SV Ried

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Die Sportvereinigung Ried ist ein Fußballverein aus der oberösterreichischen Stadt Ried im Innkreis in Österreich und spielt derzeit (Saison 2008/09) in der höchsten Spielklasse, der Bundesliga.

SV Ried
Logo
Voller Name SV Josko Fenster Ried
Gegründet 5. Mai 1912
Vereinsfarben Schwarz-Grün
Stadion Fill Metallbau Stadion
Plätze 7.680
Präsident Johann Willminger
Trainer Paul Gludovatz
Liga Bundesliga
2007/08 7. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Trikotfarben
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Auswärts

Allgemeines

Unter Miteinbeziehung des Sponsors trägt der Verein derzeit den offiziellen Namen SV Josko Fenster Ried. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Grün. Die frühere Heimstätte der SV Ried ist das Stadion der Stadt Ried, seit Oktober 2003 werden die Spiele im neu erbauten Fill Metallbau Stadion gespielt, welches Platz für 7680 Zuschauer bietet. Mit dem Gewinn des Meistertitels der Ersten Liga in der Saison 2004/05 wurde die SV Ried wieder erstklassig und spielt seither in der Bundesliga.

Geschichte

Anfänge des Vereins

Die SV Ried wurde im Jahre 1912 gegründet und spielte bis 1955 unterbrochen durch die Weltkriege in der oberösterreichischen 1. und 2. Klasse. Im Jahr 1919 wurde der Verein in SV Germania Ried umbenannt. Diese Umbenennung wurde jedoch im selben Jahr rückgängig gemacht. Im Jahre 1955 gelang der Aufstieg in die Landesliga, von der man allerdings vier Jahre später wieder in die 1. Klasse West abstieg. Im Jahre 1962 gelang der neuerliche Aufstieg in die mittlerweile eingeführte Bezirksliga, im Jahr 1970 der weitere Aufstieg in die 2. Landesliga, wo man bis zum Aufstieg in die 1. Landesliga im Jahr 1976 immer vorne mitspielte und nie schlechter als 5. wurde.

Fußballwunder Ried

Bis 1991 spielte die SV Ried in der 1. Landesliga, wurde 1986 Vizemeister sowie Innviertler-Cupsieger und Oberösterreichischer Landes-Cupsieger. In den Jahren 1988 und 1990 wurde man bereits zweimal Meister, schaffte jedoch den Aufstieg in die damalige 2. Division der Österreichischen Bundesliga in den notwendigen Qualifikationsspielen nicht. In beiden Jahren scheiterte man im Relegationsturnier am Kärntner Verein Wolfsberger AC. Im Jahre 1991 konnte die SV Ried den 3. Landesmeistertitel feiern und krönte die Saison mit dem Aufstieg in die 2. Division. Im Relegationsturnier setzte sich die SV Ried gegen SVL Flavia Solva (Steiermark) und SVG Bleiburg (Kärnten) durch. Maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte Klaus Roitinger, damals noch Spielertrainer, der durch spätere Erfolge und Vereinstreue zu einer Art Kulttrainer avancierte, mit 2 Toren im entscheidenden Spiel gegen Flavia Solva, welches die SV Ried vor der Rekordkulisse von 5000 Zusehern mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Nach 4 Jahren in der zweiten österreichischen Spielklasse gelang als Zweitplatzierter der 2. Division über die Relegation gegen den Neunten der 1. Division, den FC Linz, am 24. Juni 1995 der Aufstieg in die höchste Liga Österreichs. In den Medien war stets vom "Fußballwunder Ried" zu lesen.

