Wiener AC

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Das Emblem des modernen Wiener AC

Der Wiener Athletiksport Club, kurz Wiener AC oder einfach WAC, ist ein österreichischer Sportverein aus der Bundeshauptstadt Wien. Die 1900 gegründete Hockeyabteilung ist das Aushängeschild des Vereines und ist der bedeutendste Vertreter dieses Sports in Österreich.

Im Tennis stellt der WAC Damen und Herren - Landesligamannschaften sowie mehrere Jugend-, Nachwuchs- und Seniorenteams. Der Verein bietet auf seiner landschaftlich anspruchsvollen Anlage im wiener Prater 19 Tennissandplätze im Freigelände, sowie 2 Hallensandplätze und einen Hartplatz an.

Der Verein hat eine stolze Vergangenheit im Fußball, die von den Anfängen des Sportes in Österreich bis in die 1960er Jahre reicht. Heute betreibt der Verein nurmehr Freizeitfußball ausserhalb des Ligabetriebs. Als Freizeitsportarten bietet der Wiener AC auch noch Beachvolleyball und Wellness an.

Der Wiener AC war 1947 österreichischischer Basketballmeister in der erstmals ausgetragenen Basketball-Meisterschaft.

Seinen Mitgliedern bietet der WAC auch Freibad und Sauna an. Kartenspiele wie Bridge haben im Klubgebäude eine Heimat.

Geschichte des Fussball beim WAC

Frühe Erfolge

Die Fußballabteilung wurde am 14. Oktober 1897 ins Leben gerufen. Frühe Erfolge konnte der WAC schon im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts verzeichnen als man jeweils dreimal den Challenge- und den Wiener Tagblatt-Pokal gewann. Dies waren seinerzeit die wichtigsten Trophäen die der noch junge Sport in Österreich anzubieten hatte.

Obwohl im September 1910 fast die gesamte erste Fußballmannschaft aus dem Verein austrat und den neuen Fußballverein Wiener Associationfootball-Club (auch als Wiener AF, oder kurz WAF, referenziert) gründete, konnte der Wiener AC bei der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12 eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen und belegte - allerdings hinter dem Wiener AF - den vierten Platz.

Meisterschaft 1915

Schließlich gewann der WAC den Meistertitel in 1915, was jedoch der einzige Erfolg auf dieser Ebene bleiben sollte. Diese Meisterschaft wurde krigesbedingt auf eine einfache Runde, also nur neun Spiele pro Mannschaft in einer Zehner Liga, kondensiert im Frühjahr von 1915 ausgetragen. Zweiter wurden die "Rebellen" vom Wiener AF.

Pokalerfolge

1928 erreichte der Praterklub erstmals das Cupfinale. Auf der Hohen Warte führte die Admira nach sieben Minuten. Walzhofer konnte umgehend ausgleichen, aber der Endstand von 1:2 war bereits in der ersten Halbzeit erreicht.

Drei Jahre später, 1930/31 gewann der WAC aber den seinerzeit als Wiener Winter Cup in einem Ligaformat abgehaltenen Pokalwettbewerb erstmals und konnte sich so für den seinerzeit höchstbedeutenden Mitropapokal qualifizieren.

Mitropapokal

Der WAC drang bis ins Finale des Mitropapokals 1931 vor, wo allerdings im November gegen den Lokalrivalen First Vienna FC beide Spiele verloren gingen. Im Hinspiel, welches vor 16.000 Zusehern am Hardturm in Zürich ausgetragen wurde, führten die Praterleute bald durch Treffer von Walter Hanke und Heinrich "Wudi" Müller mit 2:0. Drei Minuten vor Ende der Partie war es aber schließlich ein unglückliches Eigentor, das eine 2:3 Niederlage besiegelte. Im Rückspiel sahen 25.000 auf der Hohen Warte einen 2:1 Erfolg der Döblinger, wobei Josef Hanke eine knappe halbe Stunde vor Spielende nurmehr den Ehrentreffer für die Athletiker beisteuern konnte.

