Willibald Kreß

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Willibald Kreß (* 13. November 1906 in Frankfurt am Main; † 27. Januar 1989) war ein deutscher Fußballspieler und -trainer.

Vereinskarriere

Als Spieler war der Torwart bei Rot-Weiß Frankfurt, dem FC Mulhouse und beim Dresdner SC aktiv. Mit Dresden wurde er 1943 und 1944 Deutscher Fußballmeister.

Kreß wurde vom DFB 1932 wegen verbotenen „Berufsspielertums“ für ein Jahr vom Spielbetrieb ausgeschlossen; in dieser Saison spielte er in Frankreichs Profiliga beim FC Mulhouse. Über den Hintergrund dieser Sperre kursieren zwei Versionen: Nach der einen sollen er und seine Mitspieler bei Rot-Weiß Frankfurt für eine höhere Aufwandsentschädigung gestreikt haben; nach der anderen hatte sein Verein sich verpflichtet, bei Freundschaftsspielen mit Kreß anzutreten, und musste, nachdem der wegen einer Diphtherie nicht mit auflaufen konnte, an den gegnerischen Klub 1.000 RM Vertragsstrafe bezahlen, was der DFB – nicht ganz unlogisch – so interpretierte, dass Rot-Weiß normalerweise mindestens 1.000 RM Antrittsprämie bekommen und einen Teil davon verbotenerweise an seine Spieler weitergegeben hätte.

Nationalspieler

Er absolvierte 16 Länderspiele für die deutsche Fußballnationalmannschaft in der Zeit von 1929 bis 1934. Bei der Fußballweltmeisterschaft 1934 in Italien belegte er mit der deutschen Nationalmannschaft den dritten Platz. Im Halbfinale erlebte er einen der schwärzesten Momente seiner Karriere, als er bei der 1:3-Niederlage der deutschen Mannschaft im Spiel gegen die Tschechoslowakei durch zwei verschuldete Tore den Weg ins Endspiel verbaute. Diese Weltmeisterschaft bedeutete auch das Ende seiner Karriere in der Nationalmannschaft.

Trainerstationen

Nach dem Zweiten Weltkrieg war er unter anderem Trainer beim Wuppertaler SV, FSV Frankfurt und dem VfB 1900 Gießen.



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