Rudi Gutendorf

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rudi Gutendorf (* 30. August 1926 in Koblenz; † 13. September 2019) war ein deutscher Fußballtrainer.

Während seiner aktiven Spielerzeit bestritt der gebürtige Koblenzer ca. 86 Oberligaspiele, meist als Rechtsaußen für "TuS Neuendorf" (heute: TuS Koblenz), und trainierte schon zu dieser Zeit unterklassige Vereine aus dem Koblenzer Einzugsgebiet. Nach dem Ende der aktiven Karriere 1953 nahm er an einem Trainerlehrgang unter Sepp Herberger teil und erhielt 1954 die DFB-Trainerlizenz 330.

Er gilt mittlerweile als der Trainer mit den meisten internationalen Engagements und steht als solcher auch im Guinness Buch der Rekorde.

Die Liste seiner Trainertätigkeit weist mittlerweile 55 Stationen auf. Darunter sind Tätigkeiten als Nationaltrainer in den Ländern Australien, Bolivien, Trinidad, Volksrepublik China, Fidschi, Tonga, Tansania, Nepal und Ruanda.

In der Bundesliga war er für die Vereine MSV Duisburg, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Kickers Offenbach, Tennis Borussia Berlin, Hamburger SV sowie 1860 München (damals 2. Liga) als Trainer aktiv. Insgesamt saß er in der 1. Bundesliga 227-mal auf der Trainerbank (82 Siege, 60 Unentschieden, 85 Niederlagen, 327:374 Tore).

Aufgrund der Defensiv-Taktik, mit der er mit dem MSV Duisburg in der Bundesliga-Saison 1963/64 die Vizemeisterschaft erreichte, erlangte er den Spitznamen "Riegel-Rudi".

Rudi Gutendorf ist verheiratet und hat seit seinem 62. Lebensjahr einen Sohn und lebt mit diesem und seiner Gattin bei Neustadt (Wied)

Zudem schrieb Rudi Gutendorf eine kleine Kolumne für eine Koblenzer Sonntagszeitung. Diese Kolumne enthält in erster Linie die Themen seiner Vize-Meisterschaft mit dem Meidericher SV 1964 hinter dem 1.FC Köln, sowie die Tatsache, dass er damals der Boss vom "Boss"(Helmut Rahn) war. Des weiteren erwähnt er gerne seine aktuelle Station als Trainer in der Lotto-Elf, in der er Größen wie Wolfgang Overath, Horst Eckel und Stefan Kuntz betreut. Auch wäre er gegen China damals der bessere Bundestrainer gewesen, da er weiß, wie der Riegel, den die Chinesen im Spiel gegen die Deutschen spielten (übernommen nach seinem Engagemant in China), zu knacken ist.

Mit dem Nationalteam von Chile stand er kurz vor der WM-Teilnahme 1974, aber nach Pinochets Militärputsch musste er 1973 das Land verlassen. Als Chile dann bei der Weltmeisterschaft antrat, war Gutendorf schon in Bolivien tätig.

Langfristig etwas aufzubauen, das war nie sein Ding, die Welt sehen, etwas über Fußball vermitteln, weiter gehts zum nächsten Ort. Er hat das nie ablegen können, noch mit 90 Jahren bot er sich dem VfB Stuttgart als Berater an..[1]

Bundesverdienstkreuz

Am 22. April 1997 erhält Rudi Gutendorf das Bundesverdienstkreuz.
In der Begründung heißt es: „Rudi Gutendorf hat in hervorragender Weise als Entwicklungshelfer im sportlichen Bereich das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland gefördert.“

Alle Stationen von Rengsdorf bis nach Samoa:

01. 1946 - 54 SV Rengsdorf (Kreisklasse)
02. Rot-Weiß Koblenz (Bezirksklasse)
03. VfB Lützel (Bezirksklasse)
04. SG Braubach (Kreisklasse)
05. TuS Neuendorf (Oberliga)
06. 1955 Blue Stars Zürich (Nationalliga B)
07. 1955 - 60 FC Luzern (Nationalliga B)
08. 1961 US Monastir/Tunesien (1. Div.)
09. 1962 - 63 TSV Marl-Hüls (Oberliga)
10. 1963 - 64 Meidericher SV (Bundesliga)
11. 1965 VfB Stuttgart (Bundesliga)
12. 1966 - 68 St. Louis (US-Profiliga)
13. 1968 Bermudas
14. 1968 - 70 Schalke 04 (Bundesliga)
15. 1970 - 71 Kickers Offenbach
16. 1972 Cristal Lima (Peru)
17. Nationaltrainer Chile
18. 1974 1860 München (2. Bundesliga)
19. 1974 Manager der Hallen-WM
20. 1974 Nationaltrainer Bolivien
21. 1974 FC Boliviar
22. 1974 Nationaltrainer Venezuela
23. 1975 Valladolid (2.Liga Spanien)
24. 1975 - 76 Fortuna Köln (2.Bundesliga)
25. 1976 Nationaltrainer Trinidad
26. 1976 Nationaltrainer Grenada
27. 1976 Nationaltrainer Antigua
28. 1976 Nationaltrainer Botswana
29. 1976 - 77 TB Berlin (Bundesliga)
30. 1977 Hamburger SV (Bundesliga)
31. 1978 Nationaltrainer Australien
32. 1980 Fifa Lecture Philippinen
33. 1980 Nationaltrainer Neu-Kaledonien
34. 1981 Trainer-Lehrgang Fidschi
35. 1981 Nationaltrainer Nepal
36. 1981 Nationaltrainer Tonga
37. 1981 Nationaltrainer Tansania
38. 1981 - 82 Yanga Daressalam (Tansania)
39. 1982 Trainerausbildung Arysha (Tansania)
40. 1982 - 84 FC Youmiuri (Japan)
41. 1984 Hertha BSC (2.Bundesliga)
42. 1984 Sao Tomé, Principe (Westafrika)
43. 1985 Nationaltrainer Ghana
44. 1985 Nationaltrainer Nepal
45. 1986 Trainerausbilder Nepal
46. 1987 Trainerausbilder Fidschi
47. 1987 Nationaltrainer Fidschi
48. 1988 Trainerausbilder China
49. 1988 Olympia-Nationaltrainer Iran
50. 1991 - 92 Olympia-Team China
51 1995 - 96 Nationaltrainer Zimbabwe
52. 1997 Nationaltrainer Mauritius
53. 1998 Sportdirektor TuS Koblenz
54. 1999 Nationaltrainer Ruanda
55. 2003 Nationaltrainer Samoa U23

Einzelnachweise

  1. Er war überall spiegel.de vom 15.9.2019, abgerufen am 16. September 2019

Weblinks


en:Rudi Gutendorf sv:Rudi Gutendorf



Hier könnte Ihre Werbung stehen

in allen mehr als 20.000 Artikeln