Michael Ballack

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Michael Ballack

Michael Ballack im Jahre 2009
Spielerinformationen
Geburtstag 26. September 1976
Geburtsort GörlitzDDR
Größe 189 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1983–1986

1986–1990
1990–1995
BSG Motor „Fritz Heckert“
Karl-Marx-Stadt

FC Karl-Marx-Stadt
Chemnitzer FC
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–1996
1995–1997
1997–1999
1997–1998
1999–2002
2002–2006
2006–2010
2010–
Chemnitzer FC II
Chemnitzer FC
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern II
Bayer 04 Leverkusen
FC Bayern München
FC Chelsea
Bayer 04 Leverkusen
18 0(5)
49 (10)
46 0(4)
17 0(8)
79 (27)
107 (44)
105 (17)
2 0(0)
Nationalmannschaft2
1996–1998
1999–
Deutschland U-21
Deutschland
19 0(7)
98 (42)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 29. August 2010
2Stand: 3. März 2010

Michael Ballack (* 26. September 1976 in Görlitz) ist ein deutscher Fußballspieler, der seit dem 1. Juli 2010 bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag steht. Er ist zudem langjähriger Mannschaftskapitän der deutschen Nationalmannschaft.

Karriere

Im Verein

Chemnitzer FC

Ballack begann im Alter von sieben Jahren mit dem Fußballspielen bei der BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt. Seine Eltern schickten ihn zum Training mit der dortigen Mannschaft, wo er dem Trainer Steffen Hänisch, der selbst in der zweiten Liga der DDR gespielt hatte, sofort auffiel. Besonders beeindruckend für Hänisch war die für Ballacks Alter außergewöhnlich weit entwickelte Technik und seine Fähigkeit, beidfüßig zu schießen.

Er spielte sich in die Mannschaft seiner Altersklasse und kam zu seinem allerersten Spiel beim 2:1-Sieg gegen Motor Ascota Karl-Marx-Stadt. Mit der zunehmenden Anzahl von Partien wurde sehr schnell das Talent von Ballack deutlich, der zudem damit begann, die Mannschaftsführung auf dem Spielfeld zu übernehmen. Auch entwickelte er eine beeindruckende Torgefährlichkeit und kam in seiner dritten Saison auf 57 Treffer in nur 16 Spielen. Im Jahr 1988 wechselte er zu einem ungleich größeren Verein, dem FC Karl-Marx-Stadt, der später in Chemnitzer FC umbenannt wurde.

Das hoffnungsvolle junge Talent kam schnell zu weiteren Erfolgen. Noch im selben Jahr gewann er mit seinem neuen Verein die Bezirks-Hallenmeisterschaft und entwickelte sich unter seinen neuen Trainern Jürgen Häuberer und Eberhard Schuster weiter, um drei Jahre später die sächsische Hallenmeisterschaft zu gewinnen. Nach drei weiteren Jahren errang er 1994 für den Chemnitzer FC die U-19-Meisterschaft des Freistaates.

Im Jahre 1995 erhielt Ballack aufgrund seiner Leistungen als zentraler Mittelfeldspieler seinen ersten Profivertrag. In Anlehnung an Franz Beckenbauer erhielt er während dieser Zeit den Spitznamen „kleiner Kaiser“. Am 4. August 1995 debütierte er am ersten Spieltag der Saison 1995/96 in der 2. Bundesliga und verlor – trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs von Silvio Meißner – mit 1:2 gegen den VfB Leipzig. Im Laufe der Saison kam Ballack zu insgesamt fünfzehn Einsätzen, stieg jedoch mit seinem Verein in die Regionalliga Nordost ab. Ein persönlicher Höhepunkt war dennoch am 26. März 1996 sein erstes Spiel für die deutsche U-21-Nationalmannschaft.

In der darauf folgenden Spielzeit wurde Ballack endgültig zum Stammspieler und scheiterte mit dem Wiederaufstieg von Chemnitz in die Zweitklassigkeit nur knapp, wobei er alle Partien absolviert und zehn Tore für die „Himmelblauen“ geschossen hatte. Im Sommer 1997 folgte sein weiterer persönlicher Aufstieg, als Otto Rehhagel ihn für den soeben in die Bundesliga aufgestiegenen 1. FC Kaiserslautern verpflichtete.