Bundesligaaufstieg und Cupsieger

Von 1995 bis 2003 spielte die SV Ried in der 1. Bundesliga und belegte bis auf den allerletzten Spieltag 2003 nie einen Abstiegsplatz. Im Jahr 1998 wurde die SV Ried ÖFB-Cupsieger, wobei im Finale der SK Sturm Graz mit 3:1 (2:0) bezwungen wurde. Im anschließenden Europapokal der Pokalsieger konnte man MTK Budapest aus dem Wettbewerb werfen und sogar gegen Maccabi Haifa einen 2:1-Heimsieg erringen. Die Heimspiele im Europapokal wurden im Stadion der Stadt Linz ausgetragen, da das alte Rieder Stadion nicht genügend Sitzplätze besaß. Im Rückspiel unterlag die SV Ried Maccabi Haifa jedoch mit 1:4 und schied aus. Im Jahre 2003 stieg die SV Ried in einem kuriosen Finish in die Erste Liga ab, erhielt aber mit dem Fill Metallbau Stadion auch ein neues bundesligataugliches Stadion, welches 7.680 Zusehern Platz bietet.

Wiederaufstieg und Topplatzierungen

Am 24. Mai 2005 gelang der SV Ried mit einem 3:2-Heimsieg (nach 0:2 Rückstand) gegen den FC Gratkorn in der vorletzten Runde der Meisterschaft der Wiederaufstieg in die Österreichische Bundesliga (das letzte Spiel in der 36. Runde auswärts gegen Vizemeister Kapfenberg war ob des Torverhältnisses praktisch nur mehr eine Formsache, wurde aber ebenfalls 3:2 gewonnen). Torschützenkönig wurde Sanel Kuljic mit 34 Treffern, was einen Rekord seit Bestehen der Zehnerliga bedeutete. Darüber hinaus gelang der SV Ried ein neuer Punkterekord in der Ersten Liga mit 77 Punkten. Dieser Meistertitel ist der Erste seit dem Landesliga-Titel in der Saison 1990/91.

Mit einem Vereinsbudget von nur 3,2 Millionen Euro war die SV Ried in der Saison 2005/06 jener Verein der Bundesliga, der über die gerinsten finanziellen Mittel verfügte. Trotzdem entwickelte sich die SV Ried zu einer Fußball-Großmacht im Fill Metallbau Stadion. Zwischen dem 10. September 2004 (0:2 gegen den FC Kärnten) und dem 8. April 2006 musste die SV Ried in 27 Pflichtspielen der ersten und zweiten Liga keine Heimniederlage im neuen Stadion hinnehmen. Diese Serie endete am 8. April 2006 mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den ASKÖ Pasching. Trotz Beendigung dieser Serie schaffte die SV Ried in der Saison 2005/06 unter Trainer Heinz Hochhauser mit dem 4. Platz in der Bundesliga die bis dahin beste Platzierung der Vereinsgeschichte und qualifizierte sich damit für den UI-Cup. Im UI-Cup 2006 konnte die SV Ried sowohl Dinamo Tiflis (3:1/1:0) als auch den FC Tiraspol (Moldawien) (3:1/1:1) aus dem Bewerb werfen und erreichte damit die zweite Runde der UEFA-Cup-Qualifikation. Hier brachte das Los den FC Sion aus der Schweiz als Gegner. Die SV Ried scheiterte jedoch nach einem 0:0 in Ried und einer 0:1 Niederlage in Genf knapp an der letzten Hürde zum Einzug in die erste Runde des UEFA-Cup-Hauptbewerbs. Torschütze für den FC Sion war per Foulelfmeter Ex-Ried-Goalgetter Sanel Kuljic, der erst wenige Wochen zuvor in die Schweiz gewechselt war.

