TBV Lemgo

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche
TBV Lemgo
Jubiläumslogo des TBV Lemgo
Voller Name Turn- und Ballspielverein Lemgo 1911 e.V. (Hauptverein)
TBV ProVital Lemgo GmbH & Co. KG (Bundesliga-Spielbetrieb)
Abkürzung(en) TBV
Gegründet 2. September 1911
Vereinsfarben blau, weiß
Halle Lipperlandhalle
Gerry-Weber-Stadion
Plätze 5.000
11.000
Präsident Christian Asche
Geschäftsführer Fynn Holpert
Christian Sprdlik
Trainer Dirk Beuchler
Liga Handball-Bundesliga
2010/11
Rang 9. Platz
DHB-Pokal 3. Runde
International EHF-Pokal-Halbfinale
Homepage tbv-lemgo.de
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts
Größte Erfolge
National Deutscher Meister
1997, 2003
DHB-Pokalsieger
1995, 1997, 2002
DHB-Supercup-Sieger
1997, 1999, 2002, 2003
International Europapokalsieger der Pokalsieger
1996

EHF-Pokal-Sieger
2006, 2010

Die Mannschaft des TBV Lemgo in der Saison 2008/09 vor einem Spiel
Blick in die Lipperlandhalle vor einem Bundesligaspiel

Der TBV Lemgo ist ein Sportverein aus Lemgo im nordrhein-westfälischen Landesteil Lippe, mit ca. 1.300 Mitgliedern.

Der Verein wurde am 2. September 1911 unter dem Namen Ballsportverein Lemgo 1911 gegründet, bevor er am 16. September 1945 den heutigen Vereinsnamen Turn- und Ballspielverein Lemgo von 1911 erhielt.[1]

Bekannt wurde der Verein vor allem durch die Erfolge seiner Handballabteilung, die seit 1924 besteht.

Handball

Vereinsgeschichte

Der Aufstieg zu einem der besten deutschen Handballvereine ging langsam, aber beständig vor sich. Im Gründungsjahr der Handball-Bundesliga spielte der Verein noch in der Oberliga, 1981/82 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, seit der Saison 1983/84 spielt der TBV Lemgo in der höchsten Spielklasse, in der er sich in über einem Jahrzehnt kontinuierlich von einem Abstiegskandidaten zu einer Spitzenmannschaft entwickelte. Damit verbunden sind Namen wie Lajos Mocsai (Trainer ab 1989), László Marosi (Spieler 1990–2000) oder Daniel Stephan (Spieler 1994–2008). 1995 konnte mit dem nationalen Pokalsieg der erste wichtige Titel errungen werden, dem 1996 der Sieg im Europapokal der Pokalsieger folgte. Mit diesem Titel beendete Lajos Mocsai seine Trainertätigkeit beim TBV. 1997 war unter dessen Nachfolger Juri Schewzow das bislang erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte. Erstmalig konnten innerhalb einer Saison der Meistertitel, der deutsche Pokalsieg sowie der Gewinn des Supercups gefeiert werden.

In der Meisterschaftssaison 2002/03 praktizierte der TBV unter Trainer Volker Mudrow sehr erfolgreich die Schnelle Mitte und stellte mit 62:6 Punkten einen Rekord auf, der 2005/06 vom THW Kiel eingestellt und 2008/09 mit 65:3 Punkten gebrochen wurde. Am 12. September 2004 fand in der Veltins-Arena das Eröffnungsspiel der Handball-Bundesliga zwischen dem TBV Lemgo und dem THW Kiel statt, bei dem mit 30.925 Besuchern ein neuer Zuschauer-Weltrekord im Vereinshandball aufgestellt wurde. Einen weiteren Titel errang der TBV Lemgo 2006 im EHF-Pokal in einem innerdeutschen Duell gegen FRISCH AUF! Göppingen.