1. FC Kaiserslautern

Am siebten Spieltag der Saison 1997/98 wechselte Rehhagel seinen neuen Spieler in der Partie beim Karlsruher SC erstmals für die letzten fünf Minuten ein. Darauf folgte am 28. März 1998 der erste Einsatz von Beginn an, wobei ihm gegen Bayer 04 Leverkusen die Aufgabe übertragen wurde, den gegnerischen Spielmacher Emerson auszuschalten. Ballack kam auf sechzehn Spiele in der ersten Saison und war am sensationellen Meisterschaftsgewinn des 1. FC Kaiserslautern beteiligt, dem dieser Erfolg als erster Aufsteiger in der Geschichte der Bundesliga gelang.

In der zweiten Saison wurde Ballack mit 30 Einsätzen und vier Toren zum Stamm- und zugleich Führungsspieler seiner Mannschaft, die das Viertelfinale in der Champions League erreichen konnte, dort aber gegen den FC Bayern München unterlag. Knapp drei Monate nach seinem Einstand in der deutschen A-Nationalmannschaft wechselte Ballack am 16. Juli 1999 für eine Ablöse von acht Millionen D-Mark zu Bayer 04 Leverkusen.

Bayer 04 Leverkusen

Seinen endgültigen sportlichen Durchbruch konnte Ballack mit Bayer 04 Leverkusen feiern, wo er von den dort amtierenden Trainern Christoph Daum und Klaus Toppmöller die notwendigen Freiheiten für die Spielgestaltung erhielt. Im zentralen Mittelfeld war Ballack fortan die Anspielstation und der Kreativakteur, der sich zudem in spielkritischen Momenten und Standardsituationen im gegnerischen Strafraum einschaltete, um dort seine Torgefährlichkeit zu nutzen. Im Laufe seiner drei Jahre bei Leverkusen schoss er 27 Meisterschaftstore und neun weitere Treffer in europäischen Vereinswettbewerben.

Im Jahr 2000 benötigte Leverkusen am letzten Spieltag gegen den Außenseiter SpVgg Unterhaching lediglich ein Remis, um den Meisterschaftstitel zu gewinnen, aber ein Eigentor von Ballack führte zur Niederlage und zum Verlust des sicher geglaubten Titels.

Nach einer weiteren erfolgreichen Saison mit Leverkusen, als der Verein in der Spielzeit 2001/02 neben der Vizemeisterschaft erst in den Endspielen der Champions League und des DFB-Pokals verlor, verließ Ballack Leverkusen.

Gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden Bernd Schneider, Carsten Ramelow und Oliver Neuville zog er vorher noch in das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea ein, wo er jedoch aufgrund zweier gelber Karten gesperrt war. Ballack beendete insgesamt die Saison 2001/02 mit 17 Meisterschaftstoren, was ihm die Auszeichnung zu Deutschlands Fußballer des Jahres und eine Nominierung in das UEFA-„All-Star-Team“ der abgelaufenen Saison einbrachte.

FC Bayern München

Ballack im Trikot des FC Bayern München (2006)

Trotz eines gleichzeitigen Angebots des spanischen Spitzenvereins Real Madrid entschied sich Ballack im Jahr 2002 für einen Wechsel zum FC Bayern München gegen eine Ablösesumme von rund sechs Millionen Euro.[1] Obwohl er bei den Bayern fortan defensiver agierte, kam er dennoch auf Anhieb zu weiteren zehn Toren und gewann mit seiner neuen Mannschaft den deutschen Meistertitel. Beim DFB-Pokalendspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern schoss er zwei weitere Tore zum 3:1-Sieg.

