SV Weisenau

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche
SVW Mainz
SVW Mainz.gif
Voller Name Sportvereinigung Weisenau-Mainz e. V.
Gegründet Frühjahr 1910
Stadion Stadion an der Bleichstraße
Plätze 8000
Homepage www.svw-mainz.de
Liga Landesliga Ost
2010/11 9. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts


Die Sportvereinigung Weisenau-Mainz (kurz: SV Weisenau, auch SVW Mainz) ist ein Fußballverein aus dem Mainzer Stadtteil Weisenau.

Stammbaum

Die SVW (Sportvereinigung Weisenau) Mainz entstand durch den Zusammenschluss der beiden Weisenauer Vereine SC Olympia 1910 Weisenau und VfR 1911 Weisenau. Gründungsdatum des Vereins ist damit das Frühjahr 1910 gemäß dem Gründungsdatum des älteren der beiden Fusionsvereine.[1] Nachdem bereits im Jahre 1920 der erfolglos gebliebene Versuch unternommen wurde, die Vereine Olympia und VfR zusammenzuschließen, kam schließlich 1933 (Generalversammlung 11. September 1933) die Fusion unter dem Namen Sportvereinigung Mainz-Weisenau zustande. Nach der Auflösung am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Verein mit der Genehmigung vom 30. Januar 1946 durch die französische Militärregierung in der konstituierenden Generalversammlung am 9. Februar 1946 (erste Generalversammlung nach dem Kriege) wieder gegründet.

Der Turnverein 1846 Weisenau (TVW) und der Athletenclub 1904/20 Weisenau (ACW) schlossen sich am 17. August 1946 an. Beide Vereine erhielten zunächst keine Genehmigung zur „Wiedergründung“. Der Verein hieß dann SpVgg 1846 Mainz-Weisenau. Der Athletenclub schied am 10. November 1949 und der Turnverein am 31. März 1951 wieder aus und der Verein hieß dann wieder Sportvereinigung Mainz-Weisenau. 1967 wurde der bis heute gültige Vereinsname Sportvereinigung Weisenau-Mainz e. V., in Kurzform SVW Mainz, eingeführt.

Derzeitig umfasst das sportliche Angebot des Vereins neben dem Fußball (Bereiche Aktive, Jugend, Damen und Altherren) Tischtennis (seit 1948), Kegeln (1966), Tennis (1973) sowie Breitensport (1990).

Sportliche Entwicklung

Nach dem Zusammenschluss im Jahr 1933 der beiden Vereine Olympia und VfR zur Sportvereinigung Mainz-Weisenau blieb der sportliche Durchbruch zunächst aus. Einen ersten größeren Erfolg gab es dann im Jahr 1943, als man die Meisterschaft in der Bezirksklasse errang und im Anschluss in der Gauliga-Aufstiegsrunde an Wormatia Worms scheiterte. Nach dem Krieg gelang dem Verein 1947 die Bezirksmeisterschaft und mit der Meisterschaft 1948 in der damaligen Landesliga Rheinhessen der Aufstieg in die höchste Spielklasse, der Zonenliga Gruppe Nord, aus der man 1950 aufgrund der Reduzierung der neu geschaffenen Oberliga Südwest auf 14 Vereine abstieg. 1951 gelang als Meister der Landesliga Rheinhessen/Nahe der direkte Wiederaufstieg. Jedoch bereits 1952 erfolgte der erneute Abstieg, ein weiteres Jahr später musste man auch die neu geschaffenen 2. Vertragsliga Südwest verlassen.

Doch schon 1954 gelang der Aufstieg aus der 1. Amateurliga Südwest in die sog. 2. Vertragsspielerliga, in der man bis 1958 spielte. In diesem Jahr gelang dem Verein dann der Aufstieg in die damals höchste Deutsche Spielklasse, der 1. Vertragsspielerklasse, in der man sich für ein Jahr halten konnte. Damals wohnten den Heimspielen bis 7.000 Zuschauer bei.