Vor der Saison 2007/08 wurde mit neun Zu- und sieben Abgängen sowie dem Einstieg eines neuen großen Hauptsponsors ein bedeutender Umbruch mit dem Ziel eingeleitet, bald wieder in der nationalen Spitze mitzuspielen. Mit Peter Meisinger wurde dazu auch ein neuer Trainer verpflichtet. Am 30. Oktober 2007 gab der Verein jedoch bekannt, eine „einvernehmliche Auflösung“ des Vertrags vereinbart und zugleich Markus Baur zum 1. Januar 2008 als sportlichen Direktor und Trainer verpflichtet zu haben. Bis dahin bekleidete – wie schon nach der Entlassung Volker Mudrows in der Vorsaison – Volker Zerbe das Amt des Interimstrainers. Mit dem Schweizer Verein Pfadi Winterthur, bei dem Baur zuvor als Spielertrainer aktiv war, wurde darüber hinaus eine Partnerschaft vereinbart.[2] Mitte November 2007 unterzeichnete Daniel Stephan einen Vertrag als neuer Sportlicher Leiter. Somit bildeten ab Januar 2008 drei langjährige Spieler des Vereins und Nationalspieler das für den sportlichen Bereich verantwortliche Führungstrio beim TBV Lemgo.

Ende Juli 2009 wurde erstmals in der Geschichte des deutschen Handballs eine Dopingsperre verhängt, und zwar gegen Martin Galia, Torwart beim TBV Lemgo. Galia war am 28. März 2009 nach dem Spiel gegen den TV Großwallstadt positiv auf eine sogenannte spezifische Substanz (Octopamin) getestet worden, die er in einem Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen hatte. Er wurde rückwirkend zum 1. April 2009 für sechs Monate gesperrt, musste 20.000 Euro Geldstrafe entrichten und darf bis zum Ablauf der Sperre nicht gemeinsam mit der Mannschaft trainieren.[3]

Am 9. September 2009 wurden Trainer Markus Baur und der Sportliche Leiter Daniel Stephan vom TBV Lemgo entlassen, nachdem die Mannschaft die Qualifikation zur Teilnahme an der Champions League verpasst hatte.[4] Die Trainerfunktion übernahmen kurzzeitig der bisherige Co-Trainer Jürgen Franke und Abwehrchef Daniel Kubeš.[5] Einen Tag später kehrte Volker Mudrow zurück, der die Mannschaft zunächst bis zum Saisonende trainieren sollte.[6], dann aber einen Vertrag bis 2012 erhielt.

In der Saison 2009/10 gewann der TBV Lemgo unter Trainer Volker Mudrow am 29. Mai in Schaffhausen nach einem Heimsieg mit 24:18 (12:8) und einer Auswärtsniederlage mit 30:28 (14:10) gegen Kadetten Schaffhausen erneut den EHF-Pokal. Im Laufe der Saison 2010/11, im März 2011, wurde Mudrows Vertrag jedoch aufgelöst und Dirk Beuchler als neuer Trainer vorgestellt.[7]

Größte Erfolge

Bekannte ehemalige Spieler

Saison 2012/2013

Kader

Nr. Nationalität Name Position
1 DeutscherDeutscher Carsten Lichtlein TW
12 DeutscherDeutscher Nils Dresrüsse TW
16 DeutscherDeutscher Dennis Doden TW
2 DeutscherDeutscher Marcel Niemeyer KM
4 SchwedeSchwede Patrik Johansson RR
7 DeutscherDeutscher Sebastian Preiß KM
8 DeutscherDeutscher Jens Bechtloff LA
15 DeutscherDeutscher Florian Kehrmann RA
18 DeutscherDeutscher Timm Schneider RM, RL
19 DeutscherDeutscher Martin Strobel RM
20 DeutscherDeutscher Rolf Hermann RR
21 DeutscherDeutscher Nils Prüssner RA
23 DeutscherDeutscher Julian Possehl RR
24 DeutscherDeutscher Hendrik Pekeler KM
25 DeutscherDeutscher Finn Lemke RL
28 DeutscherDeutscher Gunnar Dietrich RL
36 NiederländerNiederländer Arjan Haenen RA
41 DeutscherDeutscher Max Höning RR
76 DeutscherDeutscher Patrick Zieker RA

Abgänge 2012/13

Zugänge 2012/13

Nachwuchs

Die Amateur- und Jugendabteilung des TBV Lemgo firmiert seit 1998 unter dem Namen HSG Handball Lemgo. Die HSG wurde aus den Handballabteilungen des TBV Lemgo und des TV Lemgo gegründet und ist für seine gute Jugendarbeit bekannt. Malte Schröder spielt derzeit beim Ligakonkurrenten TuS N-Lübbecke, und auch Rico Bonath (SVH Kassel), André Kropp (TUSEM Essen) und Matthias Struck (HSG Nordhorn-Lingen) sind in den höchsten deutschen Spielklassen aktiv.