Nach einer sportlichen Stagnation in seiner zweiten Spielzeit für München war Ballack wieder entscheidend am Gewinn eines erneuten „Doubles“ in der Saison 2004/05 beteiligt und war dabei nach Aussage des neuen Trainers Felix Magath der einzige gesetzte Spieler im Mittelfeld des FC Bayern. In insgesamt vier Spielzeiten für den Rekordmeister gewann Ballack drei „Doubles“ aus deutscher Meisterschaft und DFB-Pokalsieg und schoss in 135 Spielen 47 Tore. In der obersten deutschen Spielklasse hat Ballack somit zwischen 1998 und 2006 75 Treffer erzielt.

Dennoch wurde Ballack regelmäßig kritisiert, in entscheidenden Spielen der Champions League schwächere Leistungen erbracht und stets mit dem Wechsel zu einem bedeutenden internationalen Verein geliebäugelt zu haben, anstatt seine Loyalität zu den Bayern zu erklären. Besonders stark fiel die Kritik dabei von den Vereinsoberen und ehemaligen Spielern des FC Bayern Franz Beckenbauer (Präsident), Uli Hoeneß (Manager) und Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender) und sogar dem eigenen Fananhang aus, der ihn verstärkt in den letzten Spieltagen auf den Tribünenrängen verspottete.

Ballack reagierte verärgert über die zunehmenden Unmutsäußerungen und betonte, dass er seinen Vertrag pflichtbewusst erfüllt und sich stets professionell sowohl auf als auch außerhalb des Platzes als Bayern-Spieler verhalten habe.

FC Chelsea

Ballack (2005)
Ballack im Trikot des FC Chelsea London (2009)

Ballack unterschrieb am 15. Mai 2006 einen neuen Vertrag beim FC Chelsea London, wohin er ablösefrei wechselte. Während seiner letzten Saison beim FC Bayern waren dabei stets Gerüchte um einen Transfer zu Manchester United, Real Madrid und AC Mailand aufgekommen, die Ballack jedoch mit dem Hinweis ablehnte, er sehe bei einem Wechsel an die Stamford Bridge bessere Perspektiven, Titel zu gewinnen.

Öffentlichen Mediendiskursen, die thematisierten, ob ein Zusammenspiel von Ballack und Frank Lampard, die beide ähnliche Positionen in der Mannschaft beanspruchen, überhaupt möglich sei, begegnete der damalige Chelsea-Trainer José Mourinho damit, dass er keine Schwierigkeiten in der Vereinbarkeit der beiden Akteure in seinem Team sehe.

Sein Debüt für Chelsea gab Ballack am 31. Juli 2006 bei einem Freundschaftsspiel in den USA an der UCLA. Am folgenden Tag wurde er offiziell den Medienvertreten vorgestellt, wo er sich mit dem Trikot mit der Nummer 13 zeigte, wie bereits bei allen anderen Vereinen zuvor. Ursprünglich war für Ballack die Nummer 19 vorgesehen, da die 13 von seinem Teamkollegen William Gallas belegt war. Dieser äußerte jedoch Wechselabsichten, weshalb Trainer Mourinho Ballack die Nummer 13 zusprach.

Sein erstes Tor für Chelsea schoss er am 12. September 2006 vor heimischer Kulisse an der Stamford Bridge beim Auftaktspiel zur Champions-League-Saison 2006/07 per Elfmeter gegen Werder Bremen. Seinen ersten Titel in England holte er im Finale des League Cups, als Chelsea den FC Arsenal besiegte; zudem gewann er mit seinem neuen Team den FA Cup. Im Finale gegen Manchester United kam er aufgrund einer Verletzung jedoch nicht zum Einsatz.

In der Folgesaison 2007/08 erreichte Ballack mit Chelsea das Finale der Champions League. Im ersten rein englischen Endspiel der Geschichte verlor seine Mannschaft allerdings mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen Manchester United. Nach Ende der regulären Spielzeit sowie der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Ballack selbst schoss und verwandelte den ersten Elfmeter seines Teams. Es war für Ballack die zweite Endspiel-Niederlage nach 2002 mit Bayer 04 Leverkusen. Auch in der Liga wurde nur die Vizemeisterschaft erreicht. Auch hier lag Manchester United knapp vor dem FC Chelsea.