1931 war auch die Geburtsstunde des österreichischen Wunderteams. Rudi Hiden, Georg "Schurl" Braun, Karl Sesta und "Wudi" Müller waren als WAC-Spieler Teil dieser rot-weiß-roten Fußballlegende, die 1932 selbst den Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften gewann.

WAC nach 1945

1959 gewann der Wiener AC beim Pokalfinale im Praterstadion vor 10.000 Zusehern mit 2:0 gegen Rapid Wien. Nach einem Eigentor der Hütteldorfer war es Kaltenbrunner 15 Minuten vor Spielende der das Ergebnis fixierte und für den Verein diesen letzten grossen Erfolg im Fußball sicherte.

Datei:FK Austria W.A.C. Wien.gif
Logo des FK Austria W.A.C. bis 1976

In den 1960ern, nach dem Abstieg aus der Nationalliga, wie sich das österreichische Fußballoberhaus in jener Zeit nannte, begründete die Fußballabteilung des WAC eine Spielgemeinschaft mit dem FK Austria Wien, die schließlich in einer Fusion der beiden Kampfmannschaften mündete. Nach dem kurzen Intermezzo als FK Austria/WAC Wien (der offizielle Sponsorname lautete FK Austria/WAC Elementar Wien) wählte die Wiener Austria 1976 wieder ihren traditionellen Vereinsnamen.

Der Name Wiener AC verschwand dadurch bis heute aus der großen österreichische Fußballszene. Die während der gemeinsamen Zeit mit der Austria ruhend gestellte Fußballsektion des WAC bestand aber weiter und wurde 1983 reaktiviert.

2002 wurde die Fußballmannschaft von einer bis dahin als Sponsor auftretenden Transportfirma übernommen. Diese Mannschaft spielte kurz unter der Bezeichnung FK Rad Friendly Systems und erhielt schließlich den neuen Vereinsnamen FC Fireball United.

Der Wiener AC nimmt seit 2002 an keiner Meisterschaft mehr teil. Die aktuelle Fußballsektion besteht derzeit aus einer reinen Hobbymannschaft.

Bedeutende Fußballspieler in der Geschichte des WAC

Fünf Erstliga-Torschützenkönige

  • Johann Studnicka (Erstliga-Torschützenkönig 1913 mit 13 Toren)
  • Johann Neumann (Erstliga-Torschützenkönig 1913 /13 Toren und 1914 / 25 Tore)
  • Leopold Deutsch (Erstliga-Torschützenkönig 1915 mit 12 Toren)
  • Friedrich Cejka"Fritz"(Erstliga-Torschützenkönig 1960 mit 28 Toren)
  • Hans Pirkner* (Erstliga-Torschützenkönig 1976 mit 28 Toren)

*) Gemeinsame Mannschaft mit FK Austria Wien

Erfolge der Fußballsektion

Der Titel des Österreichischen Pokalsiegers im Jahr 1938 wurde durch den Sportclub Schwarz-Rot Wien errungen. Bei dieser Mannschaft handelte es sich um die kurzfristig vom Gesamtverein abgespaltene Fußballsektion des WAC, die sich nach ein paar Jahren wieder dem Stammverein anschloss.

Erstligateilnahmen

38 Erstligasaisonen: 1912-21, 1923, 1925-36, 1943-44, 1946-48, 1954 und 1957-65

Zusätzlich nahm der Wiener AC an allen drei Saisonen von 1901 bis 1903 des Tagblatt-Pokals, den man als Vorläufer des österreichischen Ligabetriebes betrachten kann, teil.

Erfolge der Hockeysektion

Herren

  • 19 x Staatsmeister im Feldhockey
  • 15 x Staatsmeister im Hallenhockey
  • 2 x dritter Platz Europacup der Meister – Champions Leauge im Hallenhockey
  • 30 x Europacupteilnehmer – österreichischer Rekord

Damen

  • 16 x Staatsmeister im Feldhockey
  • 7 x Staatsmeister im Hallenhockey


Erfolge der Basketball Sektion

Weblinks

lt:Wiener AC nl:Wiener AC



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