Die erste Mannschaft (Handball Lemgo 2) schaffte in der Saison 2006/2007 den Aufstieg aus der Oberliga Westfalen in die Regionalliga West, verpasste aber in der Saison 2009/2010 die Qualifikation für die neu geschaffene 3. Liga und stieg zur Saison 2010/2011 wieder in die Oberliga ab. Dort gewann die Mannschaft direkt die Meisterschaft und wird in der Saison 2011/2012 wieder in der 3. Liga spielen. Die Herren-Mannschaften spielen weiter von der Landesliga (HL 3) bis in die 2. Kreisklasse (HL 7). Die Frauenmannschaft spielt in der Saison 2007/2008 in der Bezirksliga. Die beiden A-Jugend-Teams starten in der Jugend-Regionalliga West, in der die männliche Jugend in der Saison 2006/2007 Vizemeister wurde und an der Deutschen Meisterschaft teilnahm. Alle weiteren Jugendteams spielen ebenfalls in den jeweils höchsten Spielklassen ihres Jahrgangs.

Die insgesamt 26 Mannschaften verteilen sich wie folgt:

  • Herren: 7
  • Damen: 1
  • Jungen: 12
  • Mädchen: 6

Kader 3. Liga 2011/2012

Nr. Nationalität Name Position
20 Deutscher Dominik Formella TW
26 Deutscher Kevin Becker TW
2 Deutscher Marcel Niemeyer KM
5 Deutscher Thorben Kirsch RM
4 Niederländer Wai Wong RM
6 Deutscher Dominik Schmidt LA
7 Deutscher Leif Anton KM
11 Deutscher Nils Prüßner RR
25 Deutscher Finn Lemke RL
17 Deutscher Michael Binder RM
22 Deutscher Nikolai Link RL
23 Deutscher Julian Possehl RR
36 Niederländer Arjan Haenen RA
37 Deutscher Luca Werner RM
Deutscher Niels Pfannenschmidt Trainer

Fußball

1960 stiegen die Fußball-Herren des TBV erstmals in die drittklassige Amateurliga Westfalen auf. Nach dem sofortigen Abstieg als 14. gelang in der folgenden Saison der direkte Wiederaufstieg. Von 1962 an bis 1966 gehörten die Lemgoer vier Jahre dem westfälischen Oberhaus an. Die ersten beiden dieser Spielzeiten schlossen sie auf den Plätzen 4 und 5 erfolgreich ab. 1964/65 vermied der TBV noch knapp den Abstieg, den die Mannschaft eine Spielzeit später nicht mehr vermeiden konnte.[1]

Über den DFB-Pokal kehrten die TBV-Fußballer 1979 noch einmal auf die überregionale Bühne zurück. Doch schieden sie mit einer 1:5-Niederlage beim SV Waldhof Mannheim in der 1. Hauptrunde ebenso deutlich aus wie neun Jahre später daheim gegen den FC 08 Homburg mit 0:4.[1]

Medien

Der TBV Lemgo gibt das Monatsmagazin «Echo» heraus. Seit September 2010 widmet sich dieses in neuer Aufmachung verstärkt dem Themenfeld Lifestyle rund um den Verein und die Region.

Weblinks

 Commons: TBV_Lemgo – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Koordinaten: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“_Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“_Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“_Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“_region:DE-NW_type:landmark Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“° Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“′ Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „.“″ Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „,“{{#coordinates:}}: ungültige Längenangabe



Hier könnte Ihre Werbung stehen

in allen mehr als 20.000 Artikeln