2008/09 erreichte Ballack mit Chelsea nur den dritten Tabellenplatz mit sieben Punkten Rückstand auf Meister Manchester United. Im Champions-League-Halbfinale schied sein Verein unglücklich gegen den FC Barcelona aus. Dagegen gewann Ballack durch einen 2:1-Erfolg gegen den FC Everton den zweiten FA-Cup seiner Karriere. Im Finale spielte er jedoch nicht von Beginn an, sondern wurde erst in der 61. Minute eingewechselt.[2]

Während der Vorbereitung auf die neue Saison 2009/10 verletzte sich der Mittelfeldspieler und brach sich den Zeh. Allerdings konnte Ballack sich rechtzeitig erholen und wurde beim im Vorfeld des Ligastarts ausgespielten FA Community Shield-Cupspiels zur 60. Minute eingewechselt. Da die Begegnung nach 90 Minuten und Verlängerung keinen Sieger fand (2:2), musste das Elfmeterschießen entscheiden. Beim 4:1 für den FC Chelsea verwandelte Ballack einen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 und konnte so erstmals diesen Pokalsieg feiern.[3] In dieser Saison konnte Ballack erstmals die englische Meisterschaft gewinnen. Da Chelsea zudem im Finale des FA-Cups den FC Portsmouth mit 1:0 bezwang, konnte am Ende der Saison sogar das Double gefeiert werden. Trotz der guten Saison wurde Ballacks Vertrag in London nicht verlängert. Er verließ den Verein ablösefrei im Juni 2010.[4]

Rückkehr zu Bayer 04 Leverkusen

Zur Saison 2010/11 wechselte Ballack nach acht Jahren ablösefrei zurück zu Bayer 04 Leverkusen.[5]

In der Nationalmannschaft

Am 26. März 1996 stand Ballack gegen Dänemark - kurz nach seinem Wechsel in die Profiabteilung von Chemnitz - für die U-21-Auswahl erstmals in einer deutschen Nationalmannschaft. Dort kam er insgesamt zu 19 Spielen und vier Toren. Nach seinem Wechsel zu Kaiserslautern wurde er von Berti Vogts erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen. Sein erstes Länderspiel absolvierte er am 28. April 1999 in Bremen unter dem Trainer Erich Ribbeck bei der 0:1-Niederlage gegen Schottland, als er nach einer Stunde für Dietmar Hamann eingewechselt wurde.

Ballack verwandelt einen Strafstoß im Eröffnungsspiel des Confederation-Cup 2005

Bei seiner Teilnahme an der Euro 2000 in den Niederlanden und Belgien kam Ballack während des gesamten Turniers auf lediglich 63 Einsatzminuten. Bis zur WM 2002 wurde aus dem vormaligen Ergänzungsspieler dann aber ein Führungsspieler. Bei dieser Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea entwickelte sich Ballack neben Oliver Kahn zu einem zentralen Leistungsträger im deutschen Team. Seine drei Tore gegen die Ukraine in den Play-off-Spielen zur WM-Qualifikation hatten der deutschen Mannschaft zuvor erst den Weg nach Asien ermöglicht, wo er dann einen großen Anteil am Endspieleinzug hatte. Er schoss die jeweils einzigen Tore zu den 1:0-Siegen gegen die Vereinigten Staaten und Südkorea, nach denen die deutsche Mannschaft dann im Endspiel stand. Ein Umstand, der seine vorherigen Kritiker jedoch noch mehr beeindruckt hatte, war sein taktisches Foul im Halbfinale gegen den Gastgeber, das eine große Torchance des Gegners verhinderte, aber auch dazu führte, dass er die daraus resultierende Gelbe Karte in Kauf nahm und die damit verbundene eigene Sperre für das mögliche Finale bei einer Fußball-Weltmeisterschaft als Opfer bot. Wenige Minuten nach Erhalt der gelben Karte schoss er Deutschland mit dem entscheidenden Tor zum 1:0 ins Endspiel. Nach der erneut enttäuschend verlaufenden Euro 2004 in Portugal, als Jürgen Klinsmann die Nachfolge von Bundestrainer Rudi Völler antrat, wurde Ballack zum neuen Mannschaftskapitän ernannt.

