Spielbericht 13. Spieltag 16/17 SV Waldhof Mannheim - FC Astoria Walldorf

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SV Waldhof Mannheim 07 2:1 (1:0) FC Astoria Walldorf
SV Waldhof Mannheim.png 13.Spieltag
Mittwoch, 5. Oktober 2016, 19.30 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 2:1

Zuschauer: 3.386
Schiedsrichter: A.Klein (Obertshausen), Assistenten: Glaser (Wiesbaden), Reimund (Zwingenberg)

FC Astoria Walldorf.png
Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

ScholzM.Müller, Schultz, Fink, AminGärtner, KieferIbrahimaj, Förster, BurgioKoep – Trainer: Gerd Dais

Einwechslungen:

Scored after 75 minutes 75' B.Müller für Burgio
Scored after 77 minutes 77' Nag für Ibrahimaj

Reserve: Gäng (Tor), Marx, Köroglu, N.Seegert, Popovits

Es fehlten: M.Seegert (5.Gelbe Karte), di Gregorio (Reha nach Kreuzbandriss), Hebisch (Lauftraining nach Lendenwirbelfraktur), Sommer (Lauftraining nach Überdehnung des Kreuzbandes mit Meniskusquetschung im rechten Knie), Korte (Bruch des kleinen Zehs), Ederson (Fersensporn), Strifler, Ramaj (beide 2.Mannschaft), Cetin, Weis, Rodriguez-Schwarz (alle verletzt, geschont oder nicht berücksichtigt)

Startelf (Spielsystem 4-5-1):

Rennar – Kiermeier, Kizilyar, Hofmann, Pellowski – Hellmann, Haas, Hillenbrand, Schön, Straub – Carl – Trainer: Matthias Born

Einwechslungen:

Scored after 74 minutes 74' Becker für Hellmann
Scored after 74 minutes 74' Meyer für Haas

Reserve: Wieszolek (Tor), Geist, Kern, Nyenty, Polat

Scored after 20 minutes 20' 1:0 Schultz (Kopfball, Vorarbeit Amin)
Scored after 58 minutes 58' 2:0 M.Müller

Yellow card.png Ibrahimaj
Yellow-Red card.png Kiefer (72., wiederholte Regelwidrigkeit)


Scored after 81 minutes 81' 2:1 Amin (Eigentor)

Yellow card.png Kizilyar, Hellmann, Haas, Rennar, Hillenbrand, Becker, Meyer, Schön

Beste Spieler: Schultz, Förster - Hofmann, Schön

Bericht:


Ein erster Schritt aus der Krise

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Müller

Mannheim. Fünf Spiele lang hatte der SV Waldhof in der Fußball-Regionalliga nicht mehr gewonnen und dabei nur zwei Tore erzielt - die längste Durststrecke der vergangenen beiden Jahre. Der Druck war also groß vor dem Flutlichtspiel gegen den FC Astoria Walldorf, ein Erfolg musste her, wenn die Mannheimer den Kontakt zu den beiden Relegationsplätzen nicht abreißen lassen wollten. Mit dem verdienten 2:1 (1:0)-Arbeitssieg gegen den Nachbarn aus Nordbaden machte der Vorjahresmeister am Mittwochabend einen ersten Schritt aus der Krise - am Samstag beim direkten Konkurrenten 1. FC Saarbrücken muss der nächste folgen. "Unterm Strich ist es für uns ein verdienter Sieg", meinte SVW-Trainer Gerd Dais. "Dieser Dreier tut uns gut. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hätten die 1:0-Führung ausbauen können. In der letzten Viertelstunde haben wir uns das Leben selber schwer gemacht, wir sind stark unter Druck geraten. Mit einem Mann weniger war es schwierig, die Flanken zu verteidigen", sprach der Coach die letzten 18 Minuten an.

"In der ersten Halbzeit war Waldhof klar besser, wir waren bei den Standards nicht wach. So ist auch das 1:0 gefallen. Nach der Pause waren wir sehr gut im Spiel und guter Hoffnung, dass wir den Ausgleich machen können. Ob der Ball beim 2:0 drin war oder nicht, lassen wir einmal offen", erklärte Astoria-Trainer Matthias Born. Die ohnehin durch über ein halbes Dutzend Verletzte gebeutelten Waldhöfer mussten gegen den Nachbarn auch noch den Ausfall von Marcel Seegert (Gelb-Sperre) verkraften. Die Negativserie der vergangenen Wochen hat in den Köpfen der Waldhöfer Spieler Spuren hinterlassen, das war unübersehbar. Zwar dominierte der SVW vom Anpfiff weg deutlich die Partie, rochierte viel in der Offensive, bemühte sich - aber die beiden tiefstehenden Viererketten der Astoria standen zunächst sicher. Philipp Försters 18-Meter-Versuch aus zentraler Position strich knapp am Tor vorbei (13.). Was hilft in so einer misslichen Lage oft genug? Eine Standardsituation. Hassan Amin brachte den Eckball scharf in die Mitte, wo Innenverteidiger Michael Schultz hochstieg und perfekt zum 1:0 einköpfte (20.). Die ganz große Befreiung löste dieser Führungstreffer bei Blau-Schwarz allerdings nicht aus. Spielerische Lösungen blieben bei aller Feldüberlegenheit Mangelware, und das gegen einen Gegner, der einen harmlosen Eindruck hinterließ. Einen Amin-Freistoß köpfte Fink aufs Netz (25.), Ali Ibrahimaj zielte vorbei (38.). Und als alle auf den Pausenpfiff warteten, hätte der FCA beinahe den - schmeichelhaften - Ausgleich erzielt. Astoria-Kapitän Pascal Pellowski köpfte nach einem Freistoß an den Pfosten, den Abpraller brachten zwei im Abseits stehende Walldorfer nicht an SVW-Schlussmann Markus Scholz vorbei (45.).

Scholz stand auch kurz nach dem Seitenwechsel wieder im Mittelpunkt, als er einen 30-Meter-Freistoß von Steffen Haas gerade so über die Latte lenkte (48.). Die lange biederen Gäste hatten nun Auftrieb und spielten weitaus mutiger nach vorne, dadurch taten sich Räume zum Kontern auf. Ibrahimaj kam zweimal zum Abschluss (53., 56.). Und dann erzwang es Marco Müller einfach: Den Abpraller seines Schusses an die Latte köpfte er wieder aufs Tor, Walldorfs Torwart Jürgen Rennar konnte den Ball erst knapp hinter der Linie klären. Alle Proteste der FCA-Spieler halfen nichts - es stand 2:0 für Waldhof (58.). Nur einer Minute später hätte Förster bei einer Großchance das Spiel endgültig entscheiden können. So musste der SVW noch einmal mächtig zittern. Zunächst kickte Kiefer den Ball ein paar Meter weg, nachdem das Spiel unterbrochen war und sah vom schwachen Schiedsrichter André Klein eine mehr als fragwürdige Gelb-Rote Karte (72.) - auch er fehlt beim Spitzenspiel in Saarbrücken. In Unterzahl setzte Amin zunächst einen Freistoß an die Latte (77.), dann bugsierte der Afghane den Ball zum Anschlusstreffer über die eigene Linie (81.). In der brenzligen Schlussphase verpasste Walldorfs Jonas Kiermeier sogar noch den Ausgleich (85.).

Quelle: Mannheimer Morgen – 05.10.2016



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