SV Waldhof II - Astoria Walldorf II 21.09.08

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Matthias Örüm räumt bei Waldhofs 4:2-Sieg im Landesliga-Spitzenspiel gegen Walldorf hinten alles ab

Freude nach Seuchen-Jahr


Der SV Waldhof II ist neuer Landesliga-Tabellenführer. Im Spitzenspiel Zweiter gegen Erster bezwang die Elf von Walter Pradt vor 150 Besuchern am Alsenweg den bisherigen Primus FC Astoria Walldorf mit 4:2 (1:1) und feierte dabei im fünften Saisonspiel den vierten Sieg in Serie: "Platz eins ist nur eine Momentaufnahme. Für mich ist wichtiger, wie wir gespielt haben. Das war gegen einen starken Gegner ordentlich", lobte Pradt. Tatsächlich schenkten sich beide Seiten nichts und boten ein Topduell.

Matthias Örüm hatte gleich doppelt Grund zur Freude. Zum dritten Mal nach seiner über einjährigen Verletzungspause brachte Pradt den Innenverteidiger, der darauf hofft, "vielleicht in zwei Wochen im Regionalliga-Team spielen zu können. Ich bin schmerzfrei. Natürlich ist die körperliche Fitness und Schnelligkeit noch nicht ganz die alte. Aber ich bin guter Dinge", sagte der 32-jährige Routinier.

Es geht wieder bergauf

Der Führungsspieler, der im vergangenen Sommer vom SV Wilhelmshaven gewechselt war, hat ein hartes Jahr hinter sich. Nur sechs Liga-Spiele absolvierte er für die "Erste". Mitte September - im Heimspiel gegen Hoffenheim II (0:3) - verletzte er sich so schwer, dass für ihn die Runde früh gelaufen war: "Wegen zunächst einer Fehldiagnose habe ich viel zu früh wieder mit dem Training begonnen. Dann erneut Schmerzen, Untersuchung beim Spezialisten in Mainz und Meniskus-Operation", fasst Örüm die Monate der Leiden zusammen. Nach drei Wochen Reha und weiteren drei Wochen Teilnahme am Trainingsbetrieb geht es nun wieder bergauf.

"Man hat gesehen, wie wichtig Matthias für uns gewesen ist. In der Landesliga wird schon ein guter Ball gespielt. Da wird auch ein Mann wie er gefordert. Er kann ein Spiel sehr gut lesen, dirigiert und kommuniziert mit den Jungs und übernimmt Verantwortung", weiß Pradt. Örüm selbst sagt: "Alexander Conrad hat sich schon nach meinem Befinden erkundigt. Ich will oben so schnell wie möglich wieder helfen." Gegen Walldorf hatte der Ex-Hoffenheimer die eigene Abwehr trotz der zwei Gegentore gut im Griff.

Der FCA hielt vor allem in der ersten Halbzeit munter dagegen und erzielte nach einem Konter über links durch Kapitän Matthias Mayer die Führung (18.). "Walldorf hat defensiv sehr gut gestanden und uns das Leben schwer gemacht", lobte auch Pradt die Vorstellung des Aufsteigers. Die Freude über die Führung wehrte allerdings nicht lange. Nur fünf Minuten später setzte Ergün Pakel per Freistoß aus 30 Metern die gefürchtete "Pakel-Fackel" an. Wie ein Strich zog das Leder zum Ausgleich in die Maschen (30.). Die entscheidende Szene folgte 120 Sekunden nach Wiederanpfiff. Nach schöner Acik-Hereingabe von links musste der agile Hans Kyei aus zwei Metern nur noch abstauben - 2:1 (47.). "Danach wurde es für uns einfacher, weil wir mehr Räume hatten", sagte Pradt. Wiederum Kyei (62.) sorgte für die Vorentscheidung. Torjäger Patrick Fetzer machte es zwar mit dem 3:2-Anschlusstreffer (81.) noch einmal spannend, doch der eingewechselte Inguanta setzte per Distanzschuss in der Schlussminute den Schlusspunkt.

Quelle: Roland Bode/Mannheimer Morgen vom 22.09.08



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