Im Eröffnungsspiel für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land musste Ballack gegen Costa Rica aufgrund einer Wadenverletzung passen, kehrte jedoch im zweiten Gruppenspiel gegen Polen zurück und bereitete in der letzten Vorrundenpartie gegen Ecuador ein Tor von Miroslav Klose vor. Beim 2:0-Achtelfinalsieg gegen Schweden kam er zu sieben gefährlichen Torschüssen aus der Distanz, konnte aber keinen davon in einen Treffer umwandeln. Dem folgte ein Erfolg über Argentinien nach Elfmeterschießen, bei dem Ballack die Flanke gab, die zum 1:1-Ausgleich von Klose führte, und die 0:2-Niederlage im Halbfinale gegen Italien, die in den letzten zwei Minuten der Verlängerung besiegelt wurde. Im Spiel um den dritten Platz, das Deutschland gegen Portugal mit 3:1 für sich entscheiden konnte, musste Ballack verletzungsbedingt pausieren. Ein Tor erzielte Ballack, neben seinem einzigen Assist gegen Ecuador, bei der Weltmeisterschaft nicht. Dennoch wurde er in den Spielen gegen Ecuador und Argentinien zum „Man of the Match“ gewählt und am Ende des Turniers in das All-Star-Team berufen.

Bei der Euro 2008 erzielte Ballack im dritten Gruppenspiel gegen Österreich per Freistoß den Treffer zum 1:0-Erfolg, der den Einzug ins Viertelfinale bedeutete. Dieser Treffer wurde zum Tor des Jahres 2008 gewählt. Beim 3:2-Sieg gegen Portugal erzielte er nach einer Freistoßflanke den dritten Treffer für Deutschland. Von der Expertenkommission der UEFA wurde er einen Tag nach der Endspiel-Niederlage gegen Spanien in das All-Star-Team der EM 2008 gewählt.

Am 6. Mai 2010 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den erweiterten Kader für die Weltmeisterschaft 2010 berufen. Aufgrund eines Risses des Innenbandes und eines Teilabrisses der Syndesmose des Sprunggelenks nach einem Foulspiel von Kevin-Prince Boateng am 15. Mai 2010 im englischen Pokalfinale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Portsmouth fiel er jedoch für die Weltmeisterschaft aus. Seinen Platz als Mannschaftskapitän übernahm vorerst Philipp Lahm.[6]

Ballack ist von den noch aktiven Nationalspielern der Spieler mit den zweitmeisten Länderspielen, mit mehr als zehn Jahren in der Nationalmannschaft der dienstälteste Spieler und mit zehn verwandelten Elfmetern der beste Strafstoßschütze in der Geschichte der Nationalmannschaft. Mit 98 Länderspielen liegt er derzeit auf Platz 10 der Rangliste der deutschen Nationalspieler (bzw. Platz 7 der nur für den DFB tätigen Spieler) und mit 42 Toren als bester Mittelfeldspieler auf Platz sieben der Torschützenliste (bei Nichtberücksichtigung von Joachim Streich, der seine 55 Tore für die Nationalmannschaft der DDR erzielte). Mit 55 Einsätzen als Kapitän der Nationalmannschaft liegt er in dieser Wertung auf Platz 2.

Spielweise

Ballack ist bekannt für seine vielseitige und anpassungsfähige Spielweise, die es ihm ermöglicht, ebenso effektiv am Angriffsspiel teilzunehmen wie Defensivarbeit zu verrichten. Ballack gilt als hervorragender Kopfballspieler und ist zudem beidfüßig.

Erfolge/Titel

Als Nationalspieler

Mit seinen Vereinen

Persönliche Auszeichnungen

Privatleben

Ein halbes Jahr nach Ballacks Geburt zogen seine Eltern mit ihm nach Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz). Seine Schulzeit verbrachte er in der POSGeorgi Dimitroff“ (heute MS „Am Flughafen“) und in der Kinder- und Jugendsportschule „Emil Wallner“ (später Sportgymnasium Chemnitz).[7]

Ballack ist seit 2008 mit seiner Ehefrau Simone verheiratet. Mit ihr hat er drei Söhne (* 2001, 2002 und 2005).

