter dem Kieler TTK Grün-Weiß die Nummer zwei in der Landeshauptstadt. Während die Herren 1966 aus der Oberliga Nord, der bis dahin höchsten deutschen Spielklasse, abstiegen und nie wieder die Rückkehr schafften, stiegen die Damen erstmals 1964 in die Oberliga auf. 1968 verzichteten die Störche auf den Oberligaplatz, obwohl sie als Tabellensechste den Klassenerhalt sicher geschafft hatten. Noch einmal tauchte der Name Holstein Kiel überregional auf: 1975 hatten sicher mehrere Kieler Vereine, darunter Holstein, zur TTSG 75 Kiel zusammengeschlossen, um den Grün-Weißen vom KTTK leistungsmäßig Paroli bieten zu können. Bereits in der ersten Saison gelang der Aufstieg in die Oberliga Nord der Damen. Da Spielgemeinschaften damals auf überregionaler Ebene unzulässig waren, trat die TTSG in der Spielzeit 1976/77 unter der Bezeichnung Holstein Kiel auf, wurde als Neuling prompt Oberligameister und stieg in die Tischtennis-Bundesliga auf. Dort spielte die Mannschaft dann allerdings unter der Bezeichnung TSV Kronshagen (der Stadtteilverein gehörte ebenfalls der TTSG 75 Kiel an). Heute gibt es bei Holstein Kiel keine Tischtennis-Abteilung mehr.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quelle: http://www.f-archiv.de/
  2. Bundesliga Aufstiegsrunde 1965, nur der erste steigt in die 1.Bundesliga auf
  3. 2.Bundesliga Nord Aufstiegsrunde 1977, nur der erste steigt in die 2.Bundesliga Nord auf
  4. 2.Bundesliga Nord Aufstiegsrunde 1978, erster und zweiter steigen in die 2.Bundesliga Nord auf
  5. 15. April 1905 - Erste Gründung des NFV als Zusammenschluss folgender Verbände: Hamburg/Altona, Bremen, Hannover, Herzogtum Braunschweig, Kiel, Mecklenburg und Unterweser ohne Südniedersachsen und den Raum Osnabrück. Norddeutschland: Im Westen und Norden die deutsche Reichsgrenze, im Osten die Mecklenburgische Landesgrenze und die Grenze des Berliner Verbandes, im Süden die Grenze des Mitteldeutschen Verbandes und von Worbis bis einschl. Northeim, Einbeck, Coppenbrügge, Haste, Wunstorf, Steinhuder Meer, Wagenfeld (Stolzenau gehört zu Westdeutschland), Bramsche (Westfälische Landesgrenze) bis Nordhorn. Bis 1911 auch die Altmark (Stendal, Rathenow, Tangermünde).
  6. Holstein Kiel nach wenigen Spieltagen vom Spielbetrieb ausgeschlossen, weil in der Saison 1947/48 ein unberechtigter Spieler eingesetzt wurde, dessen Freigabepapiere gefälscht waren
  7. Holstein Stadionmagazin 26. April 2007 S. 25-27
  8. http://www.holstein-kiel.de/show_cont.php?id=313

Koordinaten: 54° 20' 55" N, 10° 7' 27" O

af:Holstein Kiel en:Holstein Kiel fr:Holstein Kiel ja:ホルシュタイン・キール nl:Holstein Kiel pl:Holstein Kiel pt:Holstein Kiel sv:Holstein Kiel



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