TSV Altenholz

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Der Turn- und Sportverein Altenholz von 1948, kurz TSV Altenholz, ist ein Sportverein aus Altenholz bei Kiel. Mit seinen knapp 3000 Mitgliedern ist er einer der größten Sportvereine in Schleswig-Holstein. Gegründet wurde er am 21. Mai 1948 und bietet heute unter anderem Badminton, Fußball, Gymnastik, Handball, Judo, Karate, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball als Sportarten an.

Handball

Geschichte

Liga Saison Platz
Tore,
Punkte
Bundesliga Nord 1975/76[1] 10 0242 : 0314, 08-28
Regionalliga Nord (2.Liga) 1976 - 1981 0 0
Regionalliga Nord (3.Liga) 1981/82 01 0571: 0472, 43-9
2. Bundesliga Nord 1982/83[2] 07 0429 : 0454, 20-24
2. Bundesliga Nord 1983/84[3] 12 0472 : 0544, 19-33
2. Bundesliga Nord 1984/85[4] 13 0522 : 0635, 12-40
Regionalliga Nord 1985 - 1993 0 0
2. Bundesliga Nord 1993/94[5] 18 0701 : 0768, 21-47
Regionalliga Nord 1994/95 0 0
2. Bundesliga Nord 1995/96[6] 12 0715 : 0757, 30-38
2. Bundesliga Nord 1996/97[7] 16 0737 : 0834, 18-50
2. Bundesliga Nord 1997/98[8] 13 0783 : 0839, 29-39
2. Bundesliga Nord 1998/99[9] 16 0753 : 0870, 22-46
2. Bundesliga Nord 1999/00[10] 15 0738 : 0799, 24-40
2. Bundesliga Nord 2000/01[11] 16 0744 : 0800, 20-44
2. Bundesliga Nord 2001/02[12] 12 0936 : 0979, 30-42
2. Bundesliga Nord 2002/03[13] 13 0979 : 1059, 28-40
2. Bundesliga Nord 2003/04[14] 07 1059 : 1038, 36-32
2. Bundesliga Nord 20004/05[15] 06 1071 : 1039, 37-31
2. Bundesliga Nord 2005/06[16] 11 1212 : 1189, 39-37
2. Bundesliga Nord 2006/07[17] 10 1012 : 1040, 32-36
2. Bundesliga Nord 2007/08[18] 16 1031 : 1052, 24-44

Bekannt ist der TSV Altenholz vor allem für seine Handballabteilung. Die 1. Herrenmannschaft spielt in der 2.Bundesliga. Der bislang größte Erfolg gelang den Handballern 1975 mit dem Aufstieg in die Handball-Bundesliga.[19] Doch nach nur einer Spielzeit und lediglich vier Siegen in der Staffel Nord musste der TSV mit vierzehn Niederlagen als Tabellenletzter wieder absteigen. Die folgenden fünf Jahre spielte der TSVA in der damals noch zweitklassigen Regionalliga Nord und verpasste 1981 zunächst die Qualifikation für die neue 2. Bundesliga, rutschte also vorübergehend in die Drittklassigkeit ab.

Bereits 1982 gelang jedoch der Aufstieg in die 2.Bundesliga.[20] Nach einem guten Start als Siebter der Staffel Nord, rutschte der TSV in der folgenden Saison auf den zwölften Platz ab, um schließlich 1984/85 abzusteigen. Der Wiederaufstieg gelang dem TSV erst acht Jahre später 1993.[21] Zwar verpasste der TSV zunächst den Klassenerhalt um nur drei Punkte und stieg als Tabellenletzter der Staffel Nord 1994 wieder ab. Doch dieses Mal gelang die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga,[22] der er seitdem ohne Unterbrechung angehört. Zwar rettete sich der Verein mehrmals nur knapp vor dem Abstieg und er landete zumeist auf hinteren Tabellenrängen. Doch gelangen dem TSV 2003/04 mit dem siebten und 2004/05 mit dem sechsten Platz zuletzt auch Platzierungen in vorderen Tabellenregionen.