Marketingaktivitäten

Ballack war in der Vergangenheit wiederholt für verschiedene Unternehmen als Testimonial bzw. Werbeträger tätig, unter anderem für adidas, McDonald’s, Samsung und Sony. Die Trikotnummer 13 wurde hierbei in mehreren Kampagnen als verbindendes Element verwendet.

Im Rahmen der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan warb Ballack für Pepsi.[8] Ballacks Vertrag mit adidas wurde 2002 unterzeichnet und läuft nach einer Verlängerung im Jahr 2006 voraussichtlich bis 2012.[9] Im Jahr 2006 kam Thomson Media Control zu dem Ergebnis, dass Ballack der mit Abstand beliebteste und umsatzstärkste Fußball-Werbestar unter den aktiven deutschen Spielern ist.[10]

Seit 2009 wirbt Ballack für das Portal ab-in-den-urlaub.de der Unister Holding GmbH.[11][12]

Ballacks Manager ist der Luxemburger Rechtsanwalt und Spielerberater Michael Becker. Dieser vertritt neben Ballack auch die Spieler Miroslav Klose, Oliver Neuville und Bernd Schneider.[13]

Einzelnachweise

  1. sport.ard.de: Ballack wehrt sich und droht Bayern
  2. chelseafc.com: Chelsea 2 - 1 Everton
  3. Ballack holt seinen ersten Titel vom 9. August 2009 auf focus.de
  4. Michael Ballack to leave Chelsea auf chelseafc.com
  5. Leverkusen: Vertrag über zwei Jahre – Ballack kehrt zu Bayer zurück auf kicker.de
  6. http://www.kicker.de/news/fussball/nationalelf/startseite/525656/artikel_Lahm-ist-der-neue-Kapitaen.html
  7. Michael Ballack - die offizielle Homepage - Porträt
  8. vgl. zum Beispiel Horizont.net: Pepsi wirbt zur WM mit Ballack, 11. April 2002, online unter horizont.net
  9. vgl. zum Beispiel Horizont.net: Michael Ballack verlängert mit Adidas, online unter horizont.net
  10. vgl. zum Beispiel Horizont.net: Ballack ist umsatzstärkster Werbestar unter den Fußball-Profis, 18. Juli 2006, online unter horizont.net
  11. Michael Ballack - die offizielle Website, michael-ballack.com, abgerufen am 1. Juni 2010
  12. Michael Ballack wird WerbeStar in Leipzig!, bild.de, 2. Juli 2009
  13. vgl. zum Beispiel Jörg Kramer: Fussball - Das große Feilschen, DER SPIEGEL 4/2002 vom 21. Januar 2002, Seite 144, online unter SPON

Weblinks

 Commons: Michael Ballack – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

ar:مايكل بالاك bat-smg:Michael Ballack be-x-old:Міхаэль Балак bg:Михаел Балак bn:মিশাএল বালাক bs:Michael Ballack ca:Michael Ballack cs:Michael Ballack da:Michael Ballack en:Michael Ballack eo:Michael Ballack es:Michael Ballack et:Michael Ballack eu:Michael Ballack fa:میشائل بالاک fi:Michael Ballack fr:Michael Ballack ga:Michael Ballack he:מיכאל באלאק hr:Michael Ballack hu:Michael Ballack id:Michael Ballack it:Michael Ballack ja:ミヒャエル・バラック jv:Michael Ballack ka:მიხაელ ბალაკი ko:미하엘 발라크 la:Michael Ballack lt:Michael Ballack lv:Mihaels Ballaks mr:मिकाईल बलाक ms:Michael Ballack nl:Michael Ballack nn:Michael Ballack no:Michael Ballack pl:Michael Ballack pt:Michael Ballack ro:Michael Ballack ru:Баллак, Михаэль simple:Michael Ballack sk:Michael Ballack sl:Michael Ballack sq:Michael Ballack sr:Михаел Балак sv:Michael Ballack sw:Michael Ballack szl:Michael Ballack th:มิชาเอล บัลลัค tr:Michael Ballack uk:Міхаель Баллак vi:Michael Ballack zh:米夏埃爾·巴拉克 zh-yue:波歷克



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