In der Bundesligasaison 2006/07 lag Ried nach anfänglichen Problemen, für die auch Trainer Helmut Kraft verantwortlich gemacht wurde, zeitweise auf dem letzten Tabellenplatz. Mit einer beachtlichen Aufholjagd (unter anderem zwölf ungeschlagene Spiele in Folge im Herbst, Siege in allen sieben Heimspielen im Frühjahr sowie fünf Siege in den letzten fünf Meisterschaftsspielen) konnte sich die SV Ried in der Tabelle wieder vorarbeiten und beendete die Saison auf dem 2. Platz – wofür ebenfalls Trainer Helmut Kraft verantwortlich gemacht wurde. Der Vizemeistertitel ist für die SV Ried, neben dem ÖFB-Cupsieg 1998, der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Für die Bundesligasaison 2007/08 konnte die Stammmannschaft größtenteils gehalten werden, verstärkt hat man sich auf dem Transfermarkt überwiegend mit jungen Hoffnungsträgern. Nach einem erneuten Fehlstart mit einer Heimniederlage gegen den SV Mattersburg wurden die beiden darauffolgenden Auswärtsspiele gegen den SC Rheindorf Altach und den SK Austria Kärnten gewonnen. Dies bescherte der SV Ried nach dem dritten Spieltag kurzzeitig die Tabellenführung, das Auf und Ab der Leistungen ging aber weiter. Das zweite Ligaheimspiel wurde gegen Austria Wien mit 0:1 verloren, das entscheidende Tor erzielte mit Sanel Kuljic ausgerechnet der frühere Rieder Torschützenkönig. Trotzdem wurde Sanel Kuljic noch während des Spiels von vielen Ried-Fans für seine früheren Verdienste für die SV Ried gefeiert. In der ersten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation 2007/08 warf die SV Ried mit einem Gesamtscore von 4:3 (3:1/1:2) Neftçi Baku (Aserbaidschan) aus dem Bewerb. Als Gegner in der zweiten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation wurde, wie schon im Jahr zuvor, der FC Sion aus der Schweiz zugelost. Nach einem für die SVR glücklichen 1:1 im Hinspiel in Ried waren die Rieder beim Rückspiel in Genf chancenlos und kassierten eine 0:3-Niederlage.

Durch Trainerwechsel geprägter Umbruch

Am 22. Oktober 2007 wechselte Trainer Helmut Kraft nach kurzen Verhandlungen und aus familiären Gründen als Sportdirektor zum FC Wacker Innsbruck. Zu diesem Zeitpunkt lag seine ehemalige Mannschaft nach einem 3:0 Derbysieg gegen den LASK Linz auf dem 6. Tabellenplatz. Thomas Weissenböck und Gerhard Schimpl, die bisherigen Co-Trainer, übernahmen zusammen auf unbestimmte Zeit interimistisch den vakanten Trainerposten. Im Dezember 2007 wurde Thomas Weissenböck als Cheftrainer für die Früjahrssaison 2008 bestellt. Nach einer Netagivserie der SV Ried (unter anderem nur ein Punkt aus zwölf Auswärtsspielen) wurde Trainer Thomas Weissenböck am 6. April 2008, drei Runden vor Meisterschaftsschluss, beurlaubt. Michael Angerschmid übernahm für die letzten 3 Saisonpiele das Training. Die SV Ried schloss die turbulente Saison 2007/08 auf dem 7. Platz ab.

Am 8. Mai 2008 gab der Verein bekannt, dass der 47-jährige ehemalige Pasching-, Rapid- und Austria-Wien-Trainer Georg Zellhofer einen Zweijahresvertrag erhält. Als Co-Trainer wurde der frühere Cheftrainer der SVR und ehemalige U20-Nationalteamcoach Gerhard Schweitzer verpflichtet, ein Wunschkandidat Zellhofers. Komplettiert wurde das Trainerteam durch Michael Angerschmid. Bedingt durch unterschiedliche Vorstellungen in der Kaderpolitik verließ Zellhofer die SV Ried jedoch am 2. Juli 2008, eine Woche vor dem Ligaauftakt. Beim ersten Saisonspiel gegen den SC Rheindorf Altach, welches mit 3:0 gewonnen wurde, betreute Schweitzer das Team interimistisch. Am folgenden Tag wurde Paul Gludovatz als offizieller Nachfolger vorgestellt. Der langjährige Nachwuchscoach des ÖFB, durch die Erfolge des österreichischen U20-Teams bei der Weltmeisterschaft 2007 populär geworden, unterschrieb einen 2-Jahresvertrag und trat seinen Dienst am 11. Juli 2008 an.