Nach insgesamt sechzehn Spielzeiten in der 2. Handball-Bundesliga belegt der TSV Altenholz in der „Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga“ den 20. Platz von bislang 150 Zweitligisten.[23] Auch sind die TSV-Handballer an mehreren Rekorden in der 2. Handball-Bundesliga beteiligt. So gelangen dem TSV beim 51:30 Heimsieg über den VfL Fredenbeck in der Saison 2004/05 die meisten Tore, die je ein Handballzweitligist in einem Spiel warf. Zugleich war diese Begegnung die zweittorreichste Partie in der Geschichte der 2. Liga und bedeutende den zweithöchsten Sieg in der Geschichte der 2. Liga Nord. Beim 48:30 über die HSG Niestetal/Staufenberg in der Saison 2005/06 schaffte der TSV Altenholz auch die zweitmeisten Tore in einem Spiel der 2. Liga.[24] Die Saison 2007/08 schloß Altenholz mit dem 16. Platz ab, sodass der TSV in die Relegation müsste. In der Relegation gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen verlor man beide Partien,[25] sodass der TSV in der Saison 2008/09 in der Regionalliga starten sollte. Durch einen Einspruch beim Bundessportgericht des Deutschen Handballbundes gegen die Wertung einiger Spiele des SC Magdeburgs II, die in diesen Partien nicht spielberechtigte Spieler der 1. Mannschaft einsetzten, verblieb der TSV doch in der 2. Liga.[26]

Der männlichen C-Jugend der Handballabteilung gelang im Jahr 1984 der Gewinn der deutschen Jugendmeisterschaft. Sie besiegte im Finale den Süddeutschen Meister TV Hüttenberg mit 18:13.

Die erste Damenmannschaft schaffte 2006/07 als Meister der Oberliga Schleswig-Holstein den Aufstieg in die Regionalliga Nordost.[27]

Halle

Die Heimspiele trägt der TSV Altenholz in der Edgar-Meschkat-Halle aus, die etwa 1.200 Zuschauern Platz bietet.

Aktueller Kader der 1. Herren

Nr. Name Geburtsdatum
Position
01 Nikolai Uhl 24. Juni 1979 Tor
12 Tim Lübker 17. Juni 1985 Tor
16 Jürgen Müller 3. Dezember 1986 Tor
02 Daniel Wessig 31. Januar 1988 Rückraum links
03 Florian Bitterlich 29. November 1984 Rückraum mitte
04 Hauke Müller 17. Juli 1974 Rückraum links
05 Christian Drecke 9. März 1985 Rückraum rechts
06 Sebastian Opderbeck 14. August 1986 Rückraum
07 Michael Spieker 12. August 1982 Rückraum links/Kreis
08 Torge Greve 5. Juni 1975 Rückraum rechts
09 Sebastian Munzert 30. Juni 1984 Kreis
10 Moritz Weltgen 8. Februar 1987 Rückraum rechts
11 Christoph Brandenburg 7. Juli 1988 Kreis
15 Tim Phillip Jurgeleit 8. September 1989 Linksaußen
18 Matthias Karbowski 21. Januar 1983 Rückraum rechts/Rechtsaußen
19 Alexander Bommes 21. Januar 1976 Linksaußen
20 Christian Schöppner 24. Juni 1979 Rückraum mitte/Linksaußen

Bekannte ehemalige Spieler

Fußball

TSV Altenholz Fußball
Spielstätte Sportzentrum Klausdorfer Straße
Plätze 5.000
Trainer Harry Witt
Liga Verbandsliga Schleswig-Holstein
2006/07 11. Platz

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Auswärts

Die Fußballabteilung des TSV Altenholz wurde am 29. Juni 1966 gegründet. Sie stand vereinsintern zumeist an zweiter Stelle hinter den Handballern. Im Raum Kiel waren Vereine wie der KSV Holstein, Kilia Kiel und auch der VfB Kiel höherklassig angesiedelt. So verlor der TSV auch regelmäßig gute Jugendspieler an die Konkurrenz. Erst Anfang der 1990er Jahre sorgten sechs Kaufleute für professionelle Strukturen im Altenholzer Fußball. Sie holten verschiedene aus dem TSV hervorgegangene Fußballspieler zurück. Zwischen 1991 und 1994 gelang den TSV-Fußballern unter Trainer Harry Witt jährlich ein Aufstieg, der sie von der Kreisliga über Bezirksklasse, Bezirksliga, Landesliga bis in die Verbandsliga führte. Damit stand der TSV vor den Lokalkonkurrenten Kilia und VfB. Als Trainer Witt von seinem Ex-Verein KSV Holstein abgeworben wurde, dauerte es bis 1997, ehe die Fußballherren erstmals in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein aufstiegen. Nun wurde die Leistungsfußballabteilung eigens in die TSV Altenholz Fußball GmbH & Co. KG ausgegliedert.[28]

