Karl-Heinz Schnellinger

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Karl-Heinz Schnellinger (* 31. März 1939 in Düren) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Der aus der SG Düren 99 hervorgegangene Jugendnationalspieler (er absolvierte am 12. Oktober 1957 als 18-Jähriger auch bereits ein Amateurländerspiel) spielte nach seinem nach der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden vollzogenen Wechsel zum 1.FC Köln als Abwehrspieler in der Oberliga-West 131 Spiele mit 8 Toren für die damalige Spitzenmannschaft und gewann mit den "Geißböcken" 1962 auch die Deutsche Meisterschaft. Er war einer der ersten erfolgreichen deutschen Fußballer im Ausland. Er spielte in Italien für den AC Mantova (1963/64), den AS Rom (1964/65) und überaus mit Meisterschaften dekoriert ab dem Sommer 1965 bis 1974 beim AC Mailand. Zum Abschluss seiner Karriere beim AC Milan erreichte er noch einmal ein großes europäisches Endspiel. Im Europapokal der Pokalsieger 1973/74 verlor seine Mannschaft jedoch das Endspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Er wechselte 1974 am Ende seiner aktiven Laufbahn in die Bundesliga zu Tennis Borussia Berlin und bestritt als 35-Jähriger noch 19 Spiele für die Berliner.

Mit den Mailändern holte er alle großen Titel in die Lombardei. Er feierte den Gewinn des Weltpokals, den Gewinn des Europapokals der Landesmeister (jeweils als erster Deutscher) und der Pokalsieger und wurde daneben auch Meister in der Serie A und Pokalsieger. Er spielte mit den Größen Cudicini, Anquiletti, Rosato, Malatrasi, Trapattoni, Hamrin, Lodetti, Rivera, Sormani und Prati zusammen.

Schnellinger bestritt 47 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und erzielte einen Treffer. Dieses Tor war der 1:1-Ausgleich im WM-Halbfinale 1970 gegen Italien, als Schnellinger im so genannten Jahrhundertspiel die deutsche Elf in die Verlängerung rettete. Den deutschen Kommentator Ernst Huberty verleitete das zu dem Kultausspruch „ausgerechnet Schnellinger ...“, weil Schnellinger seit Jahren in Italien spielte. Das Spiel endete dann 4:3 für Italien.

1962 wurde er von den Sportjournalisten zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt. Im selben Jahr erschien sein Buch "Gib mir den Ball!".

Bei insgesamt vier Teilnahmen bei Fußballweltmeisterschaften mit der Nationalmannschaft wurde er in Schweden 1958 Vierter, 1966 in England Zweiter und 1970 in Mexiko Dritter. Bei der Weltmeisterschaft 1962 in Chile schied die DFB-Vertretung zwar bereits im Viertelfinale nach einer 0:1 Niederlage gegen Jugoslawien aus, Schnellinger selbst aber wurde in das All-Star-Team gewählt und spielte 1963 daraufhin auch in der Weltauswahl gegen England. Bei den Abschieden von Stan Matthews 1965 und Uwe Seeler 1972 spielte er auch zweimal in einer Europa-Auswahl. Der große Erfolg mit dem Weltmeistertitel war ihm nicht vergönnt, da er 1971 seine Karriere im Nationalteam beendete. Schnellinger war einer der weltbesten Abwehrspieler über ein Jahrzehnt und kann ganz sicher zu den Großen des Fachs gezählt werden. Er war kopfballstark, hatte läuferisches Vermögen, eine gute Grundtechnik für den Spielaufbau und absolute Klasse im defensiven Zweikampf und war darüberhinaus ein überdurchschnittlich intelligenter junger Mann, der so ausgestattet naturgemäß auch ein glänzender Taktiker war.

Vereine

Statistik

  • 47 Länderspiele; 1 Tor für Deutschland
  • 1 Amateur-Länderspiel
  • Endrunde um die Deutsche Meisterschaft
    30 Spiele; 1 Tor 1. FC Köln
  • Westpokal
    11 Spiele; 3 Tore 1. FC Köln

Erfolge

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