Titel und Erfolge

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bisherige Hauptsponsoren

Jugendarbeit

Die Jugendarbeit wird bei der SV Ried groß geschrieben. Ried beherbergt das BNZ Ried (Fußballakademie Oberösterreich West), welches die Nachwuchsgruppen beginnend ab der U15 (unter 15 Jahren) bis zur U19 und der Amateurmannschaft betreut. Das besondere an dieser Fußballakademie ist dass die Nachwuchsspieler auch eine fundierte Schulausbildung bekommen. Dafür wird mit verschiedenen Schulen der Stadt Ried im Innkreis kooperiert, insbesondere mit der Sport-HAK (Handelsakademie) Ried.

Aktueller Kader der SV Ried

Spielerkader für die Saison 2008/2009

Kader Saison 2008/09
Rü.-Nr. Spieler Nat. im Ver. seit letzter Verein BL-Sp. BL-T.
Torhüter
24 Thomas Gebauer Deutschland 2006 SpVgg Bayreuth 015 00
31 Pirmin Strasser Österreich 2008 eigene Jugend 00 00
33 Hubert Auer Österreich 2008 FC Lustenau 00 00
Abwehr
2 Martin Stocklasa Liechtenstein 2008 Dynamo Dresden 01 00
4 Andreas Ulmer Österreich 2008 FK Austria Wien 05 00
5 Oliver Glasner Österreich 2004 LASK Linz 0362 018
6 Pawel Strak Polen 2008 GKS Bełchatów 01 00
18 Ewald Brenner Österreich 2004 Red Bull Salzburg 0321 041
23 Thomas Burgstaller Österreich 2008 FC Lustenau 043 02
Mittelfeld
3 Pa Saikou Kujabi Gambia 2007 Grazer AK 081 01
7 Bozo Kovacevic Österreich 2007 FC Superfund 0157 08
8 Stefan Lexa Österreich 2008 1. FC Kaiserslautern 02 01
10 Florian Mader Österreich 2008 FC Wacker Innsbruck 096 05
13 Denis Berger Österreich 2008 KSV Hessen Kassel 00 00
15 Daniel Hofer Österreich 2008 SV Bad Aussee 01 00
16 Herwig Drechsel Kapitän der Mannschaft Österreich 1999 Grazer AK 0323 078
17 Jasmin Pllana Österreich 2008 eigene Jugend 00 00
19 Peter Hackmair Österreich 1999 SK Kammer 055 00
20 Anel Hadzic Österreich 2007 eigene Jugend 015 00
22 Mario Illibauer Österreich 2007 FC Andorf 05 00
26 Daniel Toth Österreich 2008 SC Neusiedl am See 029 01
Sturm
9 Andreas Bammer Österreich 2008 SCS bet-at-home.com 02 00
11 Ignacio Rodríguez Ortiz Spanien 2008 UD Lanzarote 00 00
14 Hamdi Salihi Albanien 2007 SK Tirana 050 020
25 Manuel Schmidl Österreich 2008 SV Neuhofen 05 00
Trainer
TR Paul Gludovatz Österreich 2008 ÖFB
CO Michael Angerschmid Österreich 2008 SV Ried
CO Gerhard Schweitzer Österreich 2008 ÖFB
GK Vlado Cvjetkovic Kroatien 2005 SV Ried
Stand der Spielerstatistiken: 2. Spieltag Saison 08/09

Bekannte ehemalige Spieler

Legenden 90er Jahre Cuphelden '98 Jüngere Vergangenheit


Nachwuchsspieler

Europacupergebnisse

siehe: SV Ried/Europapokalstatistik

Weblinks

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