In der Oberliga traf der TSV auch direkt auf den KSV Holstein. Das Kieler Lokalderby vom 17. Oktober 1997 bescherte der Oberliga Schleswig-Holstein/Hamburg mit 4.102 Zuschauern eine neue Rekordkulisse. Der TSV verlor mit 1:3 und verpasste damit die Chance, beste Kieler Fußballmannschaft zu werden.[28]

1999/2000 verpasste der TSV um fünf Punkte die Meisterschaft. Zur Saison 2000/01 wurde der Kader nochmals um Ex-Profis wie Timo Hempel und Marco Hinz verstärkt. Der Sprung in die Regionalliga wurde jedoch deutlich verpasst. Der TSV beendete die Saison als Zehnter,[28] die GmbH & Co. KG wurde wieder in den Gesamtverein eingegliedert.[29] Nach dem zwölften Platz 2002/03 waren die Fußballer zwar sportlich gerettet, zogen sich jedoch aus der Oberliga zurück. Die Sponsoren hatten ihr Engagement in Altenholz beendet, nachdem der TSV mit dem KSV Holstein und dem TuS Felde eine Übereinkunft getroffen hatte, dem KSV Holstein die Führungsrolle im Kieler Fußball zu überlassen.[28] In der Saison 2005/06 gelang dem TSV der Aufstieg aus der Bezirksoberliga Kiel in die Verbandsliga Schleswig-Holstein.[30]

Der TSV Altenholz verfügt auch über eine Frauenfußballabteilung, bei der die deutsche deutsche Nationalspielerin Britta Carlson ihre Karriere begann. Heute spielt sie für den Bundesligisten VfL Wolfsburg.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bundesliga 1975/76, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  2. 2. Bundesliga 1982/83, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  3. 2. Bundesliga 1983/84, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  4. 2. Bundesliga 1984/85, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  5. 2. Bundesliga 1993/94, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  6. 2. Bundesliga 1995/96, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  7. 2. Bundesliga 1996/97, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  8. 2. Bundesliga 1997/98, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  9. 2. Bundesliga 1998/99, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  10. 2. Bundesliga 1999/00, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  11. 2. Bundesliga 2000/01, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  12. 2. Bundesliga 2001/02, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  13. 2. Bundesliga 2002/03, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  14. 2. Bundesliga 2003/04, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  15. 2. Bundesliga 2004/05, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  16. 2. Bundesliga 2005/06, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  17. 2. Bundesliga 2006/07, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  18. 2. Bundesliga 2007/08, sis-handball.de (18. Mai 2008)
  19. Alle Vereine der Handball-Bundesliga 1966-2008, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  20. 2. Bundesliga 1981/82, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  21. 2. Bundesliga 1992/93, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  22. 2. Bundesliga 1994/95, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  23. Die ewige Tabelle der 2. Bundesliga 1981-2007, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  24. Rekorde der 2. Bundesliga 1993-2007, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  25. Relegation 2. Bundesliga Männer, sis-handball.de (18. Mai 2008)
  26. Ligaverbleib des Zweitligisten TSV Altenholz
  27. Tabelle Oberliga-SH 2006/2007, Website der 1. Damen des TSV Altenholz (14. August 2007)
  28. 28,0 28,1 28,2 28,3 Hardy Grüne: Der kurze Fußballtraum von Altenholz, in: ders.: Legendäre Fußballvereine. Norddeutschland zwischen TSV Achim, Hamburger SV und TuS Zeven, Kassel: Agon Sportverlag, 2004. S. 16. ISBN 3-89784-223-8
  29. TSV Altenholz in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 279 ISBN 3-89784-147-9
  30. 05/06, Herren, Bezirksoberligen, Bezirk Ost (Kiel), Bezirksoberliga A Herren, www.fussball.de (14. August 2007)

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