Der Verein verweilte dann bis 1963 in der zweiten Liga und wurde nach Einführung der Bundesliga in die zweithöchste deutsche Spielklasse (Regionalliga Südwest) aufgenommen, in der man in der Saison 1966/67 für Furore sorgen konnte: Denkbar knapp wurde die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga verpasst. Man belegte zum Saisonende den dritten Tabellenplatz, drei Punkte hinter dem Vizemeister 1. FC Saarbrücken, der an der Bundesliga-Aufstiegsrunde teilnehmen durfte, und noch vor dem großen Nachbarn 1. FSV Mainz 05, der gegen die Weisenauer in dieser Spielzeit nur einen Punkt holte und Vierter wurde.

1970 erfolgte der Abstieg in die 1. Amateurliga Südwest und 1974 musste man auch die höchste Amateurliga verlassen. Mit der Einführung der 2. Bundesliga in der Saison 1974/75 wurden auch die Amateurklassen neu gegliedert. Der Ausflug in die Bezirksklasse war aber nur von kurzer Dauer, denn nach Abschluss der Saison waren die Weisenauer Fußballer Meister und somit wieder im Amateur-Oberhaus dabei. 1977 musste man sich jedoch wieder in die damalige Bezirksklasse verabschieden, aus der man jedoch bereits im 1978 als Meister in die neu gegründete Verbandsliga Südwest aufstieg, in der man sich bis 1980 etablieren konnte. 1980 erfolgte der Abstieg aus der Verbandsliga, in die man 1982 für ein Jahr zurückkehrte.

In den Jahren 1983 -1990 spielt man in der Bezirksliga Rheinhessen, aus der man 1991 den Sprung in die Landesliga schaffte. Bis zur Saison 1999 gehört man dieser Spielklasse an und klopfte mehrfach an die Tür zur nächsthöheren Spielklasse. 2000 erfolgte dann der Abstieg in die Bezirksliga. Am Ende der Saison 2008/09 gelang der Aufstieg in die Landesliga Ost des Südwestdeutschen Fußballverbandes.

Großes Augenmerk legt die SVW Mainz auch auf Ihre Jugendarbeit. 2008 nahmen insgesamt 13 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. In der Vergangenheit konnten zahlreiche (auch überregionale) Titel errungen werden. In der Saison 2008/2009 gelang der C-Jugend der Sprung in die höchste deutsche Spielklasse, die C-Junioren Regionalliga.

Stadion

Der SVW spielt im einst 8.000 Zuschauer fassenden Stadion an der Bleichstraße, einem sehr engen Rasenplatz (Einweihung am 9. September 1956), der auf drei Seiten noch mit alten Stehstufen begrenzt ist. Eine Hintertorseite wurde im Winter 2004/05 renoviert. Seit einigen Jahren besitzt die SVW darüber hinaus einen Kunstrasenplatz.

Neben den Weisenauern trugen auch die A-Junioren des 1. FSV Mainz 05 die meisten ihrer Bundesliga-Heimspiele in der Saison 2006/2007 an der Bleichstraße aus.

Kurioses

1973 vereinbarte der SVW ein Freundschaftsspiel gegen eine Freizeitmannschaft aus dem englischen Wolverhampton im festen Glauben, es handle sich um die großen Wolverhampton Wanderers, damals Fünfter der englischen Liga. Die Engländer hatten wiederum angenommen, gegen eine weitere Freizeitmannschaft zu spielen, und wurden erst stutzig, als sie das Weisenauer Stadion sahen und von der hohen Siegprämie erfuhren. Das Spiel endete 20:0 für die Weisenauer.

Prominenz

Der SV Weisenau ist der Stammverein des Fußball-Nationalspielers Franco Foda. Foda (Jahrgang 1966) spielte von 1973 bis 1979 bei der SVW.

Einzelnachweise

  1. Festschrift zum fünfzigjährigen Jubiläum der Sportvereinigung Mainz-Weisenau e.V. aus dem Jahr 1960

Weblinks

fr:SV Weisenau-Mayence



Hier könnte Ihre Werbung stehen

in allen mehr als 20.000 Artikeln