KSC II - SV Waldhof 15.11.08

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Karlsruher SC II - SV Waldhof 2:1 (2:0)

Karlsruher SC II 2:1 SV Waldhof Mannheim 07
Logo 13. Spieltag
Samstag, 15. November 2008, 14:00 Uhr MEZ, Wildparkstadion , Karlsruhe

Endstand 2:1 (2:0)

Zuschauer: 1.600
Schiedsrichter: Thomas Färber (Augsburg)

Waldhof Mannheim
Startelf:

Tor:
Abwehr:
Abwehr:
Abwehr:
Mittelfeld:
Mittelfeld:
Mittelfeld:
Mittelfeld:
Mittelfeld:
Sturm:
Sturm:

Auswechslungen:



Trainer:

Startelf:

Tor: Daniel Tsiflidis
Abwehr: Sebastian Gajda
Abwehr: Janis Crone
Abwehr: Echendu Adiele
Mittelfeld: Marco Laping
Mittelfeld: Kevin Wittke
Mittelfeld: Christof Babatz
Mittelfeld: Giovanni Speranza
Mittelfeld: Thomas Ollhoff
Sturm: Emin Ismaili
Sturm: Kai Herdling

Auswechslungen:
58. min: Emin Ismaili für Sebastian Gajda
64. min: Rene Schwall für Sebastian Gajda
74. min: Marco Rummenigge für Kevin Wittke

Trainer: Alexander Conrad

Tor 1:0 Stindel (14.)
Tor 2:0 Röber (27.)
Tor 2:1 Ermin Melunovic 82. Minute


Bericht:

Mario Nöll platzt der Kragen: Präsident übernimmt Kabinenpredigt
Beim SV Waldhof hängt der Haussegen schief Von Roland Bode


Karlsruhe/Mannheim. Dem SV Waldhof]stehen harte Wochen bevor. Nicht nur die ungeklärte Finanzsituation drückt auf die Gemüter. Nach der gestrigen 1:2 (0:2)-Niederlage beim KSC II scheint nun auch der Haussegen zwischen Klubführung und Mannschaft schief zu hängen. Nach einer katastrophalen ersten Hälfte, gegen die zuvor im heimischen Wildparkstadion sieglose U-23-Auswahl des Bundesligisten, platzte Präsident Mario Nöll der Kragen. Die Kabinenpredigt übernahm der Klubchef diesmal selbst. Und es muss ziemlich laut gewesen sein. Für Trainer Alexander Conrad war der Restabend seines 42. Geburtstags noch vor der Heimreise "gelaufen". Selbst der bundesligaerfahrene Kapitän Christof Babatz gestand: "Was vergangene Woche und in der Halbzeit abgelaufen ist, habe ich in meiner 17-jährigen Karriere nicht erlebt." Das riecht nach Ärger und gegenseitigen Schuldzuweisungen, ist aber symptomatisch für die angespannte Situation am Alsenweg. Da ist einerseits die Vereinsführung, die nach den schwachen Auftritten in Wehen und gegen Unterhaching eine Reaktion des Teams fordert, um das auch wirtschaftlich immens wichtige Aufstiegsziel nicht aus den Augen zu verlieren: Drei der letzten fünf Spiele wurden verloren. Liga-Primus Eintracht Frankfurt II könnte mit einem Sieg heute bei Schlusslicht Unterhaching auf vier Zähler davon ziehen. Auf der anderen Seite sind Trainer und Mannschaft, die bis Ende der Runde auf 20 Prozent des Gehalts verzichten sollen, auf die Gelder des letzten Monats warten müssen und ihrerseits wünschen, dass der Verein seine Hausaufgaben macht: "Wir sind die, die man jede Woche sieht und von denen Leistung erwartet wird. Andere sollten ihre Aufgaben aber auch machen", sagte ein Minuten nach dem Abpfiff emotional aufgewühlter Babatz: "Aber wir sind immer die Deppen und müssen uns beschimpfen lassen", sprudelte es aus ihm heraus. Nach dem Duschen wirkte der Routinier schon abgekühlter: "Das Wichtigste ist, dass wir alle die Ruhe bewahren. Es ist überhaupt nichts verloren. Gerade weil wir beweisen wollten, dass wir nicht nur geldgeile Profis sind, hofften wir mehr zu zeigen. Unser momentanes Problem ist die Verunsicherung. Wir agieren meist planlos und glücklos." Mit dem letzten Satz traf der Routinier, der wie seine Mitspieler erneut weit hinter den Möglichkeiten zurückblieb, den Nagel auf den Kopf. Coach Conrad hatte gegenüber dem Haching-Spiel seine Startelf auf einigen Positionen umgestellt, brachte im Mittelfeld Ismaili und Ollhoff für Verteidiger Rene Schwall - dessen Part auf der linken Abwehrseite übernahm Sebastian Gajda - und Nicolas Jüllich. Die erhofften Impulse blieben aus. Ehe sich die Blau-Schwarzen versahen, jubelte der KSC. Der agile Lars Stindl, nach schöner Rechtsflanke von Stefan Müller, ließ SVW-Keeper Tsiflidis aus kurzer Distanz keine Chance - 1:0 (15.). Fast eine Kopie des Führungstreffers vor 1607 Besuchern war das 2:0 (27.). Da kam die maßgerechte Hereingabe von Sebastian Fischer. Pascal Röber war jetzt zur Stelle und schockte die rund 900 SVW-Anhänger. "Beide Gegentore resultierten aus Ballverlusten im Mittelfeld", nahm Conrad Sebastian Gajda in Schutz. Zwei Chancen, zwei Tore: Für den SVW hatte Janis Crone Pech, dass sein Kopfball nach schöner Babatz-Flanke nur die Querlatte traf (19.): "Da hatten wir postwendend die Chance ins Spiel zurückzukommen. Unter dem Strich haben wir in der ersten Halbzeit zu viele Bälle im Spiel nach vorne verloren. Der Anschlusstreffer kam zu spät. Der KSC hat verdient gewonnen", schloss Conrad die Analyse ab. Das Präsidentenwort in der Kabine wollte er "nicht kommentieren". Nöll war zwar mit der zweiten Halbzeit immerhin "zufrieden, auch kämpferisch war es in Ordnung". Was bleibt ist wohl die Erkenntnis, dass sich beide Seiten vor den anstehenden Topspielen gegen Nürnberg, Pfullendorf und Ulm zusammenraufen müssen. Sonst droht schnell der Fall ins Mittelmaß.

morgenweb.de 16. November 2008



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