Spielbericht 50/51 10.Spieltag: SV Waldhof - SV Darmstadt 98

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SV Waldhof Mannheim 07 7:2 (2:1) SV Darmstadt 98
SV Waldhof Mannheim.png 10.Spieltag
Sonntag, 22. Oktober 1950, Stadion am Alsenweg, Mannheim

Endstand 7:2

Zuschauer: 8.000
Schiedsrichter: Stadelmeier (Stuttgart), Assistenten: unbekannt

SV Darmstadt 98

Gerd Skudlarek, Erich Rendler, Georg Siegel - Willi Rube, Georg Krämer, Heinz Kling - Ludwig Siffling, Kurt Islinger, Leonhard Trautmann, Reinhold Fanz, Wenzel Schnepp

Trainer: Fritz Maurischat

Hans Ruhl – Karl Mühlbach, Willi Abt – Erich Herder, Hermann Schmidtmer, Rudi Leichtlein – Georg Reeg, Albert Thalheimer, Werner Böhmann, Werner Barth, Ludwig Herwig

Trainer: Bohuslav Snopek

Scored after 4 minutes 4' 1:0 Reinhold Fanz, Elfmeter
Scored after 25 minutes 25' 2:1 Wenzel Schnepp
Scored after 54 minutes 54' 3:1 Reinhold Fanz
Scored after 61 minutes 61' 4:1 Leonhard Trautmann
Scored after 71 minutes 71' 5:2 Leonhard Trautmann
Scored after 75 minutes 75' 6:2 Kurt Islinger
Scored after 85 minutes 85' 7:2 Reinhold Fanz

Scored after 8 minutes 8' 1:1 Reeg
Scored after 62 minutes 62' 4:2 Herwig


Bericht:


Darmstadt ohne Torwart - Waldhof nutzte diese Schwächung

Das 7:2, mit dem die Waldhöfer ihren Gast aus Darmstadt abfertigten, sieht glatt und rund aus und täuscht eine überlegen durchgeführte Partie vor, eine Art Auferstehung der Mannheimer zu altem Glanz und alter Größe. Schon der Halbzeitstand von nur 2:1 lässt aber erkennen, dass die Sache nicht ganz so einfach war. Und wenn man dazu noch sagt, dass das Spiel so lange, als beiderseits von vollzähligen Mannschaften bestritten wurde, 1:1 stand und dass dabei das Mannheimer Tor einem Elfmeter entsprang, so bekommt das Ganze ein wesentlich anderes Aussehen.

In der Tat war es auch so, dass die Entscheidung praktisch in der ominösen 13. Minute fiel, als Schiedsrichter Stadelmeier den Darmstädter Torwart Ruhl vom Platz stellte. Der Unparteiische hatte zunächst nicht bemerkt, dass Ruhl von Schnepp unfair angegangen worden war, er hatte nur die – natürlich auch niemals gestattete – Reaktion des Torhüters gesehen, der mit dem Ball nach seinem Widersacher stieß. Jedenfalls musste Ruhl vom Platz und man hatte das Gefühl, dass damit eine entschieden zu harte Entscheidung gefällt worden war, die obendrein die Partie für die Hessen aussichtslos gestaltete. Denn ohne Torwart steht nun einmal eine Mannschaft auf aussichtslosem Posten. Bis zur Pause konnten die Darmstädter trotz der Schwächung dank des großen Kampfgeistes noch mithalten, und auch Verteidiger Abt, der den Platz zwischen den Pfosten bezogen hatte, machte seine Sache zunächst überraschend gut. Als ihm dann aber das leicht vermeidbare dritte Tor ins Netz gerutscht war, verlor auch er Laune und Selbstvertrauen und nun ging es endgültig in den Graben.

Tatsache war, dass dem Schiedsrichter trotz des Platzverweises es nicht gelang, die übertriebenen Schärfen aus dem Spiel zu bannen. Gelungen ist ihm nur, dem Treffen viel von seinem Reiz zu nehmen. Sicherlich hätten die Mannheimer, die insgesamt doch die klar reifere Mannschaft stellten, auch unter anderen Umständen gewonnen. Denn was die Hessen zeigten, war neben großem Eifer und dem beachtlichen Können von Schmidtmer, Herwig und Reeg doch allzu wenig, um höheren Ansprüchen zu genügen. Die Waldhöfer hatten dabei selbst mehrfachen Ersatz einstellen müssen und waren dennoch spielerisch um so viel besser, dass sie einen Sieg wohl in jedem Fall herausgeholt hätten. Erfreulich für Mannheim bleibt die Tatsache eines unverkennbaren Leistungsanstiegs. Vielleicht kommen sie nun doch allmählich „aus dem größten Dreck“ heraus. / WEL


Quelle: FUSSBALL ILLUSTRIERTE SPORTZEITSCHRIFT – 23